HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?

13.02.2026 - 06:33:07

Der HomePod 2 will als Apple Smartspeaker mit 3D Audio, kräftigem Bass und Matter-Support punkten. Klingt das nur gut auf dem Papier – oder auch im Wohnzimmer?

Wenn der erste Akkord eines Lieblingssongs den Raum füllt, merkt man sofort, ob ein Lautsprecher nur laut ist – oder wirklich Musik versteht. Der Apple HomePod 2 zielt genau auf diesen Moment ab: dichter Raumklang, tiefer Bass, smartes Zuhause. Doch lohnt sich der Sprung auf den neuen HomePod 2 wirklich, gerade für Apple-Fans mit Anspruch an Klangqualität?

Jetzt aktuellen Preis des HomePod 2 checken

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Optisch bleibt Apple beim Apple HomePod der zweiten Generation seiner Linie treu: ein kompakter Zylinder mit nahtlosem Mesh-Gewebe, oben die leicht versenkte Touch-Oberfläche, die bei Siri-Anfragen farbig pulsiert. Schwarz (Mitternacht) oder Weiß – mehr Auswahl gibt es zwar nicht, dafür wirkt das Design zeitlos und fügt sich unauffällig in moderne Wohnräume ein. Wer mehrere Apple Geräte besitzt, merkt sofort: Der HomePod 2 ist als Teil des Ökosystems gedacht, nicht als Stand-alone-Gadget.

Unter dem Stoff sitzt die eigentliche Klangarchitektur. Statt auf viele Treiber setzt der HomePod 2 auf einen großen, nach oben abstrahlenden High-Excursion-Woofer und fünf Hochtöner, die im Ring nach unten abstrahlen. Das ist eine deutliche Änderung gegenüber dem ersten HomePod, der noch sieben Tweeter nutzte. Die Idee dahinter: weniger, aber gezielter eingesetzte Treiber, die im Zusammenspiel mit dem S7-Chip und der Software einen präzisen 360-Grad-Klang erzeugen. Im Alltag bedeutet das: Der Bass wirkt satter und kontrollierter, ohne den Rest des Spektrums zu erschlagen.

Gerade bei elektronischer Musik fällt auf, wie tief der Woofer des HomePod 2 hinabsteigt, ohne ins Wummern abzurutschen. Kickdrums kommen trocken, Bässe drücken körperlich, aber nicht schwammig. Bei akustischen Stücken oder Jazz öffnet sich die Bühne angenehm weit: Stimmen stehen in der Mitte, Becken haben Luft, Klaviersaiten klingen mit sauberem Ausklang nach. Wer direkt vom ersten Apple HomePod umsteigt, merkt: Der neue klingt etwas wärmer und weniger analytisch, dafür im Tieftonbereich druckvoller.

Spannend wird es mit 3D Audio und Dolby Atmos. In Kombination mit Apple Music lassen sich speziell abgemischte Tracks mit räumlicher Tiefe hören. Der HomePod 2 analysiert dabei mit seinen eingebauten Mikrofonen ständig den Raum, misst Reflexionen und passt das Abstrahlverhalten dynamisch an. Stellst du ihn nah an eine Wand, schiebt er die direkten Anteile nach vorn und nutzt die Wand für diffuse Reflexionen. Das Ergebnis: eine Bühne, die größer wirkt, als es der kompakte Smartspeaker vermuten lässt.

Richtig eindrucksvoll wird es mit zwei HomePod 2 im Stereopaar. Dann zieht das Set eine hörbar breitere Bühne auf, mit klarer Links-Rechts-Staffelung und stabiler Phantommitte. Gerade bei orchestraler Musik oder Live-Alben entsteht so ein fast schon cineastischer Eindruck, insbesondere wenn du das Duo mit einem Apple TV 4K als TV-Sound-System koppelst. Hier spielt der HomePod 2 seine Stärken als Apple Smartspeaker voll aus: Einfach koppeln, und der Fernseher klingt schlagartig größer, sauberer und dynamischer als mit vielen integrierten TV-Lautsprechern.

Im Vergleich zu klassischen Soundbars fehlt natürlich die Breite der Treiberzeile und der dedizierte Subwoofer, aber für mittelgroße Wohnzimmer reicht ein HomePod-2-Stereoset in vielen Fällen überraschend weit. Stimmen in Filmen bleiben verständlich, Explosionen haben Punch, ohne die Nachbarn sofort zu verärgern. Audiophile, die jede Nuance der Klangbühne sezieren möchten, bleiben zwar bei HiFi-Stereoanlagen besser aufgehoben, doch als Alltagssystem bewegt sich der HomePod 2 auf einem erstaunlich hohen Niveau.

Als Schaltzentrale im Smart Home setzt der HomePod 2 auf Siri und moderne Standards. Über die integrierte Thread- und Matter-Unterstützung wird der Apple HomePod zur neutraleren Basis für verschiedenste Smart-Home-Geräte, auch jenseits rein Apple-zertifizierter Produkte. Lampen, Steckdosen, Thermostate oder Sensoren, die Matter unterstützen, lassen sich so in HomeKit integrieren, ohne dass für jedes System eine separate Bridge nötig wäre.

