IASP, Suiziden

IASP warnt vor assistierten Suiziden bei psychischen Erkrankungen

31.12.2025 - 21:15:12

Die International Association for Suicide Prevention stellt sich gegen die Normalisierung assistierter Suizide für psychisch Erkrankte und fordert stattdessen einen massiven Ausbau präventiver Hilfsangebote.

Die International Association for Suicide Prevention (IASP) stellt sich im Dezember 2025 entschieden gegen die Normalisierung assistierter Suizide für psychisch Erkrankte. Stattdessen fordert sie einen massiven Ausbau präventiver Hilfen. Diese ethische Weichenstellung markiert einen Wendepunkt im globalen Mental-Health-Diskurs zum Jahresende.

Ethische Grenzziehung: Kein Tod als Ersatz für Pflege

Angesichts weltweiter Gesetzesänderungen positionierte sich die IASP am 1. Dezember 2025 klar. Ihr neues Positionspapier warnt davor, den assistierten Tod als Lösung für Leiden zu normalisieren, die nicht unmittelbar lebensbedrohlich sind. Der Tod dürfe niemals Ersatz für mangelnde Pflege sein, so die Kernbotschaft.

Die Experten argumentieren: Bei chronischen psychischen Erkrankungen ist die Prognose oft unsicher. Situationen, die ausweglos erscheinen, können sich durch angemessene Interventionen ändern. Daher fordert die IASP von Staaten, die solche Gesetze erwägen:
* Die verbindliche Einbeziehung von Suizidpräventions-Expertise.
* Den systematischen Ausbau von psychosozialer, mentaler und palliativer Unterstützung bevor irreversible Schritte erwogen werden.

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Diese Position unterstreicht den Trend des Jahres 2025 – weg von bloßer Akzeptanz, hin zur aggressiven Förderung von Bewältigungskompetenzen.

Führungskräfte im Fokus: Psychologische Sicherheit wird zum Muss

Parallel zur ethischen Debatte hat sich die Arbeitswelt fundamental gewandelt. Psychologische Kompetenz ist für Führungskräfte 2025 kein optionaler “Soft Skill” mehr, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

Vorgesetzte werden zunehmend daran gemessen, ob sie psychologische Sicherheit in ihren Teams schaffen. Das geht über Stressmanagement hinaus. Es erfordert die Fähigkeit, emotionale Dynamiken früh zu erkennen und proaktiv zu steuern. Unternehmen, die diese Entwicklung vernachlässigen, kämpfen mit deutlich höheren Fluktuationsraten.

Aktuelle Daten untermauern den Handlungsdruck. Ein Update der DAK-Gesundheit zeigte im April 2025, dass psychisch bedingte Fehlzeiten in sozialen Berufen wie der Pflege weiter kritisch hoch sind. Betriebliches Gesundheitsmanagement muss daher präventiv wirken – durch kompetente Führung, die Belastungsgrenzen erkennt, bevor sie zu klinischen Diagnosen führen.

Forschung stärkt Prävention: Trauma und Resilienz im Blick

Die Wissenschaft lieferte 2025 wichtige Impulse für fundiertere Prävention. Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) veröffentlichte im Mai Forschungsergebnisse zu den intergenerationalen Auswirkungen von Traumata.

Die Erkenntnis: Frühkindliche Belastungen und sogar Trauma-Erfahrungen vorangegangener Generationen können die psychische Widerstandskraft massiv beeinträchtigen. Diese Einsicht floss direkt in neue Strategien ein. Ziel ist nun, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Resilienz gefährdeter Gruppen proaktiv zu stärken.

Auch auf politischer Ebene wurde gehandelt. In Österreich verlängerte das Gesundheitsministerium im Oktober das Unterstützungsprogramm “Gesund durch die Krise” für junge Menschen. Der Ansatz des Jahres 2025 ist klar: Prävention durch frühzeitige Kompetenzvermittlung statt reiner Krisenintervention.

Vom Bewusstsein zur konkreten Handlungsfähigkeit

Rückblickend war 2025 das Jahr der “Operationalisierung” von Mental Health. Nach den Jahren der Bewusstseinsschärfung (“Awareness”) forderte 2025 konkrete Handlungsfähigkeit (“Competence”).

Die IASP-Positionierung wirkt als ethischer Anker in einer Zeit, in der ökonomischer Druck gefährliche Auswege attraktiv erscheinen lassen könnte. Die Absage an Normalisierung zwingt Politik und Gesellschaft, stärker in Prävention zu investieren.

Gleichzeitig ist psychische Gesundheit in der Wirtschaft aus der “HR-Nische” herausgetreten. Wenn Führungstrends “Psychological Safety” zur Top-Priorität erklären, wird psychologische Kompetenz als direkter Produktionsfaktor verstanden. Der Markt reagiert mit einer Professionalisierung von Trainingsangeboten, die weit über klassische Stresskurse hinausgehen.

Was 2026 bringen wird

Die im Dezember 2025 gestellten Weichen bestimmen die Agenda für das kommende Jahr. Die internationale Gemeinschaft wird die Strategien vertiefen, etwa beim “SNEHA Suicide Update 2026” Ende Februar, bei dem die IASP als Partner fungiert.

Zudem dürften die Auswirkungen von Digitalisierung und KI auf die psychische Gesundheit 2026 zu ersten regulatorischen Vorschlägen führen. Experten prognostizieren, dass der Begriff der “digitalen psychologischen Kompetenz” zentral wird: die Fähigkeit, in einer KI-geprägten Welt mental gesund zu bleiben.

Für Unternehmen und Gesundheitssysteme bleibt die Botschaft klar: Der Druck, in proaktive Strukturen zu investieren, wird 2026 nicht nachlassen – er wird sich durch ethische Vorgaben und wirtschaftliche Notwendigkeit weiter verstärken.

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