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Icahn Enterprises: Comeback-Chance oder Value-Falle für deutsche Anleger?

15.02.2026 - 05:00:54 | ad-hoc-news.de

Icahn Enterprises LP steht nach turbulenten Monaten erneut im Fokus – Kursrückgang, üppige Dividende, Shortseller-Risiken. Wie groß ist die Chance, wie hoch die Gefahr für deutsche Anleger, die jetzt einsteigen wollen?

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Icahn Enterprises LP (IEP) bleibt eine der meistdiskutierten US-Beteiligungsgesellschaften – und ein Nerventest für mutige Anleger. Nach massiven Kursverlusten in den vergangenen Quartalen schwankt die Aktie erneut deutlich, während die hohe Ausschüttungsrendite und Carl Icahns Ruf als aktivistischer Investor viele Schnäppchenjäger anzieht.

Was Sie jetzt wissen müssen: IEP ist extrem schwankungsanfällig, stark vom Image und den Entscheidungen Carl Icahns abhängig und steht seit der Shortseller-Attacke 2023 dauerhaft unter Beobachtung der US-Börsenaufsicht und der Finanzmärkte. Für deutsche Anleger ist die Aktie zwar leicht handelbar, aber ein klarer Spezialwert mit erhöhtem Risiko.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Icahn Enterprises LP ist eine Holding, die Beteiligungen in Energie, Automobilzulieferung, Immobilien, Pharma, Lebensmittelverpackung und Finanzinvestments bündelt. An der Nasdaq notiert, wird IEP von vielen Privatanlegern als „Hebel“ auf die Investmentideen von Milliardär Carl Icahn gesehen – ähnlich wie Berkshire Hathaway bei Warren Buffett, nur mit deutlich höherem Risiko und stärkerem Leverage.

Nach der aggressiven Shortseller-Studie von Hindenburg Research im Jahr 2023 geriet Icahn Enterprises massiv unter Druck. Die Vorwürfe: überhöhte Bewertung, fragiler Finanzierungsmix und eine Dividendenpolitik, die mehr auf Optik als auf Substanz gesetzt habe. In der Folge kürzte Icahn die Ausschüttung deutlich, die Aktie brach ein und verlor zeitweise mehr als die Hälfte ihres Wertes.

In den neuesten Quartalsberichten lag der Fokus der Märkte vor allem auf drei Punkten: Bilanzqualität, Liquidität und Nachhaltigkeit der Ausschüttungen. Während operative Beteiligungen teilweise stabil liefen, sorgten Marktwertschwankungen im Investment-Portfolio und höhere Finanzierungskosten für erhebliche Volatilität beim Nettoergebnis. Für Anleger entscheidend: Der Markt glaubt Icahn nicht mehr alles – jede Zahl wird seziert.

Kennzahl Zuletzt berichtet Einordnung
Notierung Nasdaq, Ticker IEP, ISIN US4511001012 US-Limited Partnership, in Deutschland über gängige Broker handelbar
Währung USD Für deutsche Anleger spielt der EUR/USD-Kurs mit in die Rendite hinein
Dividendenpolitik kürzlich reduziert, weiterhin über Marktdurchschnitt hohe Rendite, aber mit Fragezeichen zur Nachhaltigkeit
Volatilität deutlich über US-Bluechips spekulativer Wert, nichts für schwache Nerven

Was bewegt den Kurs aktuell? Der Tagesverlauf von IEP wird weniger von klassischen Kennzahlen wie KGV, sondern stark von Schlagzeilen, rechtlichen Entwicklungen und der allgemeinen Risikobereitschaft an der Wall Street bestimmt. Entspannung bei Zinsen und ein freundlicher US-Gesamtmarkt wirken stützend. Negative News zu Ermittlungen, Short-Aktivitäten oder neuen Verlusten auf Portfolioebene dagegen führen häufig sofort zu zweistelligen Kursausschlägen.

Für deutsche und europäische Investoren kommt ein zweiter Hebel hinzu: der Wechselkurs. Stärkt sich der US-Dollar gegenüber dem Euro, kann ein schwächerer IEP-Kurs teilweise kaschiert werden – und umgekehrt. Wer IEP aus dem D-A-CH-Raum handelt, trägt also immer ein Währungsrisiko mit.

