HP verabschiedet Spectre und setzt voll auf KI-Laptops
19.04.2026 - 11:39:12 | boerse-global.deNew York / Palo Alto – HP hat seine gesamte Premium-Laptop-Reihe auf künstliche Intelligenz getrimmt und dafür sogar einen bekannten Markennamen geopfert. Auf der Veranstaltung HP Imagine 2026 Ende März stellte der Konzern seine neue Gerätegeneration vor, die das Ende der legendären Spectre-Baureihe einläutet. An ihre Stelle tritt die neue OmniBook Ultra-Familie, die ab April im Handel ist.
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Vom Spectre zum OmniBook: Ein Name für die KI-Ära
Die Umbenennung ist mehr als nur Kosmetik. Mit der Rückkehr des Namens OmniBook, der in den 1990er Jahren bereits existierte, schafft HP eine klare Trennlinie. „OmniBook Ultra“ soll fortan für die leistungsstärksten Consumer-Geräte stehen, die speziell für KI-Aufgaben optimiert sind. Das Herzstück der neuen Linie ist das HP OmniBook Ultra Flip 14, der offizielle Nachfolger des Spectre x360.
Das 14-Zoll-Modell behält das hochwertige Design seiner Vorgänger, setzt aber voll auf interne KI-Beschleuniger. Diese sogenannten NPUs (Neural Processing Units) ermöglichen es, Aufgaben wie Echtzeit-Videoeffekte oder lokale Bildgenerierung direkt auf dem Gerät auszuführen – ohne Cloud. Interessant: Während das 14-Zoll-Modell den neuen Namen trägt, wird die 16-Zoll-Variante von einigen Händlern noch als Spectre x360 16 (2026) geführt. Sie richtet sich weiterhin an Kreativprofis, die mehr Bildschirmfläche und Kühlleistung benötigen.
Leistungssprung: Bis zu 85 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde
Der technische Kern der neuen Geräte ist ein massiver KI-Leistungsschub. HP setzt dabei auf eine Drei-Säulen-Strategie bei den Prozessoren:
* Snapdragon X2 Elite: Bis zu 85 TOPS NPU-Leistung für maximale Effizienz.
* Intel Core Ultra Serie 3 (Panther Lake): Bietet bis zu 50 NPU-TOPS.
* AMD Ryzen AI 300: Liefert bis zu 55 TOPS für KI-Beschleunigung.
Erste Tests aus April 2026 bescheinigen den Geräten ein „MacBook-ähnliches“ Nutzungserlebnis im Windows-Ökosystem. Alltägliche Aufgaben sollen nahezu verzögerungsfrei ablaufen, was auch an einer besseren Optimierung von Windows 11 für diese Hardwareklasse liege. Unterstützt wird die Performance durch schnellen DDR5-Arbeitsspeicher und PCIe Gen 5-SSDs.
Design und Features für hybrides Arbeiten
Auch äußerlich hat HP nachgelegt. Die Gehäuse aus CNC-gefästem Aluminium wirken hochwertig und bleiben kühl. Ein großer Schritt ist der Wechsel zum 16:10-Seitenverhältnis bei den Displays, das mehr vertikale Arbeitsfläche bietet als die bisherigen 3:2-Bildschirme.
Die Technik dahinter kann sich sehen lassen: Viele Modelle verfügen über 3K OLED-Touchscreens mit variabler 120-Hz-Aktualisierungsrate. Zertifiziert als IMAX Enhanced, versprechen sie herausragenden Kontrast und Farbtreue.
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Für hybrides Arbeiten wurden die Multimedia-Features grundlegend überarbeitet. Nach der Übernahme des AV-Spezialisten Poly profitieren die Laptops nun von dessen Audio-Know-how. Vier Lautsprecher sollen für kristallklare Sprachübertragung in Videokonferenzen sorgen. Die neue 9-Megapixel-Infrarotkamera ermöglicht 4K-Video und passt sich automatisch an schlechte Lichtverhältnisse an. Sie unterstützt zudem Sicherheitsfunktionen wie „Walk-Away Lock“, das den Rechner automatisch sperrt, sobald der Nutzer den Raum verlässt.
Strategie: Klare Markenführung im harten Wettbewerb
Die Konsolidierung unter dem OmniBook-Dach ist eine strategiches Antwort auf den Wettbewerb. HP will mit einer klaren Premium-Marke wie Apple (MacBook) oder Dell (XPS) kontern. Gleichzeitig schafft das Unternehmen so eine bessere Abstimmung zwischen Consumer- (OmniBook) und Business-Produkten (EliteBook/ProBook).
Hinter dem Push steht eine klare Analyse: Laut HP-Studien sehen sich 62 Prozent der Büroangestellten mit gestiegenen Jobanforderungen konfrontiert. Die neue Hardware soll durch intelligente Automatisierung entlasten. Integraler Bestandteil ist die Software HP AI Companion, die mit Microsofts 365 Copilot zusammenarbeitet.
Ausblick: Falldisplays und Spezialgeräte
Während die Spectre-Linie im Klappformat ausläuft, bleibt ein besonderes Modell erhalten: der HP Spectre Foldable PC. Das 3-in-1-Gerät mit flexiblem OLED-Display fungiert als technologisches Vorzeigeprodukt, auch wenn es ein Premium-Preis bleibt.
Die erste Hälfte 2026 wird für HP vom OmniBook-Start geprägt sein. Der Markenerfolg hängt nun davon ab, ob die versprochenen Produktivitätsgewinne durch die leistungsstarken NPUs und die verbesserten Kollaborationstools die hohen Preise rechtfertigen können. Die Ära der Spectre ist vorbei – die der KI-Laptops hat begonnen.
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