HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist der neue Apple Smartspeaker wirklich?

08.02.2026 - 21:29:26

Der HomePod 2 verspricht mächtigen Raumklang, 3D Audio und tiefe Apple-Integration. Klingt nach Traum-Speaker – aber rechtfertigt der Apple HomePod der 2. Generation das Upgrade wirklich?

Wenn der erste Akkord wie aus dem Nichts im Raum steht und der Bass eher spürbar als hörbar ist, zeigt der HomePod 2, was in ihm steckt. Apples Smartspeaker der zweiten Generation will mehr sein als ein hübsches Accessoire – er soll zum akustischen Mittelpunkt des Zuhauses werden. Die Frage ist: Reicht das Update, um alte Vorurteile zum Apple HomePod zu vergessen und lohnt sich der Schritt auf den neuen HomePod 2 wirklich?

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Optisch bleibt Apple beim vertrauten Design: ein kompakter, zylindrischer Smartspeaker mit nahtlosem Mesh-Gewebe und beleuchteter Touch-Oberfläche, die beim Sprechen mit Siri farbig pulsiert. Es gibt ihn in Weiß und Mitternacht, einer sehr dunklen, leicht warmen Farbnuance. Der HomePod 2 wirkt weniger wie Technik und mehr wie ein Möbelstück, das sich unaufdringlich in moderne Wohnräume einfügt.

Unter dem Stoff passiert allerdings deutlich mehr als beim ursprünglichen Apple HomePod. Im Inneren sitzt ein großer High-Excursion-Woofer, der mithilfe eines leistungsfähigen Treibers in beeindruckende Tiefen hinabsteigt. Darum gruppiert ist ein Ring aus fünf Hochtönern – weniger als die sieben des ersten Modells, aber intelligenter angesteuert. Jeder Tweeter besitzt ein eigenes Horn und wird über dedizierte Verstärker und das Apple-eigene System on a Chip (S7) präzise kontrolliert. Das Resultat: gerichtete Höhen, saubere Stereo-Bühne und ein sehr klar umrissenes Klangbild.

In der Praxis bedeutet das, dass der HomePod 2 mit einem für seine Größe erstaunlich souveränen Bass auftritt. Kickdrums haben Kontur statt Wummern, Synth-Bässe rollen dunkel durch den Raum, ohne das Mittenband zuzuschmieren. Stimmen kleben nicht am Lautsprecher, sondern lösen sich angenehm und stehen stabil in der Mitte. Im Vergleich zum ersten HomePod wirkt der neue Apple HomePod etwas ausgewogener abgestimmt: weniger Show-Bass, mehr Kontrolle, besser integrierte Mitten. Besonders Jazz, akustische Musik und Stimmen profitieren, gleichzeitig bleibt genug Punch für elektronische Playlists.

Ein Kernstück des Konzepts ist die automatische Raumakustik-Anpassung. Die integrierten Mikrofone analysieren Reflexionen von Wänden und Möbeln, während der HomePod 2 spielt. Der S7-Chip passt dann Frequenzgang und Timing in Echtzeit an. Du kannst den Smartspeaker also ziemlich bedenkenlos auf ein Sideboard, ins Regal oder in eine Ecke stellen – er kompensiert viele akustische Nachteile eigenständig. Gegen echte Akustikmaßnahmen gewinnt er zwar nicht, aber für einen kompakten Speaker ist die Anpassung verblüffend effektiv.

Besonders spannend wird es mit 3D Audio. In Verbindung mit Apple Music kann der HomePod 2 Dolby-Atmos-Tracks wiedergeben. Im Solo-Betrieb erzeugt er eine überraschend weite Stereobasis mit virtuellen Schallquellen seitlich und leicht über der realen Gehäuseposition. Richtig beeindruckend wird es jedoch, wenn zwei HomePod 2 als Stereo-Paar gekoppelt werden. Dann entsteht eine breite, hohe Klangbühne mit beeindruckender Ortungsschärfe – für viele Wohnzimmer-Szenarien eine ernstzunehmende Alternative zu einer kompakten Soundbar.

Apple positioniert den Smartspeaker außerdem klar als Begleiter für Apple TV 4K. Koppelst du ein Stereo-Paar HomePod 2 mit einem Apple TV, übernehmen sie den TV-Ton inklusive Dolby Atmos. Explosionen breiten sich groß im Raum aus, Dialoge bleiben sauber verständlich. Für Filme und Serien liefert diese Kombi ein überraschend immersives Erlebnis, solange man keinen brachialen Heimkino-Pegel erwartet. Gegenüber günstigen Soundbars mit nach vorne gerichtetem Plastik-Sound spielt der HomePod 2 deutlich raffinierter – echte Surround-Systeme mit separaten Rears und Subwoofer bleiben aber weiterhin die Referenz für Heimkino-Fans.

