HomePod, Apple HomePod Mini

HomePod im Alltagstest: Wie gut schlägt sich der Apple HomePod Mini als smarter 360-Grad-Speaker?

08.05.2026 - 06:06:58 | ad-hoc-news.de

Der Apple HomePod Mini ist klein, klingt aber deutlich größer, als sein Name vermuten lässt. Wie alltagstauglich ist der HomePod wirklich – als Musikbox, Siri-Zentrale und Smart-Home-Hub?

HomePod im Alltagstest: Wie gut schlägt sich der Apple HomePod Mini als smarter 360-Grad-Speaker? - Foto: über ad-hoc-news.de
HomePod im Alltagstest: Wie gut schlägt sich der Apple HomePod Mini als smarter 360-Grad-Speaker? - Foto: über ad-hoc-news.de

Der Apple HomePod Mini wirkt auf dem Schreibtisch fast wie ein Accessoire – eine kompakte Stoffkugel mit leuchtender Touchfläche. Doch sobald du Play drückst, wird klar: Hier spielt mehr mit als nur Deko. Der HomePod presst erstaunlich viel Raumklang aus seinem Mini-Gehäuse und will gleichzeitig Schaltzentrale für dein Smart Home sein. Die Frage ist: Reicht dieser kleine HomePod im Alltag wirklich aus – oder braucht es doch den großen Bruder oder ganz andere Speaker?

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Apple positioniert den Apple HomePod Mini ganz bewusst als Einstiegsdroge ins eigene Ökosystem: kleiner Preis, kleiner Formfaktor, aber mit vielen der Funktionen, die man vom großen HomePod kennt. 360-Grad-Audio, Siri als Assistentin, Intercom-Funktion, Smart-Home-Hub mit Thread und Matter, Stereo-Paar-Option – auf dem Papier liest sich das wie ein vollwertiger Speaker. In der Praxis zeigt sich schnell, wo der HomePod glänzt und wo physikalische Grenzen bleiben.

Im Herzen des Apple HomePod Mini arbeitet der S5-Chip, den man sonst aus der Apple Watch kennt. Er analysiert das Audiosignal in Echtzeit und passt Lautstärke, Dynamik und Tuning an. Das ist kein Marketing-Buzzword, sondern im Alltag wirklich hörbar: Selbst wenn du leise hörst, bleiben Stimmen präsent, und bei höherer Lautstärke wird der Sound nicht sofort dünn oder schrill. Für einen so kompakten Smart Speaker ist das bemerkenswert, vor allem, wenn der HomePod mitten im Raum steht und sein 360-Grad-Klangbild ausspielen kann.

Der kleine HomePod nutzt ein Vollbereichs-Driver-System mit zwei passiven Radiatoren, die für den gefühlten Bass sorgen. Natürlich, echte Tiefbass-Orkane wie bei einem großen Wohnzimmer-Setup sind physikalisch nicht drin. Aber auf dem Küchentisch, im Bad oder im Schlafzimmer wirkt der Sound verblüffend satt. Kaum zu glauben, dass dieser Bass aus einer knapp 8,5 cm hohen Kugel kommt. Gerade bei Pop, R&B, Lo-Fi oder Podcasts spielt der HomePod Mini seine Stärken aus: Stimmen klingen klar, Musik hat Körper, und Apple optimiert das Ganze über Adaptive Audio ständig im Hintergrund.

Der HomePod bringt dabei ein echtes 360-Grad-Klangbild mit. Anders als typische Frontlautsprecher musst du ihn nicht exakt ausrichten. Stell den Apple HomePod Mini einfach auf die Kommode, Kücheninsel oder den Nachttisch, und der Sound verteilt sich rundum. Im Alltag bedeutet das: Du kannst dich durch den Raum bewegen, ohne ständig aus dem Sweet Spot zu laufen. Der Klang bleibt stabil, die Ortung der Musik wirkt zwar etwas diffuser, aber genau das passt zu einem Speaker, der Räume füllen soll, statt nur die Couch.

Das Thema Lautstärke ist interessant: Für eine normale Zwei- bis Dreizimmerwohnung hat der HomePod genug Reserven. Er kann deutlich lauter, als man ihm ansieht. In größeren, offenen Wohnküchen oder mit hohen Decken stößt er aber irgendwann an seine Grenzen. Dort hilft ein zweiter Apple HomePod Mini – dazu später mehr. Im direkten Vergleich zu voluminösen HiFi-Boxen oder großen Multiroom-Speakern wirkt er natürlich kompakter, aber für seine Größe spielt der HomePod erstaunlich souverän auf.

