HomePod 2 im Klangcheck: Wie gut ist Apples smarter Lautsprecher wirklich?
07.02.2026 - 12:57:42Der erste Schlag der Kickdrum, dann ein breiter Raum aus Stimmen, die sich fast körperlich im Wohnzimmer abzeichnen – genau dieses Gefühl will der HomePod 2 liefern. Apples zweiter Anlauf beim Apple HomePod richtet sich an alle, die mehr wollen als Hintergrundgedudel aus einem Smartspeaker. Die Frage bleibt: Ist der HomePod 2 das ersehnte Upgrade und vielleicht sogar ein Ersatz für die klassische Stereoanlage?
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Apple positioniert den Apple HomePod der zweiten Generation klar im Premiumsegment der Smartspeaker. Optisch bleibt vieles vertraut: der zylindrische Korpus mit akustisch transparentem Mesh, wahlweise in Weiß oder Mitternacht, dazu eine hinterleuchtete Touch-Oberfläche, die jetzt größer und präsenter wirkt. Wer den ersten HomePod kennt, erkennt die DNA sofort – nur wirkt der HomePod 2 etwas erwachsener, ruhiger, weniger „Gadget“ und mehr Designobjekt.
Spannend wird es im Inneren. Der HomePod 2 kombiniert einen großen High-Excursion-Woofer mit einem Ring aus fünf Hochtönern. Während der ursprüngliche HomePod noch sieben Tweeter an Bord hatte, setzt Apple jetzt auf weniger Treiber, dafür auf ein überarbeitetes akustisches Design. Gesteuert wird das Ganze vom S7-Chip, den man aus der Apple Watch kennt. Der Chip analysiert das Musiksignal in Echtzeit, passt die Entzerrung an und steuert die Beamforming-Algorithmen. Ergebnis: Der Bass drückt überraschend präzise, ohne das Wohnzimmer in einen vibrierenden Klangbrei zu verwandeln.
Der tieffrequente Bereich ist einer der größten Unterschiede zu vielen anderen Smartspeakern. Wo ein Echo oder kleiner Google-Lautsprecher eher mit aufgeblasenem, aber unkontrolliertem Bass arbeitet, bleibt der HomePod 2 konturiert. Kickdrums haben Attack, Kontrabässe behalten ihren Körper, selbst bei gehobener Lautstärke. Man merkt, dass Apple den Apple HomePod nicht nur als Sprachassistenten, sondern als ernstzunehmende Musikquelle sieht.
Die fünf Hochtöner sitzen ringförmig im unteren Bereich und spielen über akustische Wellenleiter in den Raum. Zusammen mit den eingebauten Mikrofonen, die die Raumakustik erfassen, formt der HomePod 2 ein 360-Grad-Klangfeld. Er misst die Reflexionen von Wänden und Möbeln und passt das Abstrahlverhalten an. In der Praxis heißt das: Selbst wenn der Smartspeaker in der Ecke steht, zieht er Stimmen und zentrale Instrumente von den Wänden weg und platziert sie präziser im Raum.
Besonders beeindruckend wird es mit 3D Audio und Dolby Atmos über Apple Music. Der HomePod 2 ist klar darauf optimiert. Mit einem einzelnen Gerät entsteht eher eine tiefe, hohe Klangblase als eine klassische Stereobühne, aber bei gut produzierten Atmos-Tracks bekommt man eine greifbare Vertikalität – Chöre, Hallfahnen und Synth-Pads scheinen sich oberhalb der Box zu entfalten. Im Doppelpack als Stereo-Paar legt der Apple Smartspeaker dann richtig los: Breite Bühne, klar getrennte Left/Right-Informationen und ein Bassfundament, das in kleineren Räumen problemlos die Standlautsprecher ersetzt.
Im Direktvergleich zum ersten HomePod fällt auf: Der HomePod 2 klingt etwas neutraler und erwachsener. Der Vorgänger wirkte in manchen Tracks minimal „HiFi-spektakulär“, mit einem leicht betonten Oberbass und präsenten Höhen. Der neue Smartspeaker spielt kontrollierter, Stimmen stehen sauber im Fokus, Sibilanten werden seltener giftig. Wer viel akustische Musik oder Jazz hört, wird diesen Schritt zu einem seriöseren Tuning zu schätzen wissen.
Aber ein moderner Apple HomePod wäre kein kompletter Wurf ohne Smart-Home-Integration. Siri ist der Türöffner. Sprachsteuerung bleibt Geschmackssache, doch mit dem HomePod 2 reagiert sie schneller und zuverlässiger, vor allem in lauter Umgebung. Die Erkennung von „Hey Siri“ funktioniert auch dann noch, wenn der Bass ordentlich arbeitet. Endlich versteht Siri auch mehrteilige Kommandos und Szenen klarer, solange sie in der Home-App sinnvoll benannt sind.
