Immobilienmarkt, Preiskorrektur

Immobilienmarkt erholt sich deutlich nach Preiskorrektur

19.02.2026 - 21:18:12

Nach der Korrekturphase zeigt der deutsche Immobilienmarkt 2026 eine klare Erholung mit moderaten Preiszuwächsen. Metropolen und energieeffiziente Objekte treiben die Entwicklung an.

Der deutsche Immobilienmarkt startet mit gemischten Signalen ins Jahr 2026. Aktuelle Daten zeigen zwar einen leichten monatlichen Rückgang, doch der Blick auf das Gesamtjahr 2025 und die Prognosen für 2026 bestätigen eine klare Trendwende. Die Phase der deutlichen Preisrückgänge ist vorbei.

Januar-Daten zeigen kurzfristige Abkühlung

Der Hauspreis-Index EPX von Europace verzeichnete im Januar leichte Rückgänge. Preise für Eigentumswohnungen sanken um 0,01 Prozent, Bestandsimmobilien um 0,33 Prozent und Neubauten um 0,46 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Diese monatliche Entwicklung steht jedoch im Kontrast zu den starken Quartals- und Jahreszahlen.

2025: Deutlicher Aufschwung beendet Korrekturphase

Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) belegen für 2025 einen durchschnittlichen Preisanstieg bei Wohnimmobilien von 4,2 Prozent. Dieser Wert ist doppelt so hoch wie im Vorjahr und markiert das Ende der vorherigen Korrektur. Besonders stark stiegen die Preise für Mehrfamilienhäuser mit plus 5,3 Prozent. Selbst genutztes Wohneigentum verteuerte sich um 3,0 Prozent. Die Zahlen basieren auf echten Transaktionsdaten von über 700 Finanzierern.

Metropolen bleiben die Preistreiber

Die Entwicklung verläuft regional weiterhin sehr unterschiedlich. In den sieben größten Städten stiegen die Preise im vierten Quartal 2025 im Schnitt um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Frankfurt führte mit plus 5,7 Prozent die Liste an, Stuttgart verzeichnete mit 2,2 Prozent den moderatesten Anstieg. In ländlichen Regionen könnten die Preise dagegen stagnieren oder leicht sinken.

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Energieeffizienz wird zum entscheidenden Faktor

Der Markt differenziert sich zunehmend. Immobilien mit guter Energiebilanz und Top-Lagen erwarten die größten Wertsteigerungen. Objekte mit hohem Sanierungsbedarf sind weniger gefragt. Die angespannte Lage im Bausektor verschärft die Knappheit weiter. Gestiegene Baukosten und ein Mangel an fertiggestellten Neubauwohnungen lenken die Nachfrage verstärkt auf den Bestandsmarkt.

Was treibt die Erholung an?

Mehrere Faktoren stützen den Markt. Das Zinsniveau für Baufinanzierungen hat sich nach früheren Erhöhungen stabilisiert. Die fundamentale Nachfrage nach Wohnraum übersteigt in vielen Regionen das Angebot bei Weitem. Experten sprechen von einer breit gestützten Preiserholung.

Prognosen für 2026 bleiben optimistisch

Die meisten Institute erwarten für das laufende Jahr ein moderates weiteres Wachstum. Prognosen liegen zwischen 3 und 4 Prozent durchschnittlichem Preisanstieg. Der Finanzdienstleister Dr. Klein rechnet beispielsweise mit plus 3 Prozent. Die Zeiten sprunghafter Boom-Anstiege sind zwar vorbei, doch die Hoffnung auf flächendeckend sinkende Preise hat sich nicht erfüllt. Für Käufer zählen nun Qualität, Lage und Energieeffizienz mehr denn je.

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