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IBM Enterprise Advantage: KI-Plattformen für den Unternehmenseinsatz

19.01.2026 - 20:56:12

IBM lanciert einen plattformunabhängigen Beratungsservice, der Firmen beim produktiven Einsatz agentischer KI-Systeme unterstützt und die Kluft zwischen Pilotprojekten und Vollproduktion überbrückt.

IBM lanciert einen neuen Beratungsservice, der Unternehmen beim Aufbau eigener, skalierbarer KI-Plattformen unterstützt. Das Angebot zielt darauf ab, die Lücke zwischen Pilotprojekten und flächendeckendem Einsatz zu schließen.

ARMONK, New York / 19. Januar 2026 – Die Experimentierphase mit Künstlicher Intelligenz ist vorbei, der Schritt in den produktiven Großbetrieb scheitert jedoch oft. Genau hier setzt IBM mit seinem neuen Beratungsservice IBM Enterprise Advantage an. Der IT-Konzern bietet Unternehmen einen Baukasten, um maßgeschneiderte, sogenannte agentische KI-Systeme über ihre gesamte Organisation zu skalieren. Kern des Angebots ist die interne KI-Plattform von IBM, die bereits bei über 150 Kundenprojekten eingesetzt wurde.

Der Start kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Eine neue Studie des IBM Institute for Business Value zeigt: 79 Prozent der befragten Führungskräfte erwarten, dass KI bis 2030 signifikant zu ihren Umsätzen beitragen wird. Die Realität sieht anders aus. Analysen deuten darauf hin, dass bis zu 95 Prozent aller KI-Pilotprojekte nie den Weg in die Vollproduktion finden. Gründe sind oft infrastrukturelle Hürden und mangelnde Governance-Strukturen.

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Eine bewährte Blaupause für skalierte KI

IBM Enterprise Advantage ist plattformunabhängig konzipiert. Kunden können ihre bestehenden Systeme bei Cloud-Anbietern wie Amazon Web Services, Google Cloud oder Microsoft Azure sowie IBMs eigener watsonx-Plattform einbinden. Die Flexibilität soll verhindern, dass Unternehmen in eine Vendor-Lock-in-Falle tappen und ihre bisherigen Technologieinvestitionen schützen können.

Das Herzstück des Services ist die Methodik von IBM Consulting Advantage. Diese interne, KI-gestützte Delivery-Plattform des Konzerns nutzt einen Marktplatz für branchenspezifische KI-Agenten und wiederverwendbare Assets. Laut IBM steigerte sie die Produktivität der eigenen Berater um bis zu 50 Prozent. Diese „Blaupause“ wird nun als Kundenservice verpackt.

Der Fokus liegt darauf, Workflows neu zu gestalten, KI mit Altsystemen zu verbinden und KI-Assistenten in einer sicheren, kontrollierten Umgebung einzusetzen. Frühe Anwender gibt es bereits. Das globale Bildungsunternehmen Pearson baut damit eine eigene KI-Plattform, die menschliche Expertise mit KI-Assistenten verknüpft. Ein nicht genannter Industriekonzern nutzte den Service, um seine Generative-AI-Strategie umzusetzen – von der Identifikation wertvoller Anwendungsfälle bis zum Einsatz von KI-Assistenten in verschiedenen Technologiebereichen.

Die Governance-Hürde überwinden

Die größte Herausforderung beim KI-Rollout ist oft die Integration in Kernprozesse bei gleichzeitiger Einhaltung von Compliance und Kontrolle. IBM setzt hier auf einen plattformorientierten Ansatz mit strukturierter Anleitung, der Fachabteilungen und IT-Teams an einen Tisch bringen soll.

Diese Betonung von kontrollierter, nachvollziehbarer KI zeigt sich auch in einer separaten Ankündigung. Auf dem Weltwirtschaftsforum 2026 präsentierten IBM und das Telekommunikationsunternehmen e& eine gemeinsame agentische KI-Lösung für Unternehmens-Compliance. Sie soll Mitarbeitern helfen, komplexe Regulierungsdaten mit vollständiger Nachverfolgbarkeit zu interpretieren. Enterprise Advantage erweitert dieses Prinzip zu einem allgemeinen Framework für jedes Unternehmen.

Markt im Explosionsmodus

Der Launch fällt in eine Phase des radikalen Wandels. Der globale Markt für agentische KI – also Systeme, die nicht nur chatten, sondern eigenständig handeln können – wird bis 2034 auf fast 139 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von über 40 Prozent.

Die eigene Forschung von IBM unterstreicht diesen Trend. Führungskräfte erwarten, dass die KI-getriebene Produktivität bis 2030 um 42 Prozent steigt. 70 Prozent planen, diese Gewinne in Wachstum und Innovation zu reinvestieren. Die Ausgaben für KI sollen sich laut Studie verlagern: Statt auf Effizienz wird der Großteil (62 Prozent) bis 2030 für Innovationsprojekte verwendet werden.

Mit Enterprise Advantage positioniert sich IBM als Enabler dieser nächsten Digitalisierungswelle. Der Service, der ab sofort verfügbar ist, ist ein strategisches Bekenntnis: Die Zukunft der Unternehmensproduktivität liegt nicht im Kauf von Standard-KI-Modellen, sondern im Aufbau einer eigenen, fundierten und kontrollierten KI-Infrastruktur.

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