Immobilienmarkt, Großbritannien

Immobilienmarkt 2026: Großbritannien springt, andere Märkte zögern

19.01.2026 - 04:22:11

Der britische Immobilienmarkt verzeichnet den stärksten Januar-Preisanstieg seit Jahren, während die Märkte in den USA und Deutschland deutlich verhaltener starten. Eine globale Erholung bleibt fraglich.

Der britische Wohnungsmarkt verzeichnet den stärksten Januar-Preisanstieg aller Zeiten. Während in London die geforderten Preise sprunghaft anziehen, zeigen sich die Märkte in den USA und Deutschland deutlich verhaltener. Eine globale Erholung bleibt vorerst unwahrscheinlich.

Rekordstart: Briten fordern deutlich mehr Geld für ihre Häuser

Neue Daten vom Immobilienportal Rightmove belegen einen außergewöhnlichen Start ins Jahr. Der durchschnittlich geforderte Preis für eine Immobilie in Großbritannien stieg im Januar um 2,8 Prozent auf 368.031 Pfund. Das ist der stärkste monatliche Zuwachs seit über zehn Jahren.

Analysten führen den Rekordsprung auf zurückkehrende Käuferzuversicht nach der Unsicherheit um den Staatshaushalt Ende November zurück. Gleichzeitig erreicht das Angebot an verfügbaren Immobilien den höchsten Stand für einen Januar seit 2014. Doch Vorsicht ist geboten: Etwa ein Drittel der gelisteten Objekte musste bereits Preisreduzierungen hinnehmen.

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USA und Deutschland: Vorsicht statt Euphorie

Andere wichtige Märkte starten deutlich zurückhaltender ins neue Jahr. In den USA blicken Experten mit “vorsichtigem Optimismus” auf 2026 und prognostizieren einen moderaten Preisanstieg von etwa 2,2 Prozent. Ein wesentlicher Dämpfer ist das gesunkene Vertrauen der Bauunternehmen.

  • Hohe Kosten: Bauträger kämpfen weiterhin mit hohen Materialkosten.
  • Gedämpfte Nachfrage: Die Zinsentwicklung bremst die Käuferlust.

Auch in Deutschland ist die Lage uneinheitlich. Während einige Experten eine leichte Aufwärtstendenz erwarten, sprechen andere von einem Markt, der “auf der Stelle tritt”. Eine Umfrage zeigt gemischte Erwartungen: Über die Hälfte der Marktteilnehmer rechnet mit mehr Transaktionen, doch viele glauben, dass die bisherigen Preisabschläge noch nicht ausreichen, um Käufer und Verkäufer zusammenzubringen.

Globale Konstante: Das Angebot bleibt knapp

Trotz regionaler Unterschiede wirkt auf den meisten Märkten ein gleicher Faktor: die strukturelle Angebotsknappheit. Ratingagenturen wie Fitch prognostizierten bereits Ende 2025 moderate globale Preisanstiege für 2026 – hauptsächlich getrieben von einem unzureichenden Wohnungsangebot.

Die Gründe sind vielfältig:
* Hohe Grundstücks-, Arbeits- und Materialkosten
* Langwierige Genehmigungsverfahren
* Geringere Bautätigkeit

Diese Engpässe stützen die Preise in Ländern wie Kanada, Deutschland und Spanien und verhindern einen stärkeren Verfall, selbst bei schwierigen Finanzierungsbedingungen.

Lokale Politik, globale Unterschiede

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wie stark Immobilienmärkte auf nationale Rahmenbedingungen reagieren. In Großbritannien reichte nachlassende politische Unsicherheit für eine kleine Preisrallye. In den USA dominieren weiterhin Sorgen um die Leistbarkeit. Deutschland scheint sich nach einer Korrekturphase zu stabilisieren – ohne jedoch eine klare Richtung einzuschlagen.

Die entscheidende Frage für 2026 bleibt: Kann der britische Frühjahrsimpuls Schule machen? Die Antwort hängt maßgeblich von der Zinspolitik der Zentralbanken und der konjunkturellen Entwicklung ab. Für Käufer und Investoren gilt: Der Blick auf die lokalen Marktbedingungen ist in diesem Jahr wichtiger denn je.

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