Immobilienaktien, Börsenjahr

Immobilienaktien starten optimistisch ins Börsenjahr 2026

02.01.2026 - 01:15:12

Der österreichische Immobilienmarkt erholt sich dank stabiler Zinsen und leichten Wachstumsimpulsen. Experten sehen 2026 als Jahr der gezielten Auswahl für Anleger.

Der österreichische Immobiliensektor blickt zum Handelsauftakt 2026 erstmals seit Jahren wieder optimistisch in die Zukunft. Aktuelle Marktdaten und Analystenprognosen deuten darauf hin, dass die schwierigste Phase überstanden ist. Der Fokus der Investoren an der Wiener Börse liegt heute auf einem stabileren Zinsumfeld und neuen Bewertungschancen.

Zinspause bringt lang ersehnte Planungssicherheit

Der wichtigste Impuls für die positive Stimmung kommt von der Europäischen Zentralbank. Nach vier Zinssenkungen im Jahr 2025 beließ der EZB-Rat den Leitzins zuletzt unverändert bei 2,0 Prozent. Diese „Zinspause“ wird von Experten nicht als Stillstand, sondern als Gewinn an Planbarkeit gewertet.

Die Baufinanzierungszinsen pendelten sich zum Jahreswechsel bei rund 3,3 Prozent ein. Für Immobilienkonzerne, die zuletzt unter steigenden Refinanzierungskosten litten, bedeutet das Entlastung. Die Angst vor weiteren rapiden Zinsanstiegen ist vom Markt verschwunden.

Anzeige

Passend zum Thema Immobilien-Investments — wissen Sie, wie Sie mit gezielten Abschreibungen Ihre Steuerlast deutlich senken und Ihre Liquidität verbessern können? Der kostenlose 19-seitige Leitfaden „Abschreibung von A–Z“ erklärt praxisnah alle relevanten Abschreibungsarten (inkl. degressiver AfA und Sonderabschreibungen) und zeigt konkrete Steuer‑Spar‑Chancen für Gewerbetreibende und private Immobilienbesitzer. Enthalten sind Rechenbeispiele und Umsetzungstipps für 2024/2025. Gratis-Abschreibungs-Guide jetzt herunterladen

ATX-Werte im Fokus: Substanz schlägt Spekulation

Für die Immobilienschwergewichte im österreichischen Leitindex zeichnet sich ein differenziertes Bild ab. Die Erste Group Bank sieht für den ATX im Gesamten ein Kurspotenzial von bis zu 15 Prozent in diesem Jahr.

  • CA Immo geht gestärkt ins neue Jahr. Durch den Verkauf nicht-strategischer Assets ist das Unternehmen fokussierter aufgestellt. Stabile Dividendenprognosen machen die Aktie für Anleger attraktiv.
  • UBM Development könnte 2026 die operative Wende schaffen. Marktbeobachter rechnen mit einer leichten Erholung, da sich der Projektentwicklungsmarkt langsam wieder öffnet.
  • Immofinanz steht weiter im Zeichen der Konsolidierung. Die Synergien innerhalb des größeren Verbundes sollen in diesem Jahr stärker in der Bilanz sichtbar werden.

Investoren achten heute besonders auf Unternehmen, die ihre Verschuldung in der Vergangenheit erfolgreich reduziert haben. Diese Werte könnten die Gewinnerliste anführen.

Bauwirtschaft: Endlich wieder leichtes Wachstum

Ein entscheidender Stimmungsmacher ist die Lage in der Realwirtschaft. Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO und der Bauindustrie deuten auf eine Trendwende hin.

Die österreichische Bauwirtschaft soll 2026 erstmals wieder wachsen – wenn auch nur leicht um 0,6 bis 1,9 Prozent im Hochbau. Besonders der zuletzt stark unter Druck stehende Wohnbau stabilisiert sich. Für börsennotierte Entwickler und Zulieferer ist das ein wichtiges Signal.

Das Jahr der klugen Auswahl

Was bedeutet das alles für Anleger? Experten erwarten kein Jahr der breiten Rallye, in der alle Kurse steigen. Stattdessen wird 2026 zum Jahr der Selektion.

Die Performance wird von der Qualität der Assets, der Lage der Immobilien und einer soliden Bilanzstruktur abhängen. Der Markt hat sich bereinigt, die Bewertungen gelten als realistischer. Das größte Risiko der vergangenen Jahre – das „Zins-Schreckgespenst“ – ist vorerst vertrieben.

Anzeige

PS: Als Vermieter oder Immobilieneigentümer sollten Sie auch die Betriebskosten im Blick haben — sie beeinflussen Renditen und Mietrechtstreitigkeiten. Der Gratis‑PDF‑Report „Betriebskosten 2025“ erklärt kompakt, welche Kosten umlagefähig sind (z. B. Heizung, Warmwasser, Grundsteuer, Gartenpflege), wie Sie Abrechnungen rechtssicher erstellen und welche Fallstricke Vermieter vermeiden sollten. Inklusive praktischer Checklisten zur schnellen Anwendung. Betriebskosten-Report kostenlos downloaden

@ boerse-global.de