HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples Smartspeaker der zweiten Generation wirklich?

20.02.2026 - 06:33:08 | ad-hoc-news.de

Der HomePod 2 will mehr sein als ein hübscher Apple Smartspeaker: besserer Bass, 3D-Audio, Matter-Support. Reicht das Update, um ihn zum Herzstück deines Wohnzimmers zu machen?

Wenn der Apple HomePod 2 startet, passiert zuerst etwas, das kein Datenblatt abbildet: Der Raum verändert sich. Stimmen rücken nach vorn, Bässe rollen kontrolliert durch den Körper, Hallräume öffnen sich hörbar. Der HomePod 2 inszeniert Musik wie ein kleiner Studiomonitor mit Raumgefühl – die Frage ist nur: rechtfertigt das Update den Preis und den Schritt in Apples Smarthome-Kosmos?

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Optisch bleibt Apple seinem Konzept treu: Der Apple HomePod wirkt wie eine akustische Skulptur. Zylindrische Form, akustisch transparentes Mesh, oben die hintergrundbeleuchtete Touch-Oberfläche, die nun größer und sichtbar lebendiger leuchtet. Er fügt sich eher in ein Interieur ein, als dass er „Lautsprecher!“ schreit – perfekt für minimalistische Setups.

Im Inneren hat sich allerdings einiges getan. Der HomePod 2 setzt auf einen großen High-Excursion-Woofer in Kombination mit einem Ring aus fünf Hochtönern, die nach außen abstrahlen. Unterstützt wird das Ganze vom S7-Chip, den Apple aus der Watch-Familie kennt, der hier aber als Audio-Gehirn arbeitet. Er analysiert permanent die Raumakustik via eingebauter Mikrofone und passt die Wiedergabe in Echtzeit an. Der Vorgänger hatte noch sieben Tweeter – Apple reduziert also, verlässt sich dafür stärker auf Processing und Raum-Intelligenz.

Was bedeutet das klanglich? Der Bassbereich wirkt erstaunlich souverän. Tiefe Frequenzen drücken kräftig, aber der Apple HomePod neigt kaum zum Wummern, solange er nicht direkt in die Ecke gequetscht wird. Kickdrums sind präzise umrissen, Subbässe spürbar, aber kontrolliert. In einem mittelgroßen Wohnzimmer klingt das, als ob ein deutlich größerer Smartspeaker am Werk wäre.

Die Mitten setzen Stimmen angenehm nach vorne, ohne sie künstlich zu betonen. Podcasts klingen körperhaft, Singer-Songwriter-Aufnahmen wirken intim. In den Höhen zeigt der HomePod 2 viel Detail, ohne scharf zu werden. Becken haben Glanz, S-Lauten fehlt das Zischeln, das man von manchen günstigeren Smartspeakern kennt. Insgesamt spielt er audiophil „aufgeräumt“, mit einer klaren Bühne – gerade in Stereo-Konfiguration.

3D-Audio beziehungsweise Spatial Audio ist eine der Disziplinen, in denen der HomePod 2 glänzen soll. Mit Dolby-Atmos-Inhalten von Apple Music entfalten sich Klangquellen hörbar im Raum – Stimmen scheinen sich leicht zu lösen, Effekte wandern seitlich, manche Instrumente stehen gefühlt etwas über dem Gerät. Wer zwei Apple Smartspeaker der neuen Generation koppelt, bekommt ein breites, überraschend dreidimensionales Panorama, das für einen kompakten Formfaktor beeindruckt.

Als Heimkino-Setup macht ein Stereo-Paar besonders Sinn in Kombination mit einem Apple TV 4K. Der Fernseher wird dann praktisch zum „Display“ für die beiden HomePod 2, während diese die komplette Tonarbeit übernehmen. Dialoge wirken klar, Effekte räumlich, Bässe füllen den Raum. Für hardcore-kinosüchtige Nutzer mit Subwoofer-Stacks ist das kein Ersatz, aber für ein aufgeräumtes Wohnzimmer mit klarer Optik ist es ein sehr attraktiver Mittelweg.