Ein zentraler Punkt beim Apple HomePod Mini ist Siri. Sie ist nicht nur Sprachfernbedienung für Musik, sondern das Interface für dein ganzes Smart Home. Du sagst: „Hey Siri, dimme das Licht im Wohnzimmer auf 30 Prozent“ – und der HomePod schickt die Befehle an deine kompatiblen Lampen. Oder: „Hey Siri, wie kalt ist es draußen?“ und der HomePod antwortet, ohne dass du dein iPhone in die Hand nehmen musst. Im Alltag nimmt man Siri oft beiläufig wahr, aber gerade dann merkt man, wie wichtig die Zuverlässigkeit ist.

Die gute Nachricht: In einem typischen Setting hört der HomePod Befehle sehr zuverlässig, selbst wenn Musik läuft. Die Mikrofone sind empfindlich, und Apple filtert Hintergrundgeräusche ordentlich heraus. Die weniger gute Nachricht: Siri bleibt Siri. Im Apple-Kosmos unschlagbar, was die Integration in Apple Music, HomeKit, Kalender, Erinnerungen oder Nachrichten angeht – aber bei offenen Fragen, komplexen Web-Suchen oder kleineren Sprachmissverständnissen wirkt sie noch immer etwas sturer als Alexa oder Google Assistant. Wenn du häufig spontane Wissenstests per Sprache machst, merkst du das.

Trotzdem: Wer ohnehin tief in der Apple-Welt steckt, erlebt Siri auf dem HomePod im Alltag als ziemlich praktischen Butler. Timer setzen beim Kochen, Nachrichten vorlesen lassen, Anrufe annehmen, Nachrichten über iMessage diktieren, HomeKit-Szenen starten – das alles funktioniert erstaunlich nahtlos. Und genau hier wird deutlich, für wen dieser HomePod gemacht ist: iPhone-User, die ihr Zuhause Stück für Stück smarter machen wollen und dabei eine solide Audio-Quelle gebrauchen können.

Ein Feature, das im Alltag unauffällig, aber extrem nützlich ist: Intercom. Der Apple HomePod Mini kann als kleines Hausfunksystem dienen. Du kannst per Siri oder per iPhone/Nachrichten-App eine Sprachnachricht an alle oder ausgewählte HomePods im Haushalt schicken. Ein Beispiel: „Hey Siri, Intercom: Das Essen ist fertig.“ – und schon ertönt die Nachricht in Kinderzimmer, Arbeitszimmer oder Flur. Wer früher mit voller Lautstärke durchs Haus gerufen hat, wird diese Funktion sehr schnell lieben, vor allem in Familien oder WGs.

Intercom funktioniert nicht nur von HomePod zu HomePod, sondern auch von deinem iPhone oder deiner Apple Watch aus. Du kannst also von unterwegs eine Nachricht nach Hause schicken, die dann über den HomePod Mini ausgespielt wird. Für viele Nutzer ersetzt das in gewisser Weise die klassische Gegensprechanlage – moderner, flexibler, und mit Sprachnachrichten, die auch später noch gehört werden können.

Der Apple HomePod Mini ist darüber hinaus ein vollwertiger Smart-Home-Hub. Er unterstützt Thread und Matter – zwei Standards, die aktuell dabei sind, die Smart-Home-Welt aufzuräumen. Thread sorgt dafür, dass kompatible Geräte ein eigenes, stabiles Mesh-Netzwerk bilden, das weniger von deinem WLAN-Router abhängt. Matter soll die Brücke zwischen verschiedenen Ökosystemen schlagen und Geräte kompatibler machen. Der HomePod ist hier mehr als nur Lautsprecher; er fungiert als Knotenpunkt für dein intelligentes Zuhause.

Im Alltag bedeutet das: Du kannst Smart-Home-Geräte direkt mit deinem Apple HomePod Mini verbinden, etwa Thread-fähige Steckdosen, Thermostate oder Sensoren. Der HomePod nimmt die Rolle einer Home-Hub-Instanz ein und ermöglicht die Steuerung auch von unterwegs, Automationen nach Zeit oder Auslösern und die Integration in Szenen. Wer bislang nur Philips Hue mit Bridge oder vereinzelte WiFi-Steckdosen nutzt, merkt schnell, wie viel mehr Ordnung durch eine HomeKit-/Home-App-Zentrale entsteht – und der HomePod übernimmt diesen Job gern.

