HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?

07.02.2026 - 09:01:18

Der HomePod 2 will als Apple Smartspeaker mit 3D Audio, Room Tuning und Matter-Support überzeugen. Reicht das Upgrade, um Musikfans und Smart-Home-Nutzer gleichermaßen