Beim Thema Smart Home ist der Apple HomePod nicht nur Lautsprecher, sondern auch Zentrale. Er dient als Home-Hub für Apple Home, steuert Lampen, Thermostate, Steckdosen und Sensoren. Die spannende Neuerung: Der HomePod 2 unterstützt Matter und Thread. Das bedeutet, dass sich kompatible Geräte herstellerübergreifend einbinden lassen – egal ob sie ursprünglich von Apple, Google oder Amazon-Ökosystemen kommen. Der Smartspeaker fungiert als Thread-Border-Router und sorgt damit für ein stabileres Mesh-Netzwerk deiner Geräte.

Siri ist und bleibt der Gatekeeper. Spürbar ist, dass der Apple Smartspeaker nun besser auf Zurufe aus verschiedenen Richtungen reagiert – auch bei lauter Musik. Stimmenerkennung funktioniert zuverlässig, und Sprachbefehle für Szenen wie „Filmabend“ oder „Gute Nacht“ lassen sich sehr granular definieren. Dennoch: Im Vergleich zu Alexa ist Siri bei manchen Drittanbieter-Skills weiterhin eingeschränkter, vor allem im deutschsprachigen Bereich. Für reine Musiksteuerung, Smarthome-Basics und Alltagsabfragen reicht es aber gut.

Spannend ist auch die Integration in den Rest des Apple-Ökosystems. Handoff von iPhone zu HomePod 2 funktioniert angenehm nahtlos: iPhone ans Gerät halten, und die Musik wandert nahezu verzögerungsfrei vom Handy zum Smartspeaker oder zurück. Wer mehrere Apple-Geräte nutzt – iPhone, iPad, Mac, Apple TV – wird diese Verzahnung schnell nicht mehr missen wollen.

Im Vergleich zum ersten HomePod wirkt die zweite Generation rationaler abgestimmt. Apple hat den Energieverbrauch reduziert, die Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren ergänzt, Matter-Unterstützung integriert und das Innenleben modernisiert. Gleichzeitig ist die Treiberzahl leicht geschrumpft. Was wie ein Rückschritt auf dem Papier klingt, hört sich im Alltag aber kaum nach Verlust an. Der Klang ist eher etwas ausgewogener und weniger „showy“, mit einer Reife, die man von einem kompakten Apple Smartspeaker nicht unbedingt erwartet.

Gegenüber klassischen Smartspeaker-Alternativen von Amazon oder Google ordnet sich der HomePod 2 klar höher ein – sowohl beim Preis als auch beim Sound. Echo- oder Nest-Geräte bieten mehr Skills und meist bessere Kompatibilität außerhalb der Apple-Welt, doch wenn es um Klangqualität, Verarbeitung und tiefe Einbindung in iOS geht, zieht der Apple HomePod deutlich davon. Wer bereits ein Apple TV hat oder Apple Music nutzt, bekommt hier einen stimmigen Baustein, der sich organisch in den Alltag legt.

Wen spricht der HomePod 2 an? Nutzer, die komplett oder überwiegend im Apple-Kosmos leben, Wert auf Design legen und wirklich gut klingenden Allround-Sound im Wohnzimmer, in der Küche oder im Arbeitszimmer wollen. Ein einzelner Speaker füllt mühelos einen Raum, ein Stereo-Paar hebt Musikstreaming und TV-Sound in eine Liga, in der viele Soundbars plötzlich alt aussehen.

Wer hingegen bunt gemischte Android- und Apple-Geräte nutzt, stark auf Spotify-Connect angewiesen ist oder bis ins letzte Detail frei experimentieren will, findet mit offenen Systemen und separaten Aktivlautsprechern flexiblere Alternativen. Der Apple HomePod ist bewusst kuratiert – und genau diese Kuratierung macht ihn für Apple-User so charmant.

Die ehrliche Antwort auf die Eingangsfrage: Ja, der HomePod 2 ist für die meisten Apple-Nutzer das Upgrade wert – entweder als klangstarkes Einstiegstor ins Smarthome oder als audiophiles Upgrade für Musik, Serien und Filme. Er klingt erwachsen, sieht zurückhaltend gut aus, integriert sich tief ins System und bringt mit Matter und Thread genug Zukunftstauglichkeit mit, um mehrere Jahre als Smarthome-Zentrale durchzuhalten.

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