Honor startet mit humanoidem Roboter in den Heimmarkt
27.02.2026 - 00:00:45 | boerse-global.deDer chinesische Smartphone-Hersteller Honor steigt in den Wettlauf um den ersten Haushaltsroboter ein. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellt das Unternehmen seinen ersten humanoiden Roboter vor – und wird damit zum ersten globalen Smartphone-Konzern, der in dieses umkämpfte Feld vordringt. Bisher wurde es von spezialisierten Roboterfirmen und Autoherstellern dominiert.
Die Ankündigung, nur Tage vor Beginn der Technologiemesse am 1. März, markiert eine strategische Wende für Honor. Das Unternehmen baut seine KI-Strategie zur embodied AI aus – also einer Intelligenz mit physischer Form, die mit der Welt interagieren kann. Ein Teaser-Video zeigt den Roboter im Zusammenspiel mit einem Honor-Gerät. Er soll für den direkten Kontakt mit Verbrauchern konzipiert sein, etwa für Assistenzaufgaben im Einzelhandel oder als Helfer im Haushalt.
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Der Traum vom Roboter für alle
Honors Schritt kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Humanoide Roboter gibt es seit Jahrzehnten, doch erst der Durchbruch bei KI-Modellen macht sie wirklich alltagstauglich. Fortschritte bei Sprach- und Bildverarbeitung ermöglichen es den Maschinen, ihre Umgebung besser zu verstehen und darauf zu reagieren. Diese Konvergenz von KI und Hardware treibt den Wechsel von der sterilen Fabrikhalle in das chaotische Zuhause voran.
In Barcelona wird Honor zudem sein neues Flaggschiff-Faltphone Magic V6 und einen experimentellen „ROBOT PHONE“ präsentieren. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft liegt in einem vernetzten Ökosystem aus intelligenten Geräten und robotischen Assistenten.
Ein Milliardenmarkt mit harter Konkurrenz
Der Markt für humanoide Robater wird bis 2028 auf über 13,8 Milliarden Euro geschätzt. Honor trifft auf ambitionierte Konkurrenten. Das norwegische Unternehmen 1X nimmt bereits Vorbestellungen für seinen Haushaltsroboter NEO an. Für rund 20.000 Euro soll er noch 2026 US-Haushalte erreichen.
Auch Tesla mit seinem „Optimus“ und Figure AI peilen eine Kommerzialisierung bis Ende 2026 an. Warum der Fokus auf dem Zuhause liegt? Experten glauben, dass die häusliche Umgebung trotz ihrer Komplexität einfacher für das Sammeln von Lern-Daten ist als eine hochspezialisierte Industriehalle. Das Ziel ist ein Universal-Assistent für unzählige Alltagsaufgaben.
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Chinas Aufstieg zur Roboter-Supermacht
Honors Ankündigung unterstreicht einen trend: Chinesische Tech-Firmen übernehmen die Führung in Entwicklung und Produktion humanoider Roboter. Getrieben von KI-Fortschritten und ihrer starken Fertigungsbasis haben sie US-Unternehmen bei Auslieferungszahlen wohl bereits überholt. Der Einsatz geht über reine Nutzanwendungen hinaus – einige Firmen setzen Roboter bereits in unterhaltsamen Tanzshows oder sogar auf der Bühne neben menschlichen Schauspielern ein.
Der lange Weg in die eigenen vier Wände
Die Verheißung eines hilfsbereiten Hausroboters ist groß, doch die Hürden sind es auch. Der Sprung von der Labor-Demo zum zuverlässigen, autonomen Helfer im echten Zuhause ist eine gewaltige technologische Herausforderung. Fragen der Sicherheit, des Datenschutzes und der Navigation in unvorhersehbaren Umgebungen mit Kindern oder Haustieren sind zentral.
Die ersten Modelle für Verbraucher werden zwischen 2026 und 2030 erwartet, wobei der hohe Preis zunächst eine breite Adoption verhindern dürfte. Doch mit fortschreitender Technologie und steigenden Stückzahlen sollen die Roboter leistungsfähiger und bezahlbarer werden. Honors Auftritt in Barcelona gibt einen Vorgeschmack auf eine Zukunft, in der Künstliche Intelligenz nicht mehr nur auf Bildschirmen lebt, sondern auf zwei Beinen durch unser Wohnzimmer läuft.
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