Als intelligenter Kern dient Siri, integriert über alle Apple-Geräte hinweg. Sprachkommandos wie das Starten von Playlists, das Steuern von Lautstärke oder das Wechseln von Quellen funktionieren deutlich zuverlässiger als bei den frühen Siri-Generationen. Die Spracherkennung des HomePod 2 ist auch bei moderater Musiklautstärke noch erstaunlich treffsicher. Trotzdem bleibt Siri im Vergleich zu Alexa in manchen Bereichen nüchterner: Weniger Skills, dafür eine engere Anbindung an das Apple-Ökosystem und klare Stärken bei Nachrichten, Erinnerungen, Kalender und Handoff von iPhone oder iPad.

Smarthome-Fans profitieren stark davon, dass der HomePod 2 sowohl Thread als auch Matter unterstützt. Matter ist der herstellerübergreifende Smarthome-Standard, auf den sich Apple, Google, Amazon und andere geeinigt haben. Damit wird der Apple HomePod zur zentralen Steuerzentrale nicht nur für HomeKit-Geräte, sondern auch für viele neue Matter-kompatible Lampen, Steckdosen und Sensoren verschiedener Anbieter. Der HomePod 2 fungiert zudem als Home-Hub, sodass du dein Zuhause auch von unterwegs sicher steuern kannst – Szenen, Automationen und Statusabfragen inklusive.

In der Praxis sieht das so aus: „Hey Siri, Gute Nacht“ kann nicht nur das Licht dimmen, die Rollläden schließen und die Haustür prüfen, sondern auch gleich noch Regen-Sounds oder eine ruhige Playlist starten. Die Verzahnung mit iPhone, Apple Watch und Apple TV wirkt durchdacht – wer tief im Apple-Universum steckt, profitiert hier besonders. Nutzt du hingegen Android-Smartphones und andere Ökosysteme, verlierst du einen Großteil der Magie, die den HomePod 2 im Alltag so angenehm macht.

Im Vergleich zum ersten HomePod gibt es ein paar strategische Anpassungen. Apple reduziert die Anzahl der Hochtöner, erhöht dafür aber die Intelligenz der Signalverarbeitung. Die Mikrofonanordnung wurde überarbeitet, der Temperatur- und Feuchtigkeitssensor freigeschaltet und Matter-Support integriert. Gleichzeitig verschiebt sich die Charakteristik von maximaler Lautstärke hin zu kontrollierterem, feiner aufgelöstem Klang. Wer den ursprünglichen HomePod mochte, wird die neue Generation als reifer empfinden – weniger „Wow-Effekt“ im ersten Moment, dafür mehr Langzeittauglichkeit.

Im Marktumfeld tritt der HomePod 2 gegen eine ganze Reihe von Smartspeakern an. Viele Alternativen von Amazon oder Google sind deutlich günstiger, bieten dafür aber meist weniger hochwertige Treiber, schwächere Verstärker und kein so konsequentes Zusammenspiel mit einem Ökosystem. Audiophil betrachtet stellt der Apple HomePod ein spannendes Mittelding dar: Klanglich über dem typischen Massenmarkt-Speaker, aber noch nicht auf dem Niveau dedizierter HiFi-Setups aus separaten Aktivlautsprechern und Streamern. Wer jedoch ohnehin Apple Music nutzt, ein iPhone besitzt und Wert auf elegantes Design legt, bekommt mit dem HomePod 2 eines der aktuell stimmigsten Gesamtpakete im Smartspeaker-Segment.

Ehrlich muss man aber auch sagen: Wenn du kein Apple TV 4K verwendest, kein Apple Music abonniert hast und dein Smartphone ein Android ist, greifst du am Ende an vielen der cleveren Features vorbei. Dann gibt es neutral betrachtet flexiblere Smartspeaker-Alternativen. Der HomePod 2 spielt seine Stärken vor allem dort aus, wo er von Apple-Geräten umgeben ist und als stiller, aber mächtiger Audioknotenpunkt fungiert.

Unterm Strich fühlt sich der HomePod 2 wie die Version an, die Apple beim ersten Versuch eigentlich schon bauen wollte: kräftiger, kontrollierter Klang, ein ernstzunehmender Ansatz für 3D Audio, stabile Smarthome-Basis mit Matter und eine merklich erwachsenere Siri-Integration. Wer sich in der Apple-Welt zuhause fühlt, gewinnt nicht nur einen Smartspeaker, sondern ein akustisches Multitool für Alltag, Filmabend und ruhige Stunden.

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