HomePod, Apple HomePod Mini

HomePod im Mini-Format: Wie gut ist der Apple HomePod Mini als smarter 360-Grad-Speaker wirklich?

08.02.2026 - 20:09:38

Der HomePod Mini verspricht vollen 360-Grad-Sound, Siri und Smart-Home-Hub im Handteller-Format. Wie gut schlägt sich der kleine HomePod im Alltag – und für wen lohnt sich der Apple-Speaker wirklich?

Auf dem Schreibtisch wirkt der Apple HomePod Mini fast wie ein Deko-Objekt: klein, rund, unscheinbar. Bis er das erste Mal spielt. Dann wird schnell klar, warum der HomePod so viele Fans hat – die Kugel füllt mühelos Küche, Bad oder Schlafzimmer mit Sound. Die Frage ist nur: Reicht das auf Dauer oder braucht es doch den großen Bruder?

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Der Apple HomePod Mini setzt wie der große HomePod auf 360-Grad-Audio. Im Inneren arbeitet ein Fullrange-Treiber mit zwei passiven Radiatoren, angetrieben vom S5-Chip, der ständig analysiert, was gerade abgespielt wird. Ergebnis: Für seine Größe überraschend satter Bass, dazu klar verständliche Stimmen – perfekt für Podcasts, Radio und Serien im Nebenraum. Kaum zu glauben, dass dieser Sound aus so einer kleinen Kugel kommt, auch wenn er physikalisch natürlich nicht an ausgewachsene Wohnzimmer-Boxen heranreicht.

Durch das nach unten abstrahlende Akustik-Design verteilt der Apple HomePod Mini den Klang gleichmäßig im Raum. Du musst nicht den perfekten "Sweet Spot" finden, um die Musik zu genießen. Wer zwei Exemplare koppelt, kann ein Stereo-Paar einrichten. Dann legt der HomePod im wahrsten Sinne eine Schippe drauf: breitere Bühne, bessere Ortung von Instrumenten, deutlich mehr Fülle. Für ein kleines Wohnzimmer oder ein Studio-Apartment ist das oft schon die Komplettlösung.

Im Vergleich zu größeren Speakern – etwa dem großen HomePod oder massiven Soundbars – fehlt dem HomePod Mini natürlich der ganz tiefe Subbass und der Druck, den man bei Film-Abenden auf der Couch erwartet. Wer Heimkino-Sound sucht, wird also eher zum großen Setup greifen. Aber als smarter Speaker für Küche, Schlafzimmer oder Homeoffice liefert der HomePod erstaunlich ausgewogen ab, vor allem, wenn ohnehin ein iPhone oder Mac im Einsatz ist und AirPlay 2 genutzt wird.

Apple baut den HomePod Mini tief in das eigene Ökosystem ein. Über die Touch-Oberfläche steuerst du Musik, nimmst Anrufe an oder rufst Siri. Mit einem iPhone lässt sich der HomePod per U1-Chip besonders elegant bedienen: Hältst du das iPhone an den Speaker, wandert die laufende Musik quasi nahtlos auf den HomePod. Das fühlt sich fast magisch an und macht den HomePod zu einem natürlichen Verlängerungsstück deines iPhones.

Siri ist der zentrale Assistent auf dem HomePod Mini. Musik steuern, Timer setzen, Nachrichten vorlesen, Smart-Home-Geräte schalten – all das klappt per Sprache. In der Praxis hört der HomePod dich auch bei Hintergrundmusik erstaunlich zuverlässig. Siri stellt sich manchmal allerdings ein wenig pingelig an, wenn Befehle zu verschachtelt sind oder Namen von Playlisten kreativ ausfallen. Für Alltagsroutinen wie "Hey Siri, gute Nacht" oder "Hey Siri, spiel meine Chill-Playlist" funktioniert das System im Apple-Kosmos aber nahezu reibungslos.

Spannend wird der HomePod Mini als Zentrale fürs Smart Home. Apple nutzt ihn als Home-Hub für HomeKit, und der kleine Speaker bringt Thread-Unterstützung mit. Thread ist ein energieeffizientes Mesh-Netzwerk speziell für Smart-Home-Geräte, das Reichweite und Zuverlässigkeit verbessert. Außerdem unterstützt der HomePod seit Updates auch den neuen Standard Matter, sodass du nicht mehr ausschließlich auf Apple-zertifizierte Hardware angewiesen bist. Der HomePod wird damit zu einem der kompakteren, aber zukunftssicheren Smart-Home-Knotenpunkte im Apple-Universum.

