IBM Aktie: Unter Druck
24.02.2026 - 03:07:50 | boerse-global.deEin Satz aus der KI-Welt hat IBM diese Woche kalt erwischt. Nicht wegen enttäuschender Quartalszahlen, sondern weil plötzlich ein Teil des Beratungsgeschäfts infrage steht. Auslöser ist ein neues Tool des Start-ups Anthropic, das ausgerechnet bei einem IBM-Klassiker ansetzt: der Modernisierung alter COBOL-Systeme.
Warum Anthropic IBM trifft
Anthropic hat für sein Tool „Claude Code“ eine Funktion vorgestellt, die die Modernisierung von COBOL automatisieren soll. COBOL ist eine Programmiersprache aus den 1950ern – und trotzdem bis heute tief in der Infrastruktur von Banken, Versicherungen und anderen Großsystemen verankert. Laut Anthropic kann die KI Abhängigkeiten in komplexen Codebasen analysieren, Abläufe dokumentieren und Risiken schneller identifizieren als menschliche Berater.
Genau hier liegt der wunde Punkt: Die Erneuerung solcher Altsysteme war bislang ein zähes, lang laufendes Projektgeschäft – oft über Jahre. Wenn sich diese Zeitspanne tatsächlich auf Monate verkürzen lässt, verändert das das wirtschaftliche Modell hinter vielen Modernisierungsprojekten. Anleger haben diese potenzielle Verschiebung im Beratungs- und Servicegeschäft offensichtlich sofort eingepreist.
Der Markt reagiert ungewöhnlich hart
Die Aktie markierte gestern bei 189,44 € ein neues 52-Wochen-Tief. Auf 7-Tage-Sicht steht ein Minus von 13,12% zu Buche – ein klares Signal, wie nervös der Markt die möglichen Folgen der KI-Ankündigung bewertet.
Die Reaktion blieb nicht auf IBM beschränkt: Auch andere IT-Dienstleister gerieten laut Bericht unter Druck, während Investoren neu sortieren, wie viel Preismacht und Projektvolumen klassische IT-Beratung in einer stärker automatisierten Welt künftig noch hat.
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Analysten bleiben beim Langfristblick
Trotz des Abverkaufs gibt es Stimmen, die den Fokus breiter setzen. Jefferies-Analyst Brent Thill bekräftigte heute sein „Buy“-Rating und nannte ein Kursziel von 370 US-Dollar. Die Begründung: Das Wachstum hänge weniger an klassischen Mainframe-Themen, sondern stärker an Bereichen wie Hybrid Cloud, KI und Datenautomatisierung.
Parallel dazu treibt IBM intern den Umbau der Arbeitswelt voran. Für 2026 plant der Konzern, die Zahl der Berufseinsteiger-Einstellungen in den USA zu verdreifachen. Personalchefin Nickle LaMoreaux begründete das damit, dass Einschnitte bei Junioren später eine Lücke im mittleren Management reißen würden – und externe Rekrutierung dann teurer wird. Gleichzeitig sollen sich Einstiegsrollen verschieben: weg von Routine-Coding, hin zu mehr Kundenarbeit und komplexerer Problemlösung, weil KI Basisaufgaben übernimmt.
Unterm Strich prallt hier ein neues KI-Versprechen auf ein altes, gut kalkulierbares Beratungsgeschäft – und der Markt behandelt diese Kombination aktuell wie ein echtes Strukturthema, nicht wie eine normale Produktmeldung.
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