Entscheidend: Der HomePod 2 unterstützt Matter sowie Thread und kann damit als Border-Router fungieren. Praktisch bedeutet das: Smarte Lampen, Steckdosen und Sensoren verschiedenster Hersteller lassen sich in HomeKit einbinden, solange sie Matter-compatible sind. Der Apple Smartspeaker wird so zum stillen Backbone des Smart Homes, über das Automationen laufen – etwa: „Wenn der Bewegungsmelder im Flur etwas registriert und es nach Sonnenuntergang ist, dimme das Licht und spiel leise Jazz im Wohnzimmer.“
Der HomePod 2 fungiert außerdem als Zentrale für HomeKit Secure Video. Kompatible Kameras können ihre Aufnahmen verschlüsselt in iCloud speichern, während der Apple HomePod vor Ort die Bewegungserkennung unterstützt. In der Praxis ist das angenehm unspektakulär: Der Smartspeaker läuft einfach, ohne dass man sich Gedanken über zusätzliche Hubs machen muss.
Im täglichen Einsatz fällt der enge Schulterschluss mit dem Apple-Ökosystem auf. AirPlay 2 ist die Grundlage für Musik-Streaming: iPhone, iPad, Mac und Apple TV können nahtlos auf den HomePod 2 streamen. Wer Apple Music nutzt, bekommt das tiefste Erlebnis: Lossless, 3D Audio, Sprachsteuerung bis in die Playlist-Ebene. Mit einem Apple TV 4K lässt sich der HomePod 2 (oder besser: ein Stereo-Paar) als Heimkino-Soundbar nutzen. Dialoge werden klar im Center verankert, Soundeffekte lösen sich ordentlich vom Bildschirm, und Atmos-Filme bekommen eine räumliche Kulisse, die für die Größe des Systems erstaunlich ist.
Hier liegt aber auch die Einschränkung: Ohne iPhone oder iPad macht der HomePod 2 wenig Sinn. Android-Support gibt es praktisch nicht, und wer primär Spotify per Sprachbefehl nutzen will, stößt an Grenzen. Zwar lässt sich Spotify via AirPlay 2 anspielen, doch native Sprachintegration fehlt weiterhin. Im Vergleich zu vielen anderen Smartspeakern wirkt der Apple Smartspeaker damit etwas eigensinnig: Entweder man lebt ohnehin in Apples Welt – oder man fühlt sich ausgesperrt.
Beim Thema Datenschutz und Sensorik geht Apple einen eigenen Weg. Der HomePod 2 bringt einen integrierten Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor mit. Damit lassen sich Automationen bauen wie „Wenn es im Schlafzimmer wärmer als 24 Grad wird, schalte den Ventilator ein“. Das ist simple, aber alltagstaugliche Smart-Home-Magie. Gleichzeitig betont Apple, dass Sprachaufnahmen standardmäßig nicht dauerhaft gespeichert werden und man den Mitschnitt in den Einstellungen komplett deaktivieren kann. Für viele ist das ein wichtiges Argument gegen andere Smartspeaker-Ökosysteme.
Im Marktumfeld positioniert sich der HomePod 2 zwischen den Welten. Gegenüber typischen Echo- oder Nest-Lautsprechern spielt er klanglich deutlich darüber: Mehr Auflösung, sauberere Dynamik, bessere Raumabbildung. Klassische HiFi-Regallautsprecher mit dediziertem Verstärker bleiben in Sachen reiner Physik überlegen, gerade was Maximalpegel und echte Stereobreite angeht. Dafür bietet der HomePod 2 eine Kompaktheit und Integration, die klassische HiFi-Systeme kaum erreichen – ganz zu schweigen von der Sprachsteuerung und dem tiefen Zusammenspiel mit iOS, macOS und tvOS.
Ob sich das Upgrade vom ersten HomePod lohnt, hängt vom Setup ab. Wer bereits ein funktionierendes Stereo-Paar der ersten Generation besitzt, wird kein dramatisch neues Erlebnis bekommen – eher einen Feinschliff im Klang, mehr Zukunftssicherheit durch Matter und den aktuelleren Chip. Wer aber noch einen einzelnen alten HomePod nutzt oder aus der Mini-Welt aufsteigen will, bekommt mit dem HomePod 2 ein deutlich souveräneres, erwachseneres System, das auch anspruchsvollere Ohren nicht verschreckt.
Preislich bleibt der Apple HomePod im oberen Segment der Smartspeaker. Man zahlt spürbar mehr als für die meisten Konkurrenzprodukte, erhält dafür aber eine ungewöhnliche Mischung aus Designobjekt, Smart-Home-Zentrale und ernstzunehmender Musikwiedergabe. Wer Apple Music, Apple TV, iPhone und Co. ohnehin täglich nutzt, schöpft den Mehrwert komplett aus. Wer in gemischten Ökosystemen lebt oder stark von Spotify und Alexa abhängt, sollte nüchtern abwägen, wie wichtig der Mehrwert wirklich ist.
Unterm Strich ist der HomePod 2 kein Spielzeug, sondern eine bewusst audiophile Interpretation des Smartspeaker-Konzepts. Der Bass arbeitet kontrolliert, die Mitten zeichnen Stimmen warm und detailliert, und 3D Audio sorgt – vor allem im Doppelpack – für Gänsehaut-Momente, die man dieser Größe nicht zutrauen würde. Dazu kommt eine Smart-Home-Integration, die sich im Alltag unaufdringlich, aber mächtig anfühlt.
Wer tief im Apple-Universum verankert ist und Wert auf Klang legt, bekommt mit dem HomePod 2 eines der stimmigsten Gesamtpakete im Smartspeaker-Markt. Wer jedoch eine offene, plattformübergreifende Lösung sucht, wird mit Alternativen glücklicher – auch wenn sie im Sound nicht ganz mithalten können.
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