HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klangcheck: Wie gut ist der Apple HomePod 2 als moderner Smartspeaker wirklich?

08.02.2026 - 23:31:04

Der Apple HomePod 2 will als Smartspeaker HiFi-Ambitionen und Smart-Home-Zentrale vereinen. Kann der HomePod 2 klanglich und technisch genug liefern, um ein echtes Upgrade – oder sogar ein Ersatz für eine Stereoanlage – zu sein?

Der erste Eindruck des Apple HomePod 2 ist weniger ein Blick als ein Geräusch: ein Raum, der sich langsam mit warmem, kontrolliertem Bass füllt, während Stimmen messerscharf aus der Mitte stehen. Der HomePod 2 wirkt wie ein schlichter Smartspeaker, spielt aber akustisch deutlich darüber. Die Frage ist: Reicht das Upgrade bei Klang, 3D Audio und Smart-Home-Funktionen, um ihn zur Schaltzentrale im Wohnzimmer zu machen – oder bleibt er ein Luxus-Accessoire für Apple-Fans?

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Äußerlich bleibt Apple beim bekannten, zylindrischen Mesh-Design: kompakt, unaufgeregt, fast schon wohnlich. Im Inneren steckt jedoch eine andere Geschichte. Der Apple HomePod 2 setzt auf einen kräftigen High-Excursion-Woofer und ein Ring-Array aus fünf Hochtönern, die nach oben und zur Seite abstrahlen. Gesteuert wird das Ganze von einem S7-Chip, der aus der Apple-Watch-Welt stammt und hier als akustischer Dirigent agiert.

Im Hörtest fällt sofort auf, wie kontrolliert der Bass bleibt. Der Woofer arbeitet mit Echtzeit-Monitoring: Ein eingebauter Bass-EQ analysiert die Membranbewegung und verhindert, dass der Sound aufgedunsen oder dröhnig wird. Gerade in kleineren Räumen ist das ein Segen – der Apple HomePod 2 füllt den Raum, ohne die Nachbarn direkt mit einzuladen. Die Mitten wirken stabil, Stimmen sitzen fokussiert und leicht nach vorne gezogen. Becken und Synth-Spitzen werden klar, aber selten scharf wiedergegeben, solange die Quelle passt.

Apple setzt erneut stark auf 3D Audio mit Dolby Atmos. Bei passenden Apple-Music-Tracks entsteht ein erstaunlich breites, beinahe kuppelartiges Klangfeld: Gitarren wandern hörbar seitlich an der Wand entlang, Ambient-Sounds scheinen deutlich über dem Gerät zu liegen. Der HomePod 2 nutzt seine fünf Tweeter gezielt, um virtuelle Positionen im Raum zu simulieren. Im Vergleich zum ersten HomePod mit seinem Sieben-Tweeter-Array ist die Bühne etwas anders gestaffelt, aber nicht zwingend schlechter: Sie wirkt fokussierter, weniger diffuse Breite, dafür mehr Klarheit in der Platzierung.

Richtig spannend wird es im Stereo-Paar: Zwei HomePod 2 koppeln sich automatisch und teilen die Bühne in links und rechts sauber auf. Dann kommt die Mischung aus klassischem Stereo und Apples Raumtricks ins Spiel. Der Effekt: Eine Art Mini-HiFi-Anlage im Gewand zweier Smartspeaker. Wer bisher eine Soundbar fürs Apple TV 4K im Blick hatte, dürfte hier ins Grübeln geraten. In vielen Wohnzimmern klingt ein Stereo-Paar HomePod 2 deutlich dreidimensionaler und musikalischer als so manche Mittelklasse-Soundbar.

Im Vergleich zur ersten Generation zeigt der HomePod 2 sich nuancierter. Der Bass ist etwas weniger brachial, dafür präziser und besser kontrolliert. Sprachverständlichkeit profitiert vom angepassten Hochtöner-Layout und neuerer Signalverarbeitung. Wer den ursprünglichen HomePod mochte, bekommt hier die verfeinerte Version – keine Revolution, aber eine hörbare Evolution. Interessant ist, dass der HomePod 2 gleichzeitig günstiger gestartet ist als der erste, was ihn im Apple-Kosmos unerwartet attraktiv macht.