Mit Matter wird der HomePod noch spannender. Viele neue Geräte setzen auf diesen Standard, und Apple hat ihn im HomePod bereits eingebaut. Das erleichtert langfristig den Kauf von Zubehör: Du musst weniger darauf achten, ob ein Hersteller explizit HomeKit supportet, sondern kannst dich an Matter orientieren. Klar, die Praxis ist noch im Fluss, aber der Apple HomePod Mini ist hier zukunftssicher aufgestellt und nicht nur eine hübsche Spotify-/Apple-Music-Box.

Ein starkes Argument für den kleinen HomePod ist die Stereo-Paar-Option. Zwei Apple HomePod Mini lassen sich zu einem Stereo-Setup verbinden – links und rechts. Plötzlich bekommt die Musik eine Bühne, Instrumente lassen sich besser orten, Stimmen rücken in die Mitte. Das ist keine Spielerei, sondern ein sehr realer Qualitätssprung, vor allem, wenn du gerne bewusst Musik hörst oder Filme und Serien mit besserem Klang unterstützen willst.

In Kombination mit einem Apple TV werden zwei HomePods zum Wohnzimmer-Upgrade. Du kannst das Stereo-Paar als Standard-Audioausgabe deines Apple TV wählen und so dein TV-Sound-Erlebnis massiv verbessern, ohne eine komplette Soundbar-Installation vorzunehmen. Explosionen klingen druckvoller, Dialoge klarer, und der virtuelle Raum wirkt größer. Natürlich ersetzen zwei HomePod Mini kein ausgewachsenes Surround-System mit Subwoofer, aber im typischen Wohnzimmer ist das Plus an Atmosphäre deutlich spürbar.

Wichtig zu wissen: Du kannst nur zwei identische Modelle als Stereo-Paar nutzen, also z. B. zwei Apple HomePod Mini und nicht einen Mini und einen großen HomePod mischen. Auch die Platzierung braucht etwas Feingefühl: Ideal sind leicht links und rechts vom Fernseher oder vom Sofa, auf ungefähr gleicher Höhe. Die Einrichtung selbst ist Apple-typisch simpel: Ein zweiter HomePod wird in der Home-App erkannt, und mit wenigen Taps ist das Stereo-Paar konfiguriert.

Im Alltag beeindruckt besonders, wie gut der Apple HomePod Mini sich ins Apple-Universum einfügt. Handoff ist ein Beispiel: Läuft auf deinem iPhone ein Song, kannst du es einfach an den HomePod halten – der Sound wechselt nahtlos vom Handy auf den Speaker. Kein Gefrickel mit Bluetooth-Menüs, kein Suchen nach AirPlay-Zielen, einfach nur Annähern. Genauso lässt sich der aktuelle Titel vom HomePod zurück aufs iPhone ziehen, wenn du die Wohnung verlässt.

AirPlay 2 sorgt dafür, dass du mehrere Lautsprecher gleichzeitig bespielen kannst: HomePods in Küche, Bad und Schlafzimmer, vielleicht ein AirPlay-fähiger Speaker im Wohnzimmer – alles synchron. Du kannst Räume per Home-App oder direkt per Siri gezielt ansteuern: „Hey Siri, spiele Jazz in der Küche und im Wohnzimmer.“ Der HomePod versteht diese Raumlogik, weil er tief in die Home-App integriert ist. Multiroom wird so von einem technischen Projekt zu etwas, das man tatsächlich nutzt.

Wer Apple Music nutzt, profitiert am meisten. Playlists, personalisierte Empfehlungen, Radiosender – alles lässt sich direkt per Stimme steuern. Du sagst einfach: „Hey Siri, spiel meine Chill-Playlist“ oder „Hey Siri, nächster Song“. Auch Spotify und andere Dienste funktionieren über AirPlay, aber die volle Sprachintegration ist klar auf Apple Music ausgerichtet. Das ist gewollt – und Teil der Antwort auf die Frage, ob der HomePod der richtige Speaker für dich ist.