Das Intercom-Feature ist einer dieser typischen "Warum gibt es das nicht schon immer?"-Momente. Mit einem Befehl wie "Hey Siri, Intercom: Essen ist fertig" schickst du deine Nachricht gleichzeitig an andere HomePods, ausgewählte Räume oder sogar auf iPhones und Apple Watches im Haushalt. In der Praxis ersetzt das brüllende "Kommt essen!" im Flur und wirkt ganz nebenbei deutlich entspannter. Besonders in größeren Wohnungen oder in Häusern ist das eine echte Alltagserleichterung.

Beim Thema Datenschutz versucht Apple, sich bewusst von vielen Wettbewerbern abzugrenzen. Anfragen werden laut Apple so weit wie möglich lokal verarbeitet, und personalisierte Daten sind an deine Apple-ID gekoppelt, nicht an ein Werbeprofil. Wer bereits tief im Apple-Kosmos steckt, profitiert damit doppelt: erstens von der engen Verzahnung zwischen iPhone, iPad, Mac und Apple TV, zweitens von einem Setup, das weniger nach Datensammelei wirkt. Für Nutzer, die bereits Apple Music, Podcasts und vielleicht Apple TV+ verwenden, ist der HomePod praktisch der natürliche Center-Speaker im Alltag.

Im direkten Vergleich mit großen Multiroom-Systemen oder ausgewachsenen Bluetooth-Boxen zeigt sich die Positionierung des Apple HomePod Mini ziemlich klar. Er will kein Konzertsaal-Simulator sein, sondern ein smarter Alltagsbegleiter mit gutem, ausgewogenem Klang. Gegen große Wohnzimmer-Speaker hat er bei maximaler Lautstärke und Bassgewalt keine Chance. Aber dafür passt er in kleine Ecken, schlägt sich auf der Küchenarbeitsplatte hervorragend, reagiert blitzschnell auf Siri-Befehle und fungiert ganz nebenbei als Home-Hub für Thread- und Matter-Geräte.

Wer bereits andere Smart-Speaker kennt, merkt: Der HomePod legt in der Apple-Welt die Latte hoch. AirPlay 2, Multiroom, Stereo-Paar-Option, Intercom, HomeKit-Hub mit Thread/Matter – das Gesamtpaket ist schlüssig. Kritisch bleibt, dass sich alles deutlich am Apple-Universum orientiert. Ohne iPhone oder iPad wirkt der HomePod schnell limitiert, und einige Features entfalten erst dann ihre volle Stärke, wenn auch Apple Music an Bord ist. Im Apple-Kosmos ist das Paket dagegen fast unschlagbar.

Für wen lohnt sich der Apple HomePod Mini also? Wer eine kompakte, aber ernstzunehmende Audio-Lösung für Küche, Bad, Schlafzimmer oder Homeoffice sucht, bekommt mit dem HomePod einen überraschend kräftigen 360-Grad-Speaker mit Sprachsteuerung und Smart-Home-Funktion in einem. Ein einzelner HomePod deckt kleinere Räume souverän ab. Zwei Geräte als Stereo-Paar sind eine starke Alternative zu vielen günstigen HiFi-Komplettsets und dabei deutlich smarter.

Für große Wohnzimmer, Heimkino-Fans oder Nutzer, die komplett plattformoffen bleiben wollen, führt an größeren Speakern oder Soundbars allerdings kein Weg vorbei. Der HomePod ist klar auf Apple-User zugeschnitten. Genau dort spielt er dann aber seine Stärken aus: nahtlose Bedienung, clevere Features wie Intercom, ein ausgereiftes Smart-Home-Herz mit Thread/Matter – und ein Klang, der seine kompakte Größe immer wieder vergessen lässt.

Fazit: Der Apple HomePod Mini ist kein Bass-Monster, aber ein extrem smarter Allrounder. Perfekt für Küche, Bad, Kinderzimmer oder als günstiger Einstieg in ein Apple-zentriertes Smart Home. Wer bereits iPhone und Co. nutzt und einen kompakten Speaker mit 360-Grad-Audio, Siri und Smart-Home-Hub sucht, macht mit dem HomePod wenig falsch – vor allem, wenn im Angebotspreis zwei Stück für ein Stereo-Paar drin sind.

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