Immobilienmarkt, Wendepunkt

Immobilienmarkt erreicht Wendepunkt

11.03.2026 - 00:18:36 | boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt nach der Korrekturphase erste Stabilisierung. Analysten erwarten für dieses Jahr ein Preisplus von 3,3 Prozent, das die Inflation übertrifft.

Immobilienmarkt erreicht Wendepunkt - Foto: über boerse-global.de
Immobilienmarkt erreicht Wendepunkt - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich nach der Korrekturphase. Aktuelle Daten zeigen erstmals wieder moderate Preisanstiege für Bestandsimmobilien. Experten sehen den Beginn eines neuen Aufwärtstrends.

Analysten prognostizieren kräftiges Preiswachstum

Eine Reuters-Umfrage unter zwölf führenden Immobilienanalysten sagt für dieses Jahr ein Plus von 3,3 Prozent voraus. Für 2027 und 2028 rechnen die Experten jeweils mit einem weiteren Anstieg um drei Prozent. Damit würde das Preiswachstum die erwartete Inflationsrate von etwa zwei Prozent deutlich übertreffen.

Der kürzlich veröffentlichte Europace Hauspreisindex stützt diese Prognose mit realen Transaktionsdaten. Demnach verteuerten sich Eigentumswohnungen im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,27 Prozent. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser blieben nahezu wertstabil.

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Lediglich der Neubausektor zeigt noch Schwächen. Hier verzeichnete der Index einen leichten Rückgang. Hohe Baukosten und strenge Regulierungen bremsen weiterhin die Bautätigkeit aus.

Wohnraummangel festigt die Bodenbildung

Die fundamentale Knappheit an Wohnraum treibt die Preise. Eine Studie der DZ HYP bestätigt, dass sich der Markt drei Jahre nach dem Zinsanstieg auf einem neuen Niveau eingependelt hat.

Vor allem in den sieben deutschen Topstandorten übersteigt die Nachfrage nach Mietwohnungen das Angebot massiv. Die Folge: weiter steigende Mieten. Dieser Druck veranlasst viele Haushalte, den Kauf einer Eigentumswohnung ernsthaft zu prüfen, um sich vor Mietsteigerungen zu schützen.

„Künftig wird die Vermietungsperspektive noch stärker über die Wertentwicklung entscheiden“, sagt Sabine Barthauer, Vorstandsvorsitzende der DZ HYP. Die Kombination aus hohem Bedarf und fehlendem Angebot festige die Preise für Bestandsimmobilien.

Energieeffizienz wird zum entscheidenden Faktor

Trotz der positiven Signale bleibt der Markt gespalten. Eine Analyse der LBBW zeigt: Immobilien mit modernen energetischen Standards erzielen deutliche Aufschläge. Unsanierte Objekte hingegen werden mit Abschlägen gehandelt und finden schwerer Käufer.

Zugleich stellt die Erschwinglichkeit für Erstkäufer ein massives Problem dar. „Geopolitische Risiken und ein langsameres Lohnwachstum führen zu weiterer Vorsicht“, gibt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING, zu bedenken.

Die Bauzinsen haben sich derweil bei knapp unter vier Prozent eingependelt. Das gibt Investoren und Käufern wieder mehr Planungssicherheit. Die Zeiten der extrem niedrigen Finanzierungskosten sind jedoch vorbei.

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Was bedeutet der Trend für Käufer und Mieter?

Für die kommenden Monate zeichnet sich eine klare Fortsetzung des Aufwärtstrends ab. Die strukturelle Lücke zwischen Wohnraumbedarf und -angebot wird sich kurzfristig nicht schließen.

Die Aussichten für junge Familien und Erstkäufer trüben sich ein. Zehn von zwölf befragten Reuters-Analysten erwarten, dass sich die Erschwinglichkeit von Wohneigentum weiter verschlechtert. Das durchschnittliche Alter von Erstkäufern dürfte demnach steigen.

Auf dem Mietmarkt ist ebenfalls keine Entspannung in Sicht. Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen wird die Mietpreise in den Metropolen auch im weiteren Jahresverlauf in die Höhe treiben. Die Suche nach einer geeigneten Immobilie bleibt für viele eine große Herausforderung.

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