Immobilienmarkt, Preise

Immobilienmarkt 2026: Preise steigen trotz Neubaukrise

23.02.2026 - 03:00:13 | boerse-global.de

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt 2026 gemischte Signale: Bestandspreise steigen weiter, während die Neubaukrise das Angebot verknappt und die Zinsen sich auf einem stabilen Niveau eingependelt haben.

Der deutsche Immobilienmarkt startet mit gemischten Signalen ins Jahr 2026. Während die Nachfrage nach Wohnraum anzieht, verschärft eine tiefe Krise im Neubau den Preisdruck. Experten erwarten eine moderate, aber stetige Verteuerung.

Preise: Kurzfristige Delle, langfristiger Trend

Aktuelle Indizes zeigen für Januar 2026 leichte monatliche Rückgänge. Doch der Blick aufs Gesamtjahr verrät die wahre Dynamik: Im Jahresvergleich verteuerten sich Bestandswohnungen um fast zehn Prozent, Bestandshäuser um über sechs Prozent. Für 2026 prognostizieren Analysten einen weiteren durchschnittlichen Anstieg von drei bis vier Prozent. Ein klarer Gewinner sind energieeffiziente Objekte, die deutlich höhere Preise erzielen.

Neubaukrise: Warum das Bauziel in weiter Ferne liegt

Der zentrale Preistreiber ist der dramatische Einbruch beim Wohnungsbau. Die sogenannten Immobilienweisen erwarten für dieses Jahr nur rund 215.000 fertiggestellte Wohnungen. Das ist ein weiterer Rückgang – und liegt meilenweit vom Regierungsziel von 400.000 Einheiten entfernt. Was bremst den Bau? An erster Stelle stehen die explodierten Kosten, die seit 2020 um über 40 Prozent stiegen und viele Projekte unrentabel machen. Dazu kommen Fachkräftemangel und rückläufige Baugenehmigungen aus den Vorjahren.

Zinsen: Die neue Normalität ist da

Auf der Finanzierungsseite hat sich die Lage beruhigt. Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen pendeln stabil zwischen 3,5 und 4,0 Prozent. Diese Stabilität befeuert den Markt: Das Transaktionsvolumen erholte sich 2025 deutlich. Käufer haben das aktuelle Niveau als neue Realität akzeptiert und kehren zurück. Experten rechnen im ersten Halbjahr mit einer Seitwärtsbewegung, sehen aber eine leichte Tendenz nach oben. Ein erneutes Überschreiten der Vier-Prozent-Marke hält niemand für ausgeschlossen.

Ein Markt im Wandel: Wer gewinnt, wer verliert?

Der Markt hat einen neuen Gleichgewichtszustand erreicht – und differenziert sich stark. In den sieben größten Metropolen stiegen die Preise zuletzt besonders kräftig. Energieeffiziente, sanierte Immobilien in Top-Lagen sind gefragt wie nie. Gleichzeitig geraten Objekte in schlechtem Zustand oder strukturschwachen Regionen unter Druck. Ein großflächiger Crash bleibt jedoch unwahrscheinlich. Die Nachfrage ist robust, das Angebot knapp.

Für Kaufinteressenten bedeutet das: Auf deutlich fallende Preise oder Zinsen zu warten, ist keine aussichtsreiche Strategie. Die Entscheidung hängt mehr denn je von einer soliden Finanzierung und der richtigen Objektwahl ab.

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Politische Weichenstellungen für mehr Neubau und Sanierung werden entscheidend sein. Bis dahin bleibt Wohnraum in den Ballungszentren ein knappes und teures Gut.

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