HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker-Update wirklich?

10.02.2026 - 06:33:06

Der HomePod 2 verspricht besseren Sound, 3D-Audio und tiefere Smart-Home-Integration. Lohnt sich der Apple HomePod als Smartspeaker-Upgrade – vor allem für Nutzer im Apple-Ökosystem?

Der erste Eindruck des HomePod 2 ist akustisch, nicht visuell: Ein Raum füllt sich mit warmem, breitem Klang, Stimmen stehen greifbar im Raum, der Bass bleibt kontrolliert statt zu wummern. Der Apple HomePod 2 wirkt wie ein kompaktes HiFi-System, das zufällig auch ein Smartspeaker ist – doch ist das Update wirklich den Preis wert?

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Optisch bleibt Apple beim vertrauten Konzept: ein zylindrischer Körper mit nahtlosem 3D-Mesh-Gewebe, oben die leuchtende Touch-Oberfläche. Der Apple HomePod der zweiten Generation ist etwas kompakter als der ursprüngliche HomePod, wirkt aber weiterhin wie ein Premium-Objekt im Wohnzimmer statt wie ein reiner Technik-Klotz. In Weiß integriert er sich unauffällig, in Mitternacht setzt er ein kräftigeres Statement neben Fernseher oder Plattenspieler.

Entscheidend ist die innere Klangarchitektur. Im HomePod 2 arbeitet ein großer High-Excursion-Woofer, der von einem leistungsfähigen Treiber angetrieben wird, dazu fünf Beamforming-Hochtöner, die ringförmig angeordnet sind. Beim ersten HomePod waren es noch sieben Tweeter – Apple hat hier reduziert, aber gleichzeitig die Signalverarbeitung deutlich verfeinert. Der S7-Chip analysiert den Raum kontinuierlich mit eingebauten Mikrofonen, passt das Abstrahlverhalten der Hochtöner und den Bass in Echtzeit an. Subjektiv führt das zu einem erstaunlich stabilen Sweet Spot, der sich im Raum eher ausdehnt als auf einen Punkt beschränkt.

Musik mit Dolby Atmos bzw. 3D-Audio ist die eigentliche Bühne, auf der der HomePod 2 glänzt. Apple Music bietet eine wachsende Auswahl an Spatial-Audio-Tracks, und genau dafür ist dieser Apple Smartspeaker akustisch optimiert. Streicher schweben leicht versetzt, Vocals lösen sich sauber von der Box, Hallfahnen werden nicht verschluckt. Der Bass drückt überraschend präzise nach unten, ohne Möbel zum Scheppern zu bringen – eher kontrolliert und trocken als spektakulär aufgeblasen. Wer EDM, Hip-Hop oder moderne Pop-Produktionen hört, bekommt einen druckvollen, aber nicht ermüdenden Klang.

Im Direktvergleich zum ersten HomePod fällt auf: Die zweite Generation wirkt etwas offener in den Höhen und ausgewogener im Mittelton. Stimmen haben mehr Textur, S-Laute sind sauberer kontrolliert, weniger zischelig. Das räumliche Abbild bei 3D-Audio wirkt klarer konturiert. Der ursprüngliche Apple HomePod spielte minimal wärmer und „kuscheliger“, während der HomePod 2 etwas analytischer, aber immer noch musikalisch bleibt.

Richtig spannend wird es im Stereo-Verbund: Zwei HomePod 2 bilden ein konsistentes, breites Stereobild, das problemlos ein mittelgroßes Wohnzimmer beschallt. Die Bühne reicht über die Geräte hinaus, Gitarren und Synth-Layer werden präziser im Panorama platziert. Ein Stereo-Paar ist allerdings nur zwischen zwei identischen Modellen möglich – ein älterer HomePod lässt sich nicht mit dem HomePod 2 zu einem Stereo-Set koppeln. Wer also schon einen ersten HomePod besitzt, muss sich entscheiden: Beim alten bleiben oder direkt auf zwei neue Geräte setzen.

Auch im Heimkino-Kontext spielt der HomePod 2 seine Stärken aus. In Kombination mit einem Apple TV 4K kann ein Paar als TV-Lautsprecher dienen. Der virtuelle Surround-Eindruck mit Dolby Atmos funktioniert erstaunlich gut, gerade in kleineren Räumen. Explosionen haben Körper, Dialoge bleiben verständlich zentriert. Eine dedizierte Soundbar mit Subwoofer ersetzt das Setup nicht vollständig, aber es kommt klanglich näher heran, als es die kompakten Abmessungen vermuten lassen. Für Nutzer, die ohnehin im Apple-Universum unterwegs sind, ist dies eine elegante, sehr wohnraumfreundliche Lösung.

Als Smartspeaker setzt der HomePod 2 stark auf Siri und das Apple-Ökosystem. Die Sprachsteuerung ist tief mit iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV verflochten. „Hey Siri, spiel meine Chill-Playlist im Wohnzimmer“ fühlt sich natürlich an, und dank Ultra Wideband können iPhones in der Nähe das Gerät sehr schnell zuweisen oder Handoff nutzen: Einfach das iPhone an den HomePod halten und die Musik „springt“ von den Kopfhörern in den Raum. Endlich versteht Siri komplexere Kommandos bei Musik und HomeKit-Szenen zuverlässiger – das war ein klarer Schwachpunkt früherer Generationen.

