Honeywell: 317 Millionen Aktien nach 1:2-Split
09.06.2026 - 11:05:01 | boerse-global.de
Honeywell steht vor einer historischen Zäsur. Ende Juni spaltet der Industriekonzern seine lukrative Luftfahrtsparte ab. Zuvor beruhigt das Management die Anleger mit bestätigten Jahreszielen. Die Aktie geriet zuletzt dennoch massiv unter Druck.
Der Fahrplan für die Aufspaltung
Der Zeitplan für den Umbau steht. Ende Juni bringt Honeywell die Luftfahrtsparte an die Börse. Aktionäre erhalten für zwei alte Papiere eine neue Aktie der Aerospace-Sparte.
Im Anschluss verknappt der Konzern sein eigenes Angebot. Ein Reverse Split im Verhältnis 1:2 halbiert die verbleibende Aktienzahl. Die Maßnahme reduziert die ausstehenden Papiere auf rund 317 Millionen Stück. Der gesamte Vorgang bleibt für Aktionäre steuerfrei.
Prognose für das Restgeschäft
Für das laufende Jahr hält das Management an seinen Zielen fest. Der Gesamtumsatz soll zwischen 38,8 und 39,8 Milliarden US-Dollar liegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie steigt voraussichtlich auf bis zu 10,65 Dollar.
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Spannender ist der Blick auf das künftige Kerngeschäft. Der Fokus: Automatisierung. Die verbleibende "Honeywell Technologies" peilt hier einen Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll dabei um bis zu 28 Prozent zulegen.
Schwache Kursentwicklung
Am Aktienmarkt überwiegt aktuell die Skepsis. Die Honeywell-Aktie verlor innerhalb einer Woche rund neun Prozent an Wert. Am Montag schloss das Papier bei 184,02 Euro. Damit rutschte der Kurs knapp unter die wichtige 200-Tage-Linie.
Ein technischer Indikator liefert etwas Hoffnung. Der Relative-Stärke-Index nähert sich dem überverkauften Bereich. Seit Jahresbeginn behauptet die Aktie immerhin noch ein Plus von gut zehn Prozent.
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Ende des Monats müssen die Verantwortlichen liefern. Auf einem Investorentag in New York präsentiert das Management die detaillierte Langfriststrategie für beide Unternehmen. Dort erwartet der Markt konkrete Antworten zur künftigen Kapitalallokation nach der Abspaltung.
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