IBM, Aktie

IBM Aktie: KI-Konkurrenz schockt Anleger

25.02.2026 - 07:36:26 | boerse-global.de

Die Vorstellung eines KI-Tools zur COBOL-Modernisierung durch Anthropic löste bei IBM den stärksten Tagesverlust seit 2000 aus und stellt das profitable Mainframe-Geschäft infrage.

„Big Blue“ gerät ins Wanken. Ein neues KI-Tool des Startups Anthropic zielt direkt auf das profitabelste Kerngeschäft von IBM: die Mainframes. Die Sorge, dass künstliche Intelligenz die klassische Großrechner-Architektur schneller als erwartet überflüssig machen könnte, löste an den Märkten heftige Reaktionen aus. Während der Konzern beschwichtigt, fragen sich Investoren: Ist das Geschäftsmodell in Gefahr?

Historischer Kursrutsch

Auslöser für die Turbulenzen war die Vorstellung von „Claude Code“ durch das KI-Startup Anthropic. Das Tool wurde entwickelt, um die Modernisierung der alten Programmiersprache COBOL zu automatisieren und zu beschleunigen. Da rund 95 Prozent aller Geldautomaten-Transaktionen in den USA auf COBOL basieren, trifft dies den Kern von IBMs Infrastruktur-Sparte.

Die Marktreaktion war brutal: Die Aktie verzeichnete am 23. Februar den stärksten Tagesverlust seit dem Jahr 2000 und verlor über 13 Prozent an Wert. Rund 31 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung wurden vernichtet. Der aktuelle Kurs von 194,82 Euro spiegelt die anhaltende Verunsicherung wider, auch wenn sich das Papier nach dem initialen Absturz leicht stabilisieren konnte.

Übertriebene Sorgen?

Das Management versucht, die Wogen zu glätten. CEO Arvind Krishna bezeichnete den Abverkauf als Überreaktion. Er argumentiert, dass die öffentliche Debatte zu stark auf die Programmiersprache COBOL fokussiert sei und die zugrundeliegende Mainframe-Architektur ignoriere. Diese verarbeite täglich Milliarden verschlüsselter Transaktionen und sei nicht so leicht zu ersetzen. Zudem betreibt IBM mit dem „watsonx Code Assistant for Z“ eigene KI-Lösungen, um COBOL-Anwendungen zu modernisieren.

Dennoch bleibt der Druck auf die Bewertung hoch. Analysten sehen Risiken für das hochprofitable Beratungs- und Wartungsgeschäft, da Mainframe-Software allein fast 30 Prozent der gesamten Softwareerlöse des Konzerns ausmacht.

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Operative Lichtblicke

Abseits der hitzigen Debatte um die KI-Konkurrenz meldete das Unternehmen operative Fortschritte. Eine neue strategische Partnerschaft mit Deepgram soll die Sprach-KI-Fähigkeiten verbessern. Zudem konnte IBM einen wichtigen Erfolg im Regierungsgeschäft verbuchen: Die US-Raketenabwehrbehörde wählte das Unternehmen für einen milliardenschweren Rahmenvertrag zur Bereitstellung KI-gestützter Sensorik aus.

Mit einem Kursminus von über 21 Prozent seit Jahresanfang steht die Aktie weiterhin unter strenger Beobachtung. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob IBM in den kommenden Quartalen beweisen kann, dass die Mainframe-Sparte trotz aggressiver neuer KI-Wettbewerber stabil bleibt.

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