Immobilienmarkt, Stabilisierung

Immobilienmarkt 2026: Stabilisierung eröffnet Käufer-Chancen

20.02.2026 - 21:31:12 | boerse-global.de

Die Preise für Wohnimmobilien steigen nur noch moderat, während ein stabilisiertes Zinsumfeld und ein größeres Angebot die Verhandlungsposition von Käufern verbessern.

Deutsche Immobilienpreise steigen nur noch moderat. Aktuelle Daten zeigen eine deutliche Verlangsamung der Preisdynamik. Gleichzeitig bietet ein stabilisiertes Zinsumfeld und ein größeres Angebot Kaufinteressenten neue Möglichkeiten.

Preisanstieg verliert deutlich an Tempo

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) meldet für 2025 einen Preisanstieg bei Wohnimmobilien von 4,2 Prozent. Das ist deutlich weniger als in den Boomjahren. Besonders auffällig: Im vierten Quartal 2025 legten die Preise gegenüber dem Vorquartal nur noch um 1,0 Prozent zu. Diese gebremste Dynamik kombiniert sich mit einem entspannteren Zinsumfeld – und bringt Bewegung in den Markt.

Die auf Transaktionsdaten basierenden Zahlen zeigen Unterschiede: Selbst genutztes Wohneigentum wurde 3,0 Prozent teurer, Mehrfamilienhäuser legten mit 5,3 Prozent stärker zu. In den sieben größten Metropolen stiegen die Preise im Schnitt um 4,7 Prozent. Doch die Entwicklung ist uneinheitlich: Während Bestandswohnungen teils kräftig zulegten, gaben Neubauhäuser leicht nach. Für aufmerksame Käufer eröffnen sich Nischen.

Bauzinsen bieten Planungssicherheit

Nach den heftigen Zinssprüngen der Vergangenheit hat sich die Lage beruhigt. Experten erwarten für das erste Halbjahr 2026 eine Seitwärtsbewegung. Die Prognosen für zehnjährige Darlehen bewegen sich zwischen 3,1 und 4,0 Prozent. Diese relative Stabilität ist ein entscheidender Vorteil für Käufer. Sie ermöglicht eine verlässlichere Finanzierungsplanung als in den volatilen Vormonaten.

Langfristig rechnen einige Analysten wieder mit steigenden Zinsen. Das macht das aktuelle Niveau attraktiv. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte ihre Leitzinsen vorerst unverändert lassen – das stabilisiert die Bauzinsen indirekt.

Neubau-Krise lenkt Nachfrage um

Die Krise im Wohnungsbau setzt sich fort. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet für 2026 nur noch etwa 215.000 fertiggestellte Wohnungen. 2024 waren es noch 252.000. Gründe sind gesunkene Baugenehmigungen, hohe Kosten und Fachkräftemangel.

Was bedeutet das für Käufer? Das Neubau-Angebot bleibt knapp und stützt die Preise in diesem Segment. Gleichzeitig konzentriert sich die Nachfrage verstärkt auf Bestandsimmobilien. Das Gesamtangebot an Kaufobjekten liegt aktuell rund 35 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das verschafft Käufern mehr Auswahl und eine bessere Verhandlungsposition.

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Staat pumpt Milliarden in Familien-Förderung

Die Bundesregierung stemmt sich mit finanzieller Unterstützung gegen den angespannten Markt. 2026 plant sie Investitionen von rund 7,7 Milliarden Euro in Wohnprogramme. Kernstück ist das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“ (KfW 300). Es bietet zinsgünstige Kredite bis zu 270.000 Euro für energieeffiziente Immobilien.

Die Förderung richtet sich an Familien mit geringem oder mittlerem Einkommen. Kombinierbar sind die Kredite oft mit Programmen der Landesbanken. Auch die Wohnungsbauprämie oder Wohn-Riester bleiben Optionen.

Ein Markt im Wandel

Die Phase der Preisbereinigung scheint vorbei, jetzt steigen die Werte wieder moderat. Das stabile Zinsumfeld und das größere Angebot stärken die Position der Käufer. Dem stehen der anhaltende Neubau-Mangel und hohe Lebenshaltungskosten gegenüber.

Experten sehen den Markt in einer Erholungsphase – ohne die alte Dynamik. Für entschlossene Käufer kann sich eine sorgfältige Prüfung lohnen. Der Markt hat sich von einem reinen Verkäufer- zu einem ausgeglicheneren Feld entwickelt.

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