Iberdrola Aktie: 4,5 Milliarden für Bahia bis 2030
13.06.2026 - 13:08:40 | boerse-global.de
Der spanische Energiekonzern Iberdrola steht vor einem Führungswechsel im Finanzressort. David Mesonero, bisher Leiter der Konzernentwicklung, steigt zum stellvertretenden Finanzchef auf.
Die Personalie gilt als Signal für die langfristige Nachfolge von CFO José Sainz Armada. Mesonero hat in den vergangenen Jahren mehrere Schlüsseltransaktionen verantwortet: den Verkauf des Mexiko-Geschäfts an Cox, den Kauf des britischen Netzbetreibers ENW sowie strategische Allianzen mit Masdar und Echelon.
Die Neuaufstellung betrifft auch die Bereiche interne Kontrolle, Investor Relations und Nachhaltigkeit. Iberdrola strafft die Führungsstrukturen, um schneller zu entscheiden.
Milliarden für Brasilien
Parallel dazu läuft die internationale Expansion weiter. Über die Tochter Neoenergia investiert Iberdrola 4,5 Milliarden Euro bis 2030 in die Stromnetze des brasilianischen Bundesstaats Bahia. Geplant sind 54 neue Umspannwerke sowie der Ausbau von Hoch- und Mittelspannungsleitungen.
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Brasilien absorbiert zwölf Prozent des gesamten Investitionsplans von 58 Milliarden Euro für die Jahre 2025 bis 2028.
Solar-Gemeinschaften in Portugal
Auch bei dezentralen Energielösungen macht der Konzern Fortschritte. In Portugal entstehen zehn Solar-Energie-Gemeinschaften. Zwei sind bereits in Betrieb, acht befinden sich in der Entwicklung.
Die Projekte sollen die Stromrechnungen der Teilnehmer um rund 30 Prozent senken. Tausende Haushalte profitieren, der CO?-Ausstoß sinkt deutlich.
Aktie mit Rückenwind
Der Konzern hat zuletzt ein Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen und 182,8 Millionen Anteile eingezogen – rund 2,7 Prozent des Grundkapitals. Grundlage war ein Rekordjahr 2025 mit einem Nettogewinn von 6,285 Milliarden Euro, ein Plus von zwölf Prozent.
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Die Iberdrola-Aktie notiert bei 20,27 Euro, ein Wochenplus von 3,31 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs 7,73 Prozent. Der RSI von 61 Punkten deutet auf eine moderate Aufwärtstendenz hin.
Bleibt die Kursentwicklung im Rahmen, könnte der nächste Impuls von der Dividende kommen: Der letzte Abschlag von 0,427 Euro je Aktie ist für Juli vorgesehen. Anleger schauen dann gespannt auf die nächste Ausschüttung.
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