Honeywell: Quantinuum reicht IPO-Antrag ein
02.05.2026 - 16:03:43 | boerse-global.deHoneywell beendete die letzte Aprilwoche 2026 mit einem Kurs von 212,53 Dollar. Während klassische Industriezweige unter Druck stehen, befeuert der Boom bei Rechenzentren das Geschäft des US-Konzerns. Besonders die Gebäudetechnik profitiert massiv von der Nachfrage nach effizienter Kühlung.
Boom in der Gebäudetechnik
Das Segment Building Automation wuchs organisch um acht Prozent auf 1,88 Milliarden Dollar. Treiber sind vor allem Krankenhäuser und Rechenzentren. Letztere benötigen komplexe Flüssigkühlungen statt klassischer Klimaanlagen.
Honeywell liefert hierfür die notwendige Steuerungstechnik. Dazu passt der Trend zur Eigenstromversorgung von Rechenzentren. Der Konzern nutzt hier seine Erfahrung mit Systemen zur Stromautomatisierung.
Fokus auf Automatisierung
Parallel dazu treibt das Management den Konzernumbau voran. Honeywell einigte sich auf den Verkauf seiner Sparte für Lagerlösungen an American Industrial Partners. Auch das Geschäft mit Produktivitätslösungen steht vor dem Verkauf.
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Beide Deals sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein. Besonders spannend: Die Quantencomputer-Tochter Quantinuum strebt an die Börse. Ein vertraulicher Entwurf für den US-Börsengang wurde bereits eingereicht.
Honeywell plant ferner für Juni 2026 die Abspaltung seiner Luftfahrtsparte. Dieser Schritt soll die Konzernstruktur weiter vereinfachen.
Geopolitische Bremsspuren
Allerdings belasten geopolitische Spannungen die Bilanz. Der Konflikt im Nahen Osten kostete im ersten Quartal rund 0,5 Prozent des Umsatzes. Besonders die Prozessautomatisierung litt unter verzögerten Lieferungen.
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Diese Verzögerungen könnten den Gesamtumsatz im laufenden Quartal um etwa ein Prozent drücken. In der Prozessautomatisierung sank der organische Umsatz bereits um sechs Prozent.
Analysten bewerten den Wandel zum reinen Automatisierungskonzern dennoch positiv. Barclays sieht das Kursziel bei 243 Dollar. Citigroup traut der Aktie sogar 257 Dollar zu. Ein Auftragsbestand von 38 Milliarden Dollar stützt diese Zuversicht für das restliche Jahr.
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