In Sachen Design spielt der Apple HomePod Mini seine eigenen Stärken aus. Die kugelige Form, das dichte Mesh-Gewebe, die kleine leuchtende Oberfläche oben – alles sieht wie aus einem Guss aus. Der HomePod wirkt sowohl auf dem minimalistischen Schreibtisch als auch im vollgestellten Küchenregal nicht fehl am Platz. Farblich bietet Apple mehrere Varianten an, sodass du je nach Einrichtung wählen kannst, ob der HomePod auffallen oder möglichst unauffällig im Hintergrund verschwinden soll.

Die Touchfläche reagiert präzise: Lautstärke hoch und runter per Tippen, Play/Pause mit einem einfachen Tipp, und die farbige Lichtanimation zeigt dir, wenn Siri zuhört oder spricht. Viele Nutzende nehmen diese Fläche eher selten bewusst wahr, weil die Sprachsteuerung dominiert. Aber wenn du spät abends keine Sprachkommandos geben willst oder Besuch hast, ist es angenehm, dass du die Basisfunktionen auch still bedienen kannst.

Apple achtet traditionell stark auf Privatsphäre und Datensicherheit, und das gilt auch für den HomePod. Sprachaufnahmen werden standardmäßig nicht dauerhaft gespeichert oder mit deiner Apple-ID verknüpft, sondern anonymisiert und, so die Aussage von Apple, nur begrenzt für die Verbesserung von Siri genutzt – sofern du zustimmst. Du kannst in den Einstellungen kontrollieren, was gespeichert wird, und Sprachaufnahmen auch wieder löschen.

Im Vergleich zu manchen anderen Smart Speakern, bei denen Datenschutz eher eine Randnotiz ist, ist das für viele ein echtes Kaufargument. Der Apple HomePod Mini steht nun mal im Herzen deines Zuhauses, hört permanent auf das Codewort und hat Zugang zu sensiblen Informationen wie Terminen, Nachrichten oder HomeKit-Schlössern. Das Gefühl, dass hier nicht jede Sprachinteraktion direkt in Werbeprofile fließt, ist beruhigend – gerade, wenn Kinder im Haushalt leben.

Spannend wird es, wenn man den Apple HomePod Mini mit größeren Lautsprechern vergleicht – etwa mit klassischen HiFi-Systemen, Soundbars oder auch dem größeren HomePod. Rein physikalisch kann der kleine HomePod mit ausgewachsenen Boxen, die Subwoofer und größere Treiber an Bord haben, natürlich nicht mithalten. Tiefbass, Pegelreserven für große Räume, differenzierte Stereobühne aus einem klassischen Links-Rechts-Setup – hier setzt Größe Grenzen, die der schicke Kugel-Speaker nicht sprengen kann.

Im Alltag ist die Frage aber weniger „Kann der Apple HomePod Mini eine High-End-Anlage ersetzen?“ als „Reicht mir der Klang für das, was ich wirklich tue?“. Und da schneidet der kleine HomePod unerwartet gut ab. Für Hintergrundmusik beim Arbeiten, Kochen oder gemütlichen Abenden, für Podcasts, Hörbücher, Radio – der HomePod liefert mehr als genug. Erst wenn du sehr basslastige Musik liebst, gern sehr laut hörst oder in großen, offenen Lofts wohnst, spürst du den Wunsch nach „mehr“.

Interessant ist auch der Vergleich mit klassischen Smart Speakern anderer Marken. Viele dieser Geräte setzen stark auf Sprachassistenz und smarte Funktionen, vernachlässigen aber teilweise den Sound oder wirken in höheren Lautstärken angestrengt. Der Apple HomePod Mini versucht den umgekehrten Weg: Sound auf hohem Niveau für die Größe, gepaart mit einem Assistenten, der vor allem im Apple-Kosmos glänzt. Wer schon tief bei Apple ist, bekommt so ein Paket, das sich natürlicher anfühlt als ein zusammengewürfeltes Setup aus Speaker, separatem Hub und Fremd-App.

Gleichzeitig muss man klar sagen: Der Apple HomePod Mini entfaltet sein volles Potenzial nur dann, wenn du ohnehin mit iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und idealerweise Apple TV unterwegs bist. Wer Android nutzt, Spotify per Casting bevorzugt und keine HomeKit-Geräte hat, wird zwar auch Musik abspielen können, aber vieles bleibt ungenutzt. Dann wirkt der HomePod eher wie ein schickes Zubehör mit angezogener Handbremse, während andere Speaker im gleichen Preisbereich offener gegenüber verschiedenen Plattformen sind.

Bei der täglichen Nutzung fallen zahlreiche kleine Details positiv auf, die man in Specs-Listen kaum ablesen kann. Zum Beispiel, wie schnell der Apple HomePod Mini auf ein „Hey Siri“ reagiert, selbst wenn im Hintergrund ein lauter Wasserkocher, eine Dunstabzugshaube oder laufende Musik konkurrieren. Die Mikrofone arbeiten sauber, und die Erkennung von Sprachbefehlen ist meist treffsicher, solange du klar sprichst und die typischen Siri-Formulierungen kennst.

Der HomePod ist auch als Radiowecker eine angenehme Ergänzung im Schlafzimmer. Du kannst dir sanfte Musik, einen Lieblings-Radiosender oder eine bestimmte Playlist als Weckton aussuchen, dazu smarte Szenen wie „Rollos hoch, Licht langsam an“ kombinieren – alles gesteuert über Apples Home-App. Gerade hier spielt die Rolle des Apple HomePod Mini als Smart-Home-Hub erneut rein: Er ist nicht nur Klangquelle, sondern Teil deiner morgendlichen Routine.

Beim Musikhören selbst punktet der HomePod mit einem für seine Größe erstaunlich erwachsenen Klang. Höhen sind in der Regel klar, ohne spitz zu werden, Mitten wirken präsent, was Stimmen und akustische Instrumente gut zur Geltung bringt. Der Bass ist ausreichend kräftig, um moderne Produktionen nicht dünn klingen zu lassen, gleichzeitig aber kontrolliert, damit kleinere Räume nicht sofort dröhnen. Apple setzt dabei stark auf digitale Signalverarbeitung – Puristen mögen die reine DSP-Natur skeptisch sehen, aber im Alltagsergebnis überzeugt sie.

Die Limitierungen zeigen sich vor allem bei extrem basslastiger Musik oder sehr hohen Lautstärken. Dann merkt man, dass der Apple HomePod Mini versucht, den Bass etwas zurückzunehmen, um Verzerrungen zu vermeiden. Besser ein kontrollierter, etwas reduzierter Bass als ein wummerndes Chaos – aber wer Clubpegel im Wohnzimmer will, ist hier schlicht im falschen Produktsegment unterwegs. Für Filmabende oder Partys in normal großen Wohnungen reicht die Power dennoch überraschend oft aus, besonders, wenn du zwei HomePods als Stereo-Paar nutzt.

Was den Bedienkomfort betrifft, ist der Apple HomePod Mini typisch Apple: wenig sichtbare Einstellungen, dafür viel Plug-and-Play. Für Technik-Fans, die gern an Equalizern schrauben, Raumkorrekturen manuell einstellen oder verschiedene Tonmodi testen, ist das fast schon frustrierend. Für alle anderen hingegen wirkt es befreiend: Aufstellen, einrichten, fertig – der HomePod kümmert sich um den Rest. Die Kombination aus automatischer Anpassung und fester Apple-Sound-Signatur ist schmeichelnd abgestimmt und im Alltagserlebnis wichtiger als maximale Individualisierbarkeit.

Ein weiteres, oft unterschätztes Feature des HomePod ist die Fähigkeit, smarte Aktionen zeit- oder ereignisgesteuert auszuführen. Du kannst zum Beispiel festlegen, dass der Apple HomePod Mini abends automatisch eine bestimmte Playlist startet, sobald du nach Hause kommst und dein iPhone ins WLAN einloggt. Oder dass sich Lampen und Musik gleichzeitig aktivieren, wenn ein Bewegungssensor im Flur ausgelöst wird. Der HomePod ist dann nicht einfach nur Box, sondern das Gehirn hinter einem ganzen Set an vernetzten Geräten.

Auch kurzfristige Alltagssituationen lassen sich entspannter lösen: „Hey Siri, füge Milch zur Einkaufsliste hinzu“, „Erinnere mich in 20 Minuten an die Wäsche“ oder „Wie lange fährt man heute zur Arbeit?“ – all das läuft über den Apple HomePod Mini, ohne dass du dein iPhone finden, entsperren, nach der richtigen App suchen musst. Natürlich könnte man vieles auch mit AirPods und iPhone erledigen, aber der stationäre Charakter des HomePod wirkt wie ein stiller Assistent im Hintergrund, der immer bereit ist.

Wenn man den Apple HomePod Mini nüchtern betrachtet, ist er ein sehr spezifisches Produkt: ein kompakter 360-Grad-Lautsprecher, der vor allem im Apple-Universum seine volle Stärke ausspielt. Sein Sound ist für die Größe beeindruckend, der Smart-Home-Ansatz zukunftssicher dank Thread und Matter, und Siri ist als Haus-Assistentin gut genug, auch wenn sie nicht jede Webfrage brilliert beantwortet. Die Kombination aus Design, Audio und Ökosystem ist dabei der eigentliche Star.

Für welche Räume eignet sich der Apple HomePod Mini am besten? Ganz klar: Küche, Bad, Schlafzimmer, Homeoffice, kleinere Wohnzimmer oder als Ergänzung in Flur und Kinderzimmer. Immer dort, wo du dir hochwertige Hintergrundmusik, schnell gesetzte Timer, sanfte Wecker und bequeme Smart-Home-Steuerung wünschst. Als alleinige Hauptanlage für große Wohnzimmer oder Heimkino-Setups bleibt er aber ein Kompromiss – hier lohnt es sich, zumindest ein Stereo-Paar aus zwei HomePods zu bilden oder einen größeren Speaker einzuplanen.

Als günstiger Einstieg in die Apple-Smart-Home-Welt ist der Apple HomePod Mini allerdings schwer zu schlagen. Du bekommst mit einem einzigen Gerät Lautsprecher, Smart-Home-Hub, Intercom-Zentrale und Siri-Assistentin. Gerade, wenn du mehrere Räume nach und nach ausstatten willst, ergibt ein kleines Netzwerk aus mehreren HomePods viel Sinn: Musik im ganzen Haus, Intercom als modernes „Durchs-Haus-Rufen“, einheitliche Steuerung per Stimme – und das alles relativ unkompliziert.

Natürlich bleibt die Kernfrage: Lohnt sich dieser HomePod für dich persönlich? Wenn du hauptsächlich Android nutzt, stark auf Spotify, Google oder Amazon-Ökosysteme setzt oder möglichst viele offene Schnittstellen willst, ist der Apple HomePod Mini ehrlicherweise nicht der beste Fit. Dann gibt es Alternativen, die plattformneutraler arbeiten. Bist du jedoch mit iPhone, Apple Watch & Co unterwegs, sehnst dich nach einem aufgeräumten Smart Home und magst einen Sound, der für die Größe erstaunlich erwachsen ist, dann fügt sich der HomePod fast nahtlos in deinen Alltag ein.

Unterm Strich ist der Apple HomePod Mini kein lautes „Must-have“, sondern ein leiser, aber dauerpräsenter Begleiter. Er schreit nicht mit Specs, sondern überzeugt mit vielen kleinen Momenten: wenn du morgens die Lichter per Stimme dimmst, wenn du beim Kochen ohne Handy einen Timer stellst, wenn die Musik vom iPhone wie von Zauberhand auf den HomePod springt oder wenn du deine Kids per Intercom zum Abendessen rufst. Und jedes Mal denkst du kurz: „Stimmt, da war ja noch der HomePod“ – bis du ihn wieder nur als selbstverständlich wahrnimmst.

Für Küche und Bad ist der Apple HomePod Mini fast ideal: kompakt, schick, kabelgebunden, mit genug Reserven, um Wasserkocher, Dunstabzug oder Föhn zu übertönen. Im Schlafzimmer wirkt er als smarter Radiowecker, im Arbeitszimmer als konzentrierte Lo-Fi-Maschine und Sprachassistent für Termine und Erinnerungen. In all diesen Szenarien spielt der kleine HomePod seine Stärken aus, ohne sich aufzudrängen – und genau das macht ihn so alltagstauglich.

Wenn du also im Apple-Kosmos zu Hause bist und nach einem kompakten Speaker suchst, der mehr ist als nur Bluetooth-Box, sondern echtes 360-Grad-Audio, Siri-Steuerung, Intercom und Smart-Home-Hub in einem Gehäuse liefert, ist der Apple HomePod Mini eine sehr stimmige Wahl. Er wird deine High-End-Anlage nicht ersetzen, aber er wird dein Zuhause spürbar smarter und klanglich deutlich angenehmer machen.

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