HPE, Vultr

HPE: Vultr baut KI-Rechenzentren mit Nvidia

23.06.2026 - 04:08:21 | boerse-global.de

Hewlett Packard Enterprise baut sein KI-Infrastrukturgeschäft massiv aus und setzt auf Nvidia-Partnerschaften. Die Aktie verzeichnet starke Kursgewinne.

HPE investiert Milliarden mit Nvidia in KI-Rechenzentren
HPE - Nahaufnahme eines futuristischen Server-Racks in einem KI-Rechenzentrum mit leuchtenden Lichtern und Netzwerkkabeln. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hewlett Packard Enterprise baut sein Geschäft mit KI-Infrastruktur massiv aus. Gleich mehrere Partnerschaften und Produktneuheiten sprechen für eine klare Strategie: Der Konzern will zum führenden Anbieter von KI-Rechenzentren werden. Die Aktie notiert bei 42,39 Euro.

Seit Juni 2025 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Das Papier legte binnen zwölf Monaten um 175 Prozent zu. Vom Rekordhoch bei 55,20 Euro, das Anfang Juni erreicht wurde, trennen die Aktie rund 23 Prozent. Die jüngste Konsolidierung fällt moderat aus.

Vultr setzt auf HPE und Nvidia

Ein wichtiger Schritt: Der Hyperscaler Vultr beauftragt HPE mit dem Bau großflächiger KI-Rechenzentren. Die Anlagen nutzen die Nvidia-GPU GB300 NVL72 in Kombination mit HPE-Servern und Spectrum-X-Ethernet-Netzwerken. Das Ziel ist eine skalierbare Plattform für Training und Inferenz großer KI-Modelle.

Künftige Standorte sollen HPEs Flüssigkühltechnik integrieren. Das ermöglicht höhere Leistungsdichten bei geringerem Energieverbrauch. Vultr plant einen globalen Ausbau – HPE liefert die Infrastruktur.

Supercomputing für souveräne KI

Parallel dazu vereinfacht HPE den Zugang zu Supercomputern für staatliche Forschungseinrichtungen und große Unternehmen. Eine neue Software-Version von HPE Slingshot 400 erlaubt Multi-Tenancy auf Netzwerkebene. Das bedeutet: getrennte Nutzerumgebungen bei maximaler Datensicherheit.

Die Lösung richtet sich gezielt an „Sovereign AI"-Projekte. Immer mehr Länder bauen eigene KI-Infrastruktur auf, um sensible Daten im Inland zu behalten. HPE positioniert sich als Lieferant für diese sensible Nische.

Starke Prognosen für 2026 und 2027

Das Wachstum hat sich in den Zahlen niedergeschlagen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet HPE ein Umsatzplus von 29 bis 33 Prozent. Der freie Cashflow soll bei 3,5 Milliarden Dollar liegen. Ein Jahr später peilt der Konzern 4,5 Milliarden Dollar an.

Rund 75 Prozent dieses Cashflows will HPE an die Aktionäre zurückgeben. Details zur Ausschüttungspolitik stehen noch aus. Klar ist: Die Kombination aus KI-Boom, Netzwerk-Upgrades und Server-Modernisierung treibt die Nachfrage. Der Konzern profitiert gleich mehrfach.

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