IBM-Report, Cyberangriffe

IBM-Report: KI beschleunigt Cyberangriffe massiv

26.02.2026 - 05:09:23 | boerse-global.de

Künstliche Intelligenz verkürzt die Zeit zwischen Schwachstellen-Entdeckung und Angriff massiv. Unternehmen setzen zunehmend auf spezialisierte Managed Security Services für Resilienz.

KI wird zur Waffe für Cyberkriminelle und zwingt Unternehmen zum Umdenken. Das zeigt der neue IBM X-Force Threat Intelligence Index 2026. Angreifer nutzen künstliche Intelligenz nicht für neue Hacking-Methoden, sondern um bekannte Schwachstellen schneller auszunutzen als je zuvor. Die Zeit zwischen der Entdeckung einer Lücke und dem großflächigen Angriff schrumpft dramatisch. Für Unternehmen bedeutet das: Sie brauchen spezialisierte Managed Security Services, um mit der Geschwindigkeit automatisierten Bedrohungen Schritt zu halten.

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Ein aktueller Vorfall unterstreicht die Dringlichkeit. Nur einen Tag vor Veröffentlichung des Reports, am 25. Februar, forderte die US-Cybersicherheitsbehörde CISA Bundesbehörden in einer Notfallanweisung auf, kritische Lücken in Cisco-Netzwerkgeräten sofort zu schließen. Diese wurden bereits aktiv ausgenutzt. Ein Paradebeispiel dafür, wie schnell bekannte Schwachstellen heute weaponisiert werden und Organisationen kaum Reaktionszeit lassen.

KI als Turbo für bekannte Angriffsmuster

Das zentrale Thema des Reports ist Geschwindigkeit. Angreifer entwickeln keine komplett neuen Exploits mehr. Stattdessen automatisieren sie mit KI-Tools die Erkundung von Systemen, identifizieren verwundbare Ziele im großen Stil und führen Angriffe mit nie dagewesener Effizienz aus. So stiegen Angriffe auf öffentlich zugängliche Anwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent. Treiber sind oft mangelhafte Authentifizierung und die Leichtigkeit, mit der KI diese Schwachstellen heute aufspürt.

Diese KI-getriebene Beschleunigung umgeht zunehmend den menschlichen Faktor. Ein Angriff muss nicht mehr mit einer Phishing-Mail starten, die ein Mitarbeiter anklickt. Er kann direkt vom Netzwerk-Scan zum Angriff übergehen. Besonders kritisch: Kriminelle zielen verstärkt auf Lieferketten und Software-Drittanbieter. Eine einzige Kompromittierung dort kann breiten Zugang zu den Systemen und Daten aller Downstream-Kunden verschaffen. Selbst traditionelle Bedrohungen wie Phishing werden durch KI effektiver – mit täuschend echten, KI-generierten E-Mails, die interne Kommunikation imitieren.

Wendepunkt für Managed Security: Vom Alarm zum Ergebnis

Die höhere Angriffsgeschwindigkeit macht traditionelle, fragmentierte Sicherheitsansätze wirkungslos. Für viele Unternehmen, besonders KMU, ist der Betrieb eines eigenen, rund um die Uhr besetzten Security Operations Center (SOC) zu teuer und komplex. Hinzu kommt der globale Fachkräftemangel in der Cybersicherheit.

Das Jahr 2026 markiert daher einen Wendepunkt für Managed Security Service Provider (MSSP). Ihr Fokus verschiebt sich vom bloßen Verwalten von Tools und Weiterleiten von Alarmen hin zu messbaren Sicherheitsergebnissen. Der Wert liegt heute in der Bereitstellung von Resilienz und quantifizierbarer Risikoreduzierung. Moderne MSSPs werden zu strategischen Partnern, die Organisationen durch ein Umfeld konstanter Bedrohung lotsen. Sie bieten proaktive Verteidigung und expertengeführte Incident Response. So wandelt sich Sicherheit von einer unkalkulierbaren Kostenstelle zu einer skalierbaren Funktion, die die Geschäftskontinuität stützt.

Wichtige MSSP-Leistungen im KI-Zeitalter

Als Antwort auf die sich entwickelnde Bedrohungslage haben sich die Services führender Anbieter deutlich weiterentwickelt. Gefragt sind integrierte, intelligente Lösungen, die mit automatisierten Angriffen mithalten können. Diese Kernleistungen sollten Unternehmen 2026 von einem Managed-Security-Partner erwarten:

  • Managed Detection and Response (MDR): Dieser Service geht über passives Monitoring hinaus. Er sucht aktiv nach Bedrohungen, die die Erstverteidigung umgangen haben könnten. MDR bietet schnelle, expertengeführte Reaktionen, um Angriffe zu neutralisieren und ihren Schaden zu minimieren.
  • Integrierte Sicherheitsplattformen: Die Branche bewegt sich weg von isolierten Einzeltools hin zu vereinheitlichten Plattformen wie Extended Detection and Response (XDR). Diese bieten eine einzige, konsolidierte Sicht auf die Sicherheitssituation über Endgeräte, Netzwerke und Cloud-Umgebungen hinweg. Das ermöglicht eine schnellere Korrelation von Bedrohungsdaten und eine koordiniertere Abwehr.
  • Identity-First Security: Da gestohlene Zugangsdaten nach wie vor ein Haupt-Einfallstor sind, behandeln moderne Sicherheitsstrategien Identitäten als neue Perimeter. MSSPs konzentrieren sich verstärkt auf Identity Threat Detection and Response (ITDR). Sie überwachen Anmeldemuster, Zugriffsrechte und Dienstkonten, um identitätsbasierte Angriffe zu stoppen, bevor sie eskalieren.
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Managed Security als strategische Geschäftsentscheidung

Die Partnerschaft mit einem MSSP ist heute keine reine IT-Entscheidung mehr, sondern ein strategisches Geschäftsimperativ. Ein erfolgreicher Cyberangriff kann zu erheblichen finanziellen Verlusten, schwerem Reputationsschaden und massiven Betriebsstörungen führen. Gleichzeitig wird die regulatorische Landschaft strenger. In Europa etwa stellt die NIS2-Richtlinie hohe Anforderungen an Cybersicherheit und Meldepflichten in vielen Sektoren und erhöht den Druck auf Unternehmen, Compliance nachzuweisen.

Durch die Nutzung der Expertise und Skaleneffekte eines MSSP können Unternehmen eine robuste Sicherheitsposition aufbauen, die regulatorische Standards erfüllt und kritische Assets schützt. Interne IT-Teams gewinnen so Kapazitäten für strategische Projekte, anstatt mit der ständigen Bedrohungsüberwachung beschäftigt zu sein. Im Zeitalter des KI-beschleunigten Cybercrime bieten Managed Security Services die spezialisierte Expertise und die kontinuierliche Wachsamkeit, die für Resilienz und sichere Geschäftsabläufe nötig sind.

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