Hormone, Erfolg

Hormone entscheiden über Erfolg beim Abnehmen

02.02.2026 - 23:23:12

Neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse zeigen, dass Leptin, Ghrelin, Insulin und Cortisol Gewichtsplateaus verursachen. Ein ganzheitlicher Ansatz zielt auf hormonelles Gleichgewicht.

Wer abnimmt, kennt den frustrierenden Moment: Trotz Diät und Sport stagniert das Gewicht. Dieses Abnehm-Plateau geht weit über einfache Kalorienrechnung hinaus. Neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse zeigen: Ein komplexes Hormonspiel sabotiert oft den Erfolg.

Leptin & Ghrelin: Die Hunger-Dirigenten

Im Zentrum stehen zwei Gegenspieler. Leptin signalisiert dem Gehirn Sättigung, Ghrelin löst Hunger aus. Während einer Diät fällt der Leptinspiegel, während Ghrelin ansteigt – der Körper wehrt sich hormonell gegen den Verlust. Bei Übergewichtigen kommt oft eine Leptinresistenz hinzu: Das Gehirn ignoriert die Sättigungssignale, obwohl die Speicher voll sind.

Insulin und Cortisol: Saboteure im Verborgenen

Das Blutzuckerhormon Insulin kann zum Problem werden. Eine kohlenhydratreiche Ernährung führt zu starken Ausschüttungen, die Fetteinlagerung fördern und langfristig eine Insulinresistenz begünstigen. Das erschwert den Fettabbau erheblich.

Parallel wirkt das Stresshormon Cortisol. Ein dauerhaft erhöhter Spiegel bremst den Stoffwechsel, fördert Heißhunger – besonders auf Süßes und Fettiges – und begünstigt die Einlagerung von Bauchfett.

Die Schilddrüse: Der Stoffwechsel-Motor

Die Schilddrüse gibt das Tempo vor. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) laufen alle Stoffwechselprozesse langsamer ab. Der Körper verbrennt selbst in Ruhe weniger Kalorien. Ein unerklärlicher Gewichtsstillstand ist daher oft ein Grund, die Schilddrüsenwerte ärztlich checken zu lassen.

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Vom Kalorienzählen zum Hormon-Management

Die Erkenntnisse leiten einen Wandel ein. Statt nur Kalorien zu zählen, rücken ganzheitliche Ansätze in den Vordergrund, die das hormonelle Gleichgewicht wiederherstellen.

  • Ernährung: Ausgewogen mit moderaten Kohlenhydraten stabilisiert den Insulinspiegel. Viel Protein fördert die Sättigung.
  • Lebensstil: Stressmanagement durch Yoga oder Meditation senkt Cortisol. Ausreichend Schlaf ist essenziell.
  • Strategie: Crash-Diäten sind kontraproduktiv. Sie verlangsamen den Stoffwechsel und verschärfen das hormonelle Chaos. Eine langsame, stetige Abnahme ist besser.

Die Zukunft: Maßgeschneiderte Lösungen

Die Forschung arbeitet an personalisierten Ansätzen. Künftig könnten individuelle Hormonprofile analysiert werden, um maßgeschneiderte Ernährungs- und Lifestyle-Pläne gegen das Plateau zu entwickeln. Die Botschaft: Ein Stillstand ist kein Versagen, sondern ein biologisches Signal. Der Schlüssel liegt im Verständnis der körpereigenen Steuerung.

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