Immobilienmarkt: Jede dritte Wohnung hat miserables Energie-Rating
28.02.2026 - 15:31:31 | boerse-global.deEine neue Analyse des deutschen Immobilienmarktes zeigt ein drastisches Bild: Mehr als ein Drittel aller zum Verkauf stehenden Wohnimmobilien fällt in die schlechtesten Energieeffizienzklassen F bis H. Das verschärft die Lage für Käufer, die neben hohen Kaufpreisen mit massiven Sanierungskosten rechnen müssen.
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Sanierungsstau bei Einfamilienhäusern besonders dramatisch
Die Daten des Portals Immowelt offenbaren eine tiefe Spaltung. Besonders betroffen sind Einfamilienhäuser – hier weist über die Hälfte (52 Prozent) die schlechtesten Energiebilanzen auf. Bei Eigentumswohnungen liegt der Anteil immer noch bei 13 Prozent. Interessant: Der Anteil sanierungsbedürftiger Objekte am Gesamtangebot ist in den letzten fünf Jahren von 28 auf 36 Prozent gestiegen. Experten vermuten, dass viele Eigentümer ihre Energiefresser jetzt loswerden wollen, bevor sie weiter an Wert verlieren.
Leichte Preisrückgänge – aber nur kurzfristig
Parallel zum Sanierungsstau zeigen aktuelle Indizes eine leichte Abkühlung. Der Europace Hauspreisindex (EPX) sank im Januar zum zweiten Mal in Folge, insgesamt um 0,27 Prozent. Am stärksten gaben die Preise für neue Ein- und Zweifamilienhäuser nach (-0,46 Prozent). Gleichzeitig steht aktuell über ein Drittel mehr Immobilien zum Verkauf als vor einem Jahr. Bedeutet das endlich Entspannung für Käufer?
Langfristig treibt Wohnraummangel die Preise
Trotz der monatlichen Delle bleibt der langfristige Trend klar positiv. Getrieben vom anhaltenden Wohnraummangel stiegen die Preise im Gesamtjahr 2025 laut vdp-Verband noch einmal um durchschnittlich 4,2 Prozent. In den sieben größten Metropolen lag der Anstieg sogar bei 4,7 Prozent, Spitzenreiter war Frankfurt mit 5,7 Prozent. Die fundamentale Knappheit hält den Markt also weiter in Bewegung.
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Der große Widerspruch: Sanierungszwang vs. Kaufdruck
Der Markt steckt in einem fundamentalen Dilemma. Einerseits treibt der massive Wohnraummangel die Preise, andererseits zwingen hohe Energiekosten und gesetzliche Vorgaben zu teuren Sanierungen. Das spaltet den Markt in zwei Welten: Modernisierte, energieeffiziente Objekte werden begehrter – unsanierte Häuser und Wohnungen hingegen drohen an Wert zu verlieren oder erfordern hohe Investitionen nach dem Kauf.
Für Käufer wird die Entscheidung damit komplexer. Der reine Kaufpreis ist längst nicht mehr alles. Die Frage lautet jetzt: Was kostet das Haus wirklich, wenn die energetische Sanierung bezahlt ist? Diese Rechnung wird den Immobilienmarkt in den kommenden Jahren prägen.
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