HUMAIN, Milliarden

HUMAIN investiert 2,8 Milliarden Euro in Musks KI-Riesen

20.02.2026 - 23:51:12 | boerse-global.de

Das saudische Technologieunternehmen HUMAIN beteiligt sich mit 2,8 Milliarden Euro an Elon Musks fusioniertem SpaceX-xAI-Konglomerat, um dessen Vision solarbetriebener Weltraum-Rechenzentren zu finanzieren.

Saudi-Arabiens Technologieunternehmen HUMAIN steigt mit einer strategischen Milliardeninvestition zum Minderheitsgesellschafter bei Elon Musks neuem KI- und Raumfahrtkonglomerat auf. Die 2,8 Milliarden Euro fließen in das fusionierte Unternehmen aus SpaceX und xAI – ein klares Vertrauensvotum in Musks umstrittene Vision, den Energiehunger der Künstlichen Intelligenz mit Solarkraft aus dem All zu stillen.

Eine Fusion mit kosmischen Ambitionen

Die Finanzspritze folgt auf die spektakuläre Fusion von Musks KI-Firma xAI mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX Anfang Februar. Das neu geschaffene Konglomerat wird mit rund 1,15 Billionen Euro bewertet. Kern der Strategie ist ein ebenso ambitioniertes wie riskantes Vorhaben: ein Netzwerk solarbetriebener Rechenzentren im Weltraum zu errichten.

„Orbitale Rechenzentren werden innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre die kosteneffizienteste Lösung für KI-Berechnungen sein“, prophezeit Musk. Sein Plan klingt simpel: Die immense Rechenleistung moderner KI-Modelle wie Grok benötigt Unmengen an Energie und Kühlung – Ressourcen, die auf der Erde knapp und teuer sind. Im All hingegen scheint fast ununterbrochen die Sonne.

Durch die Fusion soll SpaceX mit seinen Raketen und dem Starlink-Satellitennetz die physische Infrastruktur liefern, während xAI die KI-Software entwickelt. Ein geschlossener Kreislauf, der den gesamten Prozess von der Energiegewinnung bis zur Datenverarbeitung kontrollieren will.

Saudi-Arabien festigt strategische Partnerschaft

Die Investition ist kein Einzelfall, sondern vertieft eine bestehende Allianz. Bereits im November 2025 vereinbarten HUMAIN und xAI den gemeinsamen Aufbau von über 500 Megawatt KI-Recheninfrastruktur in Saudi-Arabien. Dazu gehört auch die Einführung des Grok-KI-Assistenten in der Region.

HUMAIN, selbst vom staatlichen Saudi Arabian Public Investment Fund (PIF) unterstützt, wandelt sich damit vom regionalen Partner zum globalen Investor in Musks Tech-Imperium. Analysten deuten dies als Teil eines größeren Trends: Im KI-Wettlauf wird physische Infrastruktur und Rechenleistung mindestens so wichtig wie die Software selbst.

Wer kontrolliert die Rechenzentren, kontrolliert die KI – diese Logik treibt nicht nur Musk, sondern auch Konzerne wie Microsoft, Google und Amazon an. Der saudische Einstieg zeigt, wie stark nationale Interessen und staatliche Fonds diesen Infrastrukturwettlauf bereits mitfinanzieren.

Anzeige

Wer jetzt in KI-Infrastruktur investiert oder KI-Systeme entwickelt, muss die rechtlichen Anforderungen kennen. Ein kostenloses E‑Book zur EU-KI-Verordnung erklärt kompakt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, Dokumentationspflichten und wichtige Übergangsfristen – praxisnah für Unternehmen, Entwickler und Anbieter. Wenn Sie rechtssicher handeln wollen, holen Sie sich den Leitfaden. Kostenlosen Leitfaden zur EU-KI-Verordnung herunterladen

Turbulenter Umbau im KI-Labor

Die Integration von xAI in die SpaceX-Strukturen läuft nicht reibungslos. Intern wurde xAI in vier Teams neu organisiert: für den Grok-Chatbot, Kodiersysteme, das Videoprojekt „Imagine“ und die Simulationsinitiative „Macrohard“.

Dabei prallen unterschiedliche Unternehmenskulturen aufeinander. Die ursprünglich forschungsorientierte Atmosphäre von xAI muss sich dem ergebnisgetriebenen Ingenieursethos von SpaceX anpassen. Dieser kulturelle Wandel hat bereits personelle Konsequenzen: Mehrere xAI-Mitgründer verließen das Unternehmen.

Die Frage ist, ob unter diesem Druck die Innovationskraft leidet. Musk muss beweisen, dass die fusionierte Firma nicht nur visionäre Pläne schmiedet, sondern auch konkrete Fortschritte liefert – besonders beim Grok-Chatbot, der mit Konkurrenten wie OpenAI und Google mithalten muss.

Börsengang als nächstes Großereignis?

Mit der Fusion abgeschlossen und frischem Kapital versorgt, rückt ein weiterer Meilenstein in den Fokus: der Börsengang. Spekulationen über einen IPO noch 2026 nehmen zu. Ein solcher Schritt wäre einer der größten Börsendebüts der Geschichte.

Das fusionierte Unternehmen vereint gleich drei Zukunftstechnologien unter einem Dach: Raumfahrt, Satelliteninternet und Künstliche Intelligenz. Für Anleger wäre dies eine einzigartige Gelegenheit, in diese verzahnte Plattform zu investieren.

Doch zuerst muss Musk zeigen, dass seine Weltraum-Rechenzentren mehr sind als Science-Fiction. Die saudischen Milliarden geben ihm das nötige Kapital, um diesen visionären Weg weiterzuverfolgen – ein Weg, der buchstäblich zu den Sternen führen soll.

Anzeige

Wenn du diese Nachrichten liest, haben die Profis längst gehandelt. Wie groß ist dein Informationsrü

An der Börse entscheidet das Timing über Rendite. Wer sich nur auf allgemeine News verlässt, kauft oft dann, wenn die größten Gewinne bereits gemacht sind. Sichere dir jetzt den entscheidenden Vorsprung: Der Börsenbrief 'trading-notes' liefert dir dreimal wöchentlich datengestützte Trading-Empfehlungen direkt ins Postfach. Agiere fundiert bereits vor der breiten Masse.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Jetzt abonnieren.