Auch steuerlich ist Icahn Enterprises kein Standardwert für deutsche Privatanleger. Als US-Limited Partnership können Ausschüttungen teilweise anders behandelt werden als klassische Dividenden einer US-Corporation. Viele deutsche Broker weisen darauf hin, dass es zu abweichenden Quellensteuer- und Deklarationsregeln kommen kann. Wer hier investieren will, sollte vorab mit Bank oder Steuerberater klären, wie IEP im konkreten Depot behandelt wird.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Der Blick auf die letzten zwölf Monate zeigt, warum IEP derzeit eher ein Trader- als ein Langfristliebling ist. Nach dem Absturz im Zuge der Shortseller-Attacke Bewegte sich die Aktie über weite Strecken in einer volatilen Seitwärts- bis Abwärtsspanne, immer wieder durch News-getriebene Sprünge unterbrochen.

Nimmt man als grobe Orientierung einen IEP-Kurs von rund 50 $ vor gut einem Jahr und vergleicht ihn mit einem deutlich niedrigeren Niveau im aktuellen Handel, ergibt sich – trotz Zwischenerholungen – ein spürbares Minus. Ein Anleger, der vor einem Jahr 10.000 $ in Icahn Enterprises investiert hat, sähe sich heute – je nach Einstiegszeitpunkt – leicht mit einem fünfstelligen Dollarbetrag investiert, aber einem nominalen Kursverlust von mehreren tausend Dollar konfrontiert. Die hohe Ausschüttung konnte diese Lücke nicht vollständig schließen.

Hinzu kommt die Währung: Hätte sich der Euro im gleichen Zeitraum zum US-Dollar aufgewertet, wäre der Verlust aus Sicht eines deutschen Anlegers in Euro gerechnet noch höher. Nur bei einem klar stärkeren Dollar hätte der Wechselkurs einen Teil der Verluste abfedern können. Das macht deutlich: IEP ist kein „Buy and Forget“-Wert, sondern verlangt aktives Risikomanagement.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Die Analystenlandschaft zu Icahn Enterprises ist überschaubar – viele große Häuser decken die Aktie nicht regelmäßig ab, weil sie als komplexer Spezialwert gilt. Stattdessen äußern sich häufig kleinere Research-Boutiquen und unabhängige Analysten. Der Tenor: hohe Unsicherheit, hoher Hebel auf Carl Icahns Deal-Making, begrenzte Transparenz in Teilen des Portfolios.

Während einige Beobachter nach der Dividendenkürzung argumentieren, dass ein großer Teil der „Bad News“ eingepreist sei und Icahn über stabile Cashflows in einzelnen Sparten verfüge, warnen andere vor weiteren Abwertungen und einem zu hohen Verschuldungsgrad in einem Umfeld höherer Zinsen. Entsprechend reichen die Einschätzungen von „speculative Buy“ bis „Meiden“ – mit Kurszielen, die teils deutlich auseinanderliegen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist wichtig: Es gibt keinen klaren Analysten-Konsens, wie man ihn von DAX- oder S&P-500-Schwergewichten kennt. IEP ist eher ein „High Conviction“-Trade für Investoren, die ein eigenes, tiefes Bild der Bilanz und der Icahn-Strategie haben. Wer solchen Spezialwerten folgt, verlässt sich eher auf die Historie Icahns als aktivistischer Investor und auf Sondersituationen in den Portfoliounternehmen – nicht auf Standard-Research von Großbanken.

Viele professionelle Anleger betrachten Icahn Enterprises heute vor allem als Wette auf zwei Dinge:

  • 1. Icahns Fähigkeit, durch Aktivismus und Deals Mehrwert zu heben – trotz seines gestiegenen Alters und eines veränderten Marktumfelds.
  • 2. Die Stabilisierung der Bilanz nach der Shortseller-Attacke – also eine Rückkehr zu einem weniger fragilen Finanzierungsmix und glaubwürdigeren Ausschüttungen.

Solange diese beiden Punkte offen bleiben, bleibt IEP im Rating-Raster vieler institutioneller Anleger im „Spezial-Segment“. Für Privatanleger aus Deutschland heißt das: Dieser Wert gehört – wenn überhaupt – nur als kleine, bewusst spekulative Beimischung in ein breit diversifiziertes Depot.

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