Hyundai startet Massenproduktion eigener KI-Chips für Roboter
09.01.2026 - 10:02:12Hyundai setzt mit hauseigenen „Edge Brain“-KI-Chips auf volle Roboter-Autonomie – unabhängig von Internet und Cloud. Der Konzern will damit die „Physical AI“-Revolution anführen und seine Roboter-Ökosysteme massentauglich machen.
KI-Entscheidungen direkt im Roboter
Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas hat der südkoreanische Konzern einen strategischen Meilenstein verkündet: Die Massenproduktion seines eigenen KI-Chips „Edge Brain“ hat begonnen. Der Halbleiter verarbeitet Daten direkt im Roboter und macht ihn so unabhängig von einer ständigen Cloud-Verbindung. Das ist die Grundlage für den Einsatz in Umgebungen ohne stabiles Netz – etwa in Tiefgaragen, Aufzügen oder abgelegenen Industrieanlagen.
Entwickelt wurde der Chip in einer dreijährigen Partnerschaft zwischen Hyundais Robotics LAB und dem südkoreanischen KI-Chipspezialisten DEEPX. Die größte Herausforderung war dabei, die Rechenleistung bei minimalem Energieverbrauch zu halten. Der „Edge Brain“ kommt mit weniger als fünf Watt aus, was für batteriebetriebene Roboter entscheidend ist. Ein weiterer Vorteil: Sensible Daten verlassen das Gerät nicht, was das Cybersicherheitsrisiko deutlich senkt.
„Physical AI“ als strategische Vision
Hinter dem Chip steht Hyundais umfassenderes Konzept der „Physical AI“. Dabei geht es darum, fortschrittliche künstliche Intelligenz direkt in mechanische Hardware zu integrieren, die mit der realen Welt interagiert. „Wir bauen nicht nur Roboter, wir konstruieren ein nachhaltiges Roboter-Ökosystem“, erklärte Vizepräsident Dong Jin Hyun auf der CES. Das Ziel sei die „Robotisierung des Raums“, bei der intelligente Maschinen nahtlos zur alltäglichen Infrastruktur werden.
Passend zum Thema „Physical AI“: Viele Unternehmen unterschätzen die Anforderungen der EU-KI-Verordnung — und riskieren Bußgelder oder Einschränkungen beim Marktzugang. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und die nötige Dokumentation für Hersteller und Anbieter von KI‑Systemen, inklusive Praxis‑Tipps für Edge‑AI und Robotik. KI-Verordnung-Leitfaden jetzt herunterladen
Durch die vertikale Integration – die Kombination eigener Software-Algorithmen mit spezialisierter Hardware – kann Hyundai die Leistung exakt auf Mobilitäts- und Manipulationsaufgaben zuschneiden. Das ist effizienter als der Einsatz universeller Prozessoren.
Erste Roboter sind bereits im Einsatz
Die Technologie ist bereits erprobt. Der „Edge Brain“ steuert bereits zwei Systeme: „Facey“, ein Gesichtserkennungssystem für Zutrittskontrollen, und den autonomen Lieferroboter „DAL-e Delivery“. In Pilotprojekten, etwa im smarten Bürogebäude „Factorial Seongsu“ in Seoul, hat der Chip seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, komplexe Erkennungsaufgaben in Echtzeit zu bewältigen. Der Lieferroboter navigiert so selbstständig durch belebte Gänge.
Als nächstes soll der Chip in die mobile Plattform „Mobile Eccentric Droid (MobED)“ integriert werden. Der breite, kommerzielle Rollout beginnt 2026 zunächst in Logistikzentren und Smart Buildings, später in Krankenhäusern und Flughäfen.
Doppelstrategie: Eigene Hardware, globale KI-Partner
Die Chip-Produktion ist nur ein Teil von Hyundais Robotik-Offensive. Parallel verfolgt der Konzern eine Doppelstrategie. Während der „Edge Brain“ effiziente Autonomie für Serviceroboter liefert, arbeitet Hyundai mit Partnern wie Google DeepMind an hoch entwickelten KI-Modellen für humanoide Roboter. Diese sollen lernen, sich an menschliche Umgebungen anzupassen.
Beobachter sehen darin einen cleveren Schachzug. Während sich viele Wettbewerber vollständig auf Fremd-Halbleiter verlassen, sichert sich Hyundai durch die Eigenproduktion die Kontrolle über die grundlegende „Intelligenz“ seiner Maschinen. Gleichzeitig holt er sich über Partnerschaften das beste KI-Know-how von außen. So bleiben die Roboter auch bei Internetausfall funktionsfähig und sicher.
Standardisierung soll Kosten drücken
Mit der Massenproduktion will Hyundai nicht nur die Einsatzgebiete seiner Roboter erweitern, sondern auch die Kosten senken. Die Standardisierung der KI-Recheneinheit über verschiedene Robotertypen hinweg soll autonome Serviceroboter für mehr Unternehmen erschwinglich machen. Der Konzern nutzt dabei seine Expertise aus der Automobilfertigung, um Roboter-Komponenten in großem Maßstab zu produzieren.
Die Entwicklung zeigt, wie stark sich die Grenzen zwischen Automobilbau und Robotik auflösen. Für Hyundai ist die „Intelligenz“ einer Maschine offenbar zu einem Kernbauteil geworden, das man – ähnlich wie einen Motor – selbst beherrschen muss.
PS: Entwickeln Sie KI‑Chips oder autonome Roboter? Die Fristen der EU‑KI‑Verordnung laufen bereits – handeln Sie jetzt. Dieses kostenlose E‑Book zeigt konkret, wie Sie Ihr System richtig klassifizieren, Kennzeichnungen erstellen und die erforderliche Dokumentation aufsetzen, damit Ihr Produkt rechtssicher in Europa einsetzbar bleibt. Gratis E-Book zur EU-KI-Verordnung sichern