In der Praxis heißt das: „Hey Siri, gute Nacht“ kann nicht nur die Philips Hue im Schlafzimmer dimmen, sondern parallel die smarte Heizung herunterfahren und die Haustür verriegeln – sofern die Geräte Matter oder HomeKit beherrschen. Die Sprachsteuerung ist immer noch nicht perfekt, aber spürbar reaktionsfreudiger als früher. „Endlich versteht Siri auch in lauter Küche, wenn Musik läuft, was ich will“ – dieser Eindruck kommt bei vielen Nutzern auf, sobald die Beamforming-Mikrofone und die Echo-Unterdrückung ihre Arbeit tun.

Ein Pluspunkt, den man leicht übersieht: Der HomePod 2 integriert sich tief in Apple-Dienste. Über die Home-App lassen sich Szenen und Automationen anlegen, der Lautsprecher dient als Home-Hub für den Fernzugriff, und dank Intercom-Funktion kannst du Nachrichten in andere Räume mit HomePod oder auf iPhones und Apple Watches schicken. AirPlay 2 sorgt zudem für Multiroom-Audio mit weiteren Apple HomePod Modellen, Apple TV, kompatiblen Fernsehern und HiFi-Anlagen mit AirPlay-Receiver.

Im Vergleich zu Alternativen von Amazon (Echo Studio) oder Google (Nest Audio + Chromecast) ist der HomePod 2 stärker an das Apple-Universum gebunden. Wer auf Android setzt oder gerne Spotify nativ per Sprache steuert, stößt schneller an Grenzen. Zwar lässt sich Spotify über AirPlay nutzen, aber nicht als tief integrierter Sprachdienst. Der Fokus liegt klar auf Apple Music, Podcasts und iCloud-Diensten. Für eingefleischte iPhone-User kann genau das ein Vorteil sein, weil sich alles wie aus einem Guss anfühlt – für Plattform-Hopper eher ein Nachteil.

Spannend ist auch der Vergleich mit dem ersten HomePod. Apple hat die Zahl der Tweeter reduziert, den Chip auf den S7 umgestellt und die Software getuned. In der Praxis wirkt der HomePod 2 effizienter, etwas tiefer im Bass und räumlicher abgestimmt. Dazu kommen neue Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die du in der Home-App nutzen kannst, etwa um Automationen zu starten: Wird es im Wohnzimmer zu kalt, schaltet sich automatisch der Heizkörperthermostat ein. Der alte HomePod kann da schlicht nicht mithalten.

Auch bei den kleinen Details merkt man die Überarbeitung. Die Touch-Oberfläche reagiert zuverlässig, Lautstärkeanpassungen sind fein genug abgestuft, um abends leise, aber klar hören zu können. Die Stromversorgung erfolgt fest per Kabel, kein Netzteil-Klotz stört unterm Sideboard. Der HomePod 2 bleibt damit ein stationärer Smartspeaker – wer Portabilität will, muss zu anderen Marken greifen oder auf AirPlay-fähige Akkulautsprecher setzen.

Beim Thema Datenschutz bleibt Apple seiner Linie treu: Sprachbefehle werden standardmäßig anonymisiert, und du kannst in den Einstellungen festlegen, was gespeichert wird. Mikrofone lassen sich zwar nicht per Hardware-Schalter trennen, aber per Software deaktivieren. Wer sensibel auf das Thema reagiert, dürfte sich mit einem Apple Smartspeaker tendenziell wohler fühlen als mit vielen Konkurrenzprodukten, auch wenn ein gewisses Grundvertrauen in den Hersteller immer nötig bleibt.

Unterm Strich positioniert sich der HomePod 2 klar: als hochwertiger, aber nicht billiger Einstieg in die Apple-Welt des Smart Home und als erstaunlich erwachsener Lautsprecher für Musik, Podcasts und Filme. Für HiFi-Puristen ersetzt er kein separates Stereo-Setup mit dediziertem Verstärker und großen Boxen. Für die meisten Nutzer, die ohnehin ein iPhone, ein iPad oder ein Apple TV nutzen, ist er aber ein spürbares Upgrade gegenüber simplen Bluetooth-Speakern oder TV-Lautsprechern.

Wer bereits tief im Apple-Ökosystem steckt, ein Faible für dichten, bassstarken Sound hat und sein Zuhause mit Matter- und HomeKit-Geräten smarter machen will, bekommt mit dem HomePod 2 ein sehr rundes Paket. Im Duett als Stereopaar wächst der Mehrwert deutlich – sowohl klanglich als auch als Zentrale für das vernetzte Zuhause.

HomePod 2 Verfügbarkeit prüfen und Angebot nicht verpassen

@ ad-hoc-news.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.