HP EliteBoard G1a: Der Desktop-PC im Tastaturgehäuse
06.01.2026 - 18:00:12HP stellt mit dem EliteBoard G1a den klassischen Desktop-Rechner auf den Kopf. Das Unternehmen packt einen vollwertigen Business-PC mit KI-Chip in ein flaches Tastaturgehäuse – für maximal flexible Arbeitsplätze.
Las Vegas – Die Zukunft des Büro-Computers könnte flach und leicht sein. Auf der Technikmesse CES 2026 hat HP Inc. das EliteBoard G1a vorgestellt. Es ist ein radikaler Gegenentwurf zu klobigen Tower-PCs und All-in-One-Geräten. Der komplette Rechner steckt im Tastatur-Chassis, wiegt unter 800 Gramm und soll leistungsstarke KI-Berechnungen für unterwegs ermöglichen. Die Neuheit spiegelt einen klaren Branchentrend wider: Hardware muss sich den hybriden Arbeitsmodellen anpassen, bei denen Mitarbeiter keinen festen Schreibtisch mehr haben.
HP belebt mit dem EliteBoard ein fast vergessenes Konzept neu: den Computer in der Tastatur, bekannt von Heimcomputern der 1980er Jahre. Doch die Ausführung ist durch und durch modern und auf Unternehmen zugeschnitten. Mit nur zwölf Millimetern Dicke und etwa 750 Gramm Gewicht ist das Gerät leichter als die meisten Business-Laptops. Trotzdem beherbergt das Gehäuse ein vollständiges Mainboard, ein Kühlsystem und alle Anschlüsse.
Für IT-Abteilungen ist die Modularität entscheidend. Die Bodenabdeckung lässt sich abnehmen, um Arbeitsspeicher, Speicher und den Lüfter einfach austauschen zu können. Zwei USB-C-Anschlüsse (mit USB4) dienen zum Anschluss von Monitoren und zur Stromversorgung. Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 sind integriert. Für echte Mobilität im Büro bietet HP einen optionalen, integrierten 32-Wh-Akku an. So kann der Rechner beim Wechsel des Arbeitsplatzes einfach mitgenommen werden, ohne herunterzufahren.
Seit August 2024 gelten neue EU-Regeln zur KI – und viele Unternehmen unterschätzen die Pflichten, wenn sie Geräte mit lokalem KI‑Chip einsetzen. Gerade Hardware wie das neue HP EliteBoard, die KI-Aufgaben direkt am Arbeitsplatz verarbeitet, muss Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und eine detaillierte Dokumentation erfüllen. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden fasst die wichtigsten Anforderungen, Übergangsfristen und eine praxisorientierte Checkliste für IT‑Abteilungen kompakt zusammen, damit Sie Compliance rechtssicher planen können. Gratis-Leitfaden zur EU-KI-Verordnung herunterladen
KI-Leistung für das Unternehmen: Starke Hardware im Mini-Format
Das kompakte Äußere täuscht. Unter der Haube steckt Hardware für anspruchsvolle Geschäftsanwendungen. Das EliteBoard wird von AMDs Ryzen AI 300 Serie angetrieben. Diese Prozessoren verfügen über eine dedizierte Neural Processing Unit (NPU) mit mehr als 50 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Damit qualifiziert sich das Gerät als „Copilot+ PC“ und kann lokale KI-Aufgaben und erweiterte Windows-Funktionen nativ verarbeiten.
Technische Dokumente zeigen: Das System unterstützt bis zu 64 GB LPDDR5x-Arbeitsspeicher und bis zu 2 TB PCIe Gen4 NVMe-Speicher. Die Grafikleistung liefert die integrierte AMD Radeon 800M Serie, die laut HP bis zu zwei 4K-Monitore gleichzeitig antreiben kann. Guayente Sanmartin, Senior Vice President bei HP, betont das Ziel: „Wir wollen die Hürden für Mitarbeiter abbauen und lokale KI-Leistung in einem Design liefern, das mit dem Tempo der modernen Arbeit mithält.“
Sicherheit für hybride Arbeit: Enterprise-Features für mobile Geräte
Als Lösung für den Corporate-Bereich kommt das EliteBoard mit HP Wolf Security daher. Die Suite bietet hardwaregestützten Schutz vor Firmware-Angriffen und anderen fortschrittlichen Bedrohungen. Dieser Sicherheitsfokus soll Bedenken ausräumen, die bei mobilen Geräten außerhalb des gesicherten Büros bestehen.
Das Gerät positioniert sich als ideale Lösung für Unternehmen mit „Hot-Desking“-Modellen. Statt an jedem Platz einen vollständigen Tower-PC zu unterhalten oder schwere Laptops auszugeben, können Firmen einfach Monitore und Docking-Stations bereitstellen. Mitarbeiter stecken dann nur ihr EliteBoard ein und starten sofort durch. Branchenbeobachter sehen hier Potenzial für deutlich reduzierte Hardwarekosten und weniger Kabelsalat im Büro – bei gleichbleibender Nutzererfahrung.
Marktkontext: Lücke zwischen Laptop und Desktop schließen
Die Einführung des EliteBoard G1a kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Hersteller nach neuen Impulsen für den PC-Markt suchen. Hybride Arbeitsmodelle sind zur Norm geworden. Während ähnliche Konzepte wie der Raspberry Pi 400 bereits für Hobbyisten und den Bildungsmarkt existieren, gehört das EliteBoard zu den ersten Geräten, die High-End-x86-Leistung und Enterprise-Manageability in dieses Format bringen.
Analysten sehen darin eine Brücke zwischen der Portabilität eines Laptops und der Ergonomie eines Desktop-Arbeitsplatzes. Indem HP die Recheneinheit vom Bildschirm trennt, adressiert das Unternehmen eine häufige Redundanz: Viele Laptop-Nutzer arbeiten ohnehin angedockt an externen Monitoren. Der Erfolg des Konzepts wird jedoch stark von der Verbreitung von USB-C-Monitoren mit Power Delivery in Unternehmen abhängen, da das Gerät auf externe Peripheriegeräte angewiesen ist.
Verfügbarkeit und Ausblick: Start im März 2026
HP hat bestätigt, dass das EliteBoard G1a im März 2026 auf den Markt kommen soll. Obwohl die genauen Preise noch nicht bekannt sind, wird das Gerät voraussichtlich im Bereich von mittleren bis hochpreisigen Business-Laptops angesiedelt sein.
Während Unternehmen ihre Rückkehr-ins-Büro-Strategien weiter verfeinern, könnten Geräte wie das EliteBoard einen Trend zu „Bring Your Own Compute“-Richtlinien einläuten. Sollte der Launch erfolgreich sein, dürfte er andere große Hersteller ermutigen, ähnliche dekonstruierte PC-Designs zu erforschen. Das könnte das Tastatur-PC-Konzept noch in diesem Jahrzehnt zu einer festen Kategorie in der Unternehmenshardware-Landschaft machen.
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