Smart-Home-seitig wird der HomePod 2 zum Steuerzentrum. Er dient als Home-Hub für HomeKit und unterstützt den neuen Matter-Standard, der Geräte unterschiedlicher Hersteller und Plattformen zusammenbringen soll. Lampen, Steckdosen, Thermostate, Sensoren – viele aktuelle Produkte lassen sich direkt integrieren. Per Sprache lassen sich Szenen wie „Guten Abend“ aktivieren: Licht dimmt, die Heizung passt die Temperatur an, Musik geht leicht im Hintergrund an. Für Nutzer, die ihren Smart-Home-Fokus klar auf Datenschutz und lokale Verarbeitung legen, spielt Apple einen wichtigen Trumpf aus: Viele Anfragen werden direkt auf dem Gerät verarbeitet, und Audioaufnahmen sollen standardmäßig nicht gespeichert werden.

Im Alltag überzeugt der HomePod 2 durch schnelle Reaktionszeiten. Wecker, Timer, Nachrichten-Briefing, Kalendereinträge – alles lässt sich mit Siri abbilden. Allerdings bleibt die Plattform geschlossen: Spotify lässt sich zwar via AirPlay abspielen, aber nicht nativ wie Apple Music per Sprachbefehl steuern. Wer tief im Apple-Kosmos mit Apple Music, iCloud und Apple TV steckt, merkt das kaum. Wer überwiegend andere Dienste nutzt, muss mit dieser Einschränkung leben und öfter zum Smartphone greifen.

Im Vergleich zu anderen Smartspeakern, etwa Amazon Echo oder Google Nest, positioniert sich der HomePod 2 klar im Premium-Segment. Die Klangqualität liegt hörbar über klassischen Echo- oder Nest-Lautsprechern, eher auf dem Niveau gehobener Kompakt-Audiolösungen. Der Preis ist entsprechend höher, und die Sprachassistenz ist stärker an Apple-Dienste gebunden. Wer maximale Flexibilität bei Streaming-Diensten und Skills sucht, fühlt sich bei Konkurrenzprodukten womöglich freier. Wer dagegen Wert auf Soundqualität, Design, Datenschutz und nahtlose Einbindung ins Apple-Universum legt, findet im HomePod 2 einen sehr schlüssigen Baustein.

Auch das Thema Nachhaltigkeit hat Apple beim Apple HomePod der zweiten Generation stärker adressiert: Ein Großteil der verwendeten Metalle und Seltenen Erden stammt aus recycelten Quellen, das Gehäuse setzt auf recycelte Materialien, und der Stromverbrauch im Standby ist niedrig. Praktisch im Alltag: Der Stromkabel-Anschluss ist steckbar statt fest vergossen, was Reparatur oder Austausch erleichtert. Das sind Details, aber sie zeigen, dass der HomePod 2 nicht nur ein reiner Klangwürfel ist.

Wer bereits den ersten HomePod besitzt, stellt zwangsläufig die Upgrade-Frage. Klanglich ist der Sprung nicht revolutionär, aber deutlich hörbar: mehr Durchzeichnung, bessere Räumlichkeit mit 3D-Audio, geschmeidigere Integration ins aktuelle Apple-Ökosystem, Matter-Support und ein effizienterer Chip. Für HiFi-affine Apple-Nutzer, die viel mit Apple Music in Dolby Atmos hören oder ein elegantes Wohnzimmer-Stereo- oder TV-Setup suchen, lohnt der Umstieg eher. Wer den Vorgänger hauptsächlich für Hintergrundbeschallung nutzt, kann mit dem alten Modell weiterhin zufrieden sein.

Für Neukäufer sieht es anders aus: Der HomePod 2 ist derzeit der sinnvollste Einstieg in einen hochwertig klingenden Apple Smartspeaker. Einzelne Audiophile werden immer noch dedizierte Verstärker und passive Lautsprecher bevorzugen, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis eines kompakten, vollintegrierten Systems wie diesem ist schwer zu schlagen. Besonders stark ist der HomePod 2 in kleinen bis mittelgroßen Räumen, als Küchen-, Büro- oder Wohnzimmer-Setup – idealerweise im Duo.

Unterm Strich richtet sich der HomePod 2 an drei Gruppen: Nutzer, die tief im Apple-Ökosystem stecken und Musik lieben; Menschen, die ein schlankes, wohnzimmertaugliches Setup für TV-Sound und Streaming wollen; und Smart-Home-Fans, die auf Matter und HomeKit mit starkem Fokus auf Datenschutz setzen. Wer sich in diesen Profilen wiederfindet und bereit ist, sich auf die Apple-Welt einzulassen, bekommt einen Smartspeaker, der deutlich näher an ernstzunehmende HiFi-Ansprüche heranrückt als die meisten Konkurrenten.

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