Iberdrola Aktie: Solar-Verhandlungen unterbrochen
12.04.2026 - 23:03:36 | boerse-global.deIberdrola macht in Brasilien Nägel mit Köpfen. Der spanische Energieriese hat seinen Anteil an der Tochtergesellschaft Neoenergia auf 98 Prozent ausgebaut und bereitet nun den endgültigen Squeeze-out vor. Damit festigt der Konzern seine Position in einem seiner wichtigsten Wachstumsmärkte, während er in Europa taktische Pausen einlegt.
Volle Kontrolle in Südamerika
Iberdrola investierte rund 980 Millionen Brasilianische Real, um weitere 14,2 Prozent an Neoenergia zu übernehmen. Der Preis pro Aktie lag bei 33,77 Real. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 soll die Tochtergesellschaft komplett integriert sein. Dieser Schritt ist Teil einer massiven Investitionsoffensive: Von den weltweit geplanten 58 Milliarden Euro bis 2028 fließen allein sieben Milliarden Euro nach Brasilien. Neoenergia gilt mit 40 Millionen Kunden und einem riesigen Stromnetz als Herzstück der regionalen Strategie.
Strategischer Stopp in Spanien
Parallel zur Expansion in Übersee zeigt sich Iberdrola in Europa wählerisch. Der geplante Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an einem spanischen Solarportfolio, bekannt als „Projekt Julieta“, wurde vorerst gestoppt. Marktberichten zufolge lagen die Preisvorstellungen der Bieter unter der angestrebten Bewertung von einer Milliarde US-Dollar. Der Konzern nutzt solche Verkäufe üblicherweise, um den Ausbau der Netzinfrastruktur zu finanzieren, für den bis 2028 über 13 Milliarden Euro vorgesehen sind.
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Juristisches Nachspiel und Marktlage
Zusätzlich sorgt ein Rechtsstreit für Unruhe. Ein Joint Venture von Iberdrola hat Klage gegen GE Vernova eingereicht, nachdem ein Liefervertrag für ein Windparkprojekt aufgekündigt werden sollte. Solche operativen Hürden belasten die Stimmung im Sektor. An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei 20,22 Euro. Mit einem RSI von 30,2 nähert sich das Papier technisch gesehen einer überverkauften Zone, nachdem der Kurs am Freitag um 1,17 Prozent nachgab.
Die kommenden Monate stehen im Zeichen der Portfolio-Optimierung. Während der Squeeze-out in Brasilien bis Mitte 2026 die volle operative Freiheit bringen soll, bleibt die Umsetzung der Asset-Rotation in Spanien ein zentraler Faktor für die Finanzierung der künftigen Netzinvestitionen.
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