Die intelligente Klanganpassung bleibt eine der großen Stärken. Der HomePod 2 misst mit integrierten Mikrofonen fortlaufend den Raum und passt seinen Frequenzgang dynamisch an. Steht er in einer Ecke, wird der Bass gezähmt, nahe an einer Wand korrigiert die Signalverarbeitung frühe Reflexionen. Du stellst den Apple HomePod 2 also dorthin, wo er wohnlich am besten passt – und nicht zwingend nach strengen HiFi-Regeln.

Als Smartspeaker spielt der HomePod 2 seine Rolle im Apple-Ökosystem fast schon selbstverständlich. Siri ist tief in HomeKit und die Home-App eingebunden und seit dieser Generation versteht der Lautsprecher auch Matter: Das heißt, er kann als Steuerzentrale (Home Hub) für eine wachsende Zahl herstellerübergreifender Smart-Home-Geräte dienen. Lampen, Steckdosen, Thermostate – solange sie Matter oder HomeKit unterstützen, lassen sie sich über den Apple HomePod 2 orchestrieren.

Im Alltag bedeutet das: „Hey Siri, Filmabend“ kann Licht dimmen, Rollos schließen und das Apple TV 4K einschalten, während der Smartspeaker selbst den Sound liefert. Automationen laufen via Thread und WLAN stabil und schnell, sofern das restliche Setup stimmt. Der HomePod 2 unterstützt zudem Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren im Inneren, was sich für Automationen nutzen lässt, etwa um einen Ventilator oder Luftbefeuchter zu steuern, wenn der Raumklima-Wert kippt.

Siri selbst bleibt Geschmackssache. Sprachbefehle rund um Musik, Timer, Smart Home und Nachrichten funktionieren inzwischen erstaunlich zuverlässig – vor allem im reinen Apple-Umfeld. Der Assistent reagiert zügig, versteht auch aus dem Nebenzimmer noch Kommandos und integriert sich tief mit iPhone, iPad, Apple Watch und Apple TV. Wer jedoch stark auf Drittanbieter-Dienste außerhalb von Apple Music setzt, merkt schnell, dass der Fokus klar auf dem eigenen Ökosystem liegt. Spotify etwa lässt sich zwar via AirPlay streamen, aber nicht so eng per Sprache steuern wie Apple Music.

Im Vergleich zu Alternativen wie Amazon Echo Studio oder Google Nest Audio positioniert sich der Apple HomePod 2 eindeutig als Premiumlösung für Apple-User. Der Klang wirkt im direkten A/B-Vergleich oft reifer, weniger effekthascherisch. Wo ein Echo Studio manchmal zur basslastigen Show neigt, bleibt der HomePod 2 kontrolliert und eher audiophil abgestimmt. Google punktet mit smarteren Assistenten-Fähigkeiten, Apple mit nahtloser Integration und besserer Audio-Hardware.

Für reinen Multiroom-Einsatz ist der Apple HomePod 2 ein angenehmer Alltagsbegleiter: Mehrere Geräte lassen sich via AirPlay 2 perfekt synchronisieren, Räume gruppieren und spontan vom iPhone aus anwerfen. Vom Frühstücksradio in der Küche bis zur Partyplaylist im Wohnzimmer – das Setup bleibt verblüffend stabil. Wer bereits einen alten HomePod oder HomePod mini besitzt, kann diese mit dem neuen Modell kombinieren, sollte aber bedenken, dass Stereo-Paare jeweils aus identischen Modellen bestehen müssen.

Bei der Bedienung setzt Apple wie gewohnt auf Reduktion. Oben auf dem Gerät sitzt ein Touchfeld mit dezentem Lichteffekt für Siri. Lauter, leiser, Play/Pause – mehr braucht es im Alltag tatsächlich nicht. Die meiste Interaktion läuft ohnehin über Sprache oder das iPhone. Praktisch: Ein Ultra-Wideband-Chip sorgt dafür, dass Übergaben von iPhone zu Apple HomePod 2 (und zurück) besonders flüssig klappen. Hältst du dein iPhone mit laufendem Track an den Smartspeaker, übernimmt der HomePod die Wiedergabe – inklusive haptischem Feedback auf dem Phone.

Kritisch anmerken lässt sich, dass Apple den üblichen Weg geht: kein klassisches Bluetooth-Streaming, kaum Einstellmöglichkeiten für manuelle EQ-Anpassungen und eine starke Fokussierung auf eigene Dienste. Wer gerne in Apps schraubt, DSP-Kurven anpasst oder quer durch Ökosysteme springt, wird das als Einschränkung empfinden. Umgekehrt profitieren Nutzer, die „einfach nur Musik hören“ wollen, von diesem Kontrollansatz – der Apple HomePod 2 macht im Hintergrund die komplizierten Entscheidungen und liefert im Vordergrund einen konsistent guten Klang.

Spannend ist die Rolle des HomePod 2 in Kombination mit Apple TV 4K. Hier mutiert er zur Soundlösung fürs Heimkino. Dolby Atmos wird unterstützt, und in vielen Setups erzeugt ein Stereo-Paar eine überraschend dichte, immersive Klangblase rund um den Fernseher. Explosionen bleiben druckvoll, Dialoge klar verständlich, und selbst leise Serien profitieren von der Stimmenbetonung. Für kompromisslose Heimkino-Enthusiasten ist das kein Ersatz für ein ausgewachsenes AVR-Setup mit separatem Subwoofer, aber für designbewusste Apple-Haushalte entsteht ein sehr stimmiges Paket.

Der Energieverbrauch wurde gegenüber dem Vorgänger optimiert. Im Standby-Modus bleibt der Apple HomePod 2 genügsam, unter Last ist der Verbrauch natürlich höher, aber angesichts der gebotenen Lautstärke vertretbar. Spannend ist, dass Apple stärker auf Nachhaltigkeit verweist: Rezyklierte Materialien im Gehäuse, energieeffizientere Komponenten und ein insgesamt kleinerer Fußabdruck sind klare Signale, wenngleich das in der Praxis schwer nachprüfbar bleibt.

Unterm Strich spielt der Apple HomePod 2 seine Stärken genau dort aus, wo Apple traditionell überzeugt: im Zusammenspiel mit anderen Geräten aus dem eigenen Ökosystem. Wer iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV nutzt, erlebt den Smartspeaker als nahtlosen Baustein – vom Musik-Streaming über Home-Office-Calls via AirPlay bis zur Sprachsteuerung des Smart Homes. Im Android-Universum hingegen ist der Mehrwert stark limitiert, was den HomePod 2 faktisch zu einem Produkt „für Apple-User only“ macht.

Für audiophile Hörer, die keine Racks voller Komponenten mehr wollen, liefert der Apple HomePod 2 einen erstaunlich erwachsenen Klang bei minimalistischem Setup. Der Bass drückt, ohne zu übertreiben, Stimmen werden fein contouriert, und 3D Audio bringt bei gut produzierten Tracks eine neue, fast schon intimen Perspektive auf bekannte Songs. Wer allerdings klassische HiFi-Anlagen mit großen Standlautsprechern und separatem Sub gewohnt ist, wird den HomePod 2 eher als hochwertige Ergänzung denn als Ersatz sehen.

Ob sich das Upgrade lohnt, hängt stark vom Einstiegspunkt ab: Besitzer eines HomePod mini erleben den Apple HomePod 2 als massiven Sprung in Sachen Fülle, Dynamik und Bühne. Nutzer des ursprünglichen HomePod bekommen eine raffiniertere, etwas neutralere Variante mit modernerem Smart-Home-Unterbau und Matter-Support. Wer noch gar keinen Smartspeaker von Apple im Haus hat, aber tief im Apple-Kosmos steckt, findet im HomePod 2 eine der aktuell musikalischsten Möglichkeiten, das Wohnzimmer klanglich und smart aufzuwerten.

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