Immobilienmarkt, Investoren

Immobilienmarkt: Investoren kehren zurück

17.01.2026 - 12:39:12

Institutionelle Investoren kehren an den deutschen Immobilienmarkt zurück. Nach Jahren der Stagnation signalisiert die Akzeptanz moderat sinkender Spitzenrenditen eine neue Phase der Stabilität. Die Preisfindungsphase scheint beendet.

Aktuelle Daten zeigen: Die Schere zwischen Kauf- und Verkaufsvorstellungen hat sich weitgehend geschlossen. Entscheidend ist eine veränderte Risikowahrnehmung. Planungssicherheit bei Zinsen und Regulierung lässt Investoren wieder Vertrauen fassen.

Die Schockstarre der Vorjahre weicht einer nüchternen Kalkulation. Nach Berichten von JLL und CBRE verzeichnete der Investmentmarkt in den ersten drei Quartalen 2025 ein Volumen von rund 23,9 Milliarden Euro. Das ist ein leichter, aber qualitativ bedeutsamer Anstieg.

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Marktbeobachter werten dies als klares Indiz. Die Phase der Unsicherheit bei der Bewertung ist vorbei. Statt auf Schnäppchen zu warten, akzeptieren Käufer nun realistische Preise auf einem neuen, stabilen Niveau.

Besonders das vierte Quartal 2025 zeigte eine deutliche Belebung. Institutionelle Akteure treten wieder als Käufer auf. Sie akzeptieren, dass sich die Spitzenrenditen für Top-Büroimmobilien leicht nach unten bewegen – ein klassisches Signal für steigendes Vertrauen.

Sinkende Renditen als Bullen-Signal

Die Akzeptanz niedrigerer Renditen wirkt kontraintuitiv, ist aber ein klares Erholungssignal. Laut CBRE-Daten gaben die Nettoanfangsrenditen für Spitzenbüros in Top-Lagen zuletzt leicht nach. Sie pendeln sich bei etwa 4,76 Prozent ein.

Diese sogenannte Renditekompression bedeutet: Investoren zahlen wieder höhere Preise für erstklassige Objekte. Der Risikoaufschlag für Marktunsicherheit schmilzt. Treiber ist die stabilisierte Zinspolitik der EZB. Kalkulierbare Finanzierungskosten lassen die „Wait-and-See“-Haltung enden.

Ausländisches Kapital kehrt zurück

Ein starkes Signal ist die Rückkehr internationaler Fonds. JLL-Daten belegen: Ausländische Investoren waren 2025 per Saldo Netto-Käufer in Deutschland. Mit einem Volumen von mehreren Milliarden Euro unterstreichen sie das Vertrauen in den Standort als „Safe Haven“.

Gefragt sind neben Büros vor allem zukunftsträchtige Segmente:
* Data Center und Logistikimmobilien profitieren von Digitalisierung und E-Commerce.
* Für Top-Produkte mit hohen ESG-Standards werden ambitionierte Preise gezahlt.

Wohnimmobilien: Fokus auf Sicherheit

Im Wohnungsbau zeigt sich die Stabilisierung auf anderem Niveau. Spitzenrenditen für Metropol-Mietwohnungen liegen stabil bei 3,40 bis 3,60 Prozent. Institutionelles Kapital fließt primär in sichere Mietportfolios.

Die fundamentale Knappheit an Wohnraum sorgt für stabile Erträge. Diese Sicherheit wiegt für Investoren aktuell schwerer als spekulative Wertsteigerungen. Gleichzeitig ist der Markt gespalten: ESG-konforme Gebäude finden reißenden Absatz, Objekte mit schlechter Energiebilanz nur mit hohen Abschlägen.

Fragiles Gleichgewicht als neue Normalität

Die aktuelle Phase ist kein neuer Boom, sondern eine gesunde Normalisierung. Die Exzesse der Vergangenheit sind aus dem Markt gewichen. Laut dem „Emerging Trends“-Report von PwC und ULI herrscht eine „vorsichtig optimistische“ Stimmung.

Die Branche hat gelernt, mit höheren Zinsen zu leben. Dass wieder reale Transaktionen stattfinden, gibt auch Finanzierern Sicherheit für neue Kredite. Für 2026 erwarten Experten eine langsame, aber stetige Zunahme der Dynamik.

Die Lektion aus der Krise lautet: Nicht mehr billiges Geld treibt den Markt, sondern die Qualität der Objekte und die Sicherheit der Mieteinnahmen. Die Akzeptanz dieser neuen Realität ist das Fundament der aktuellen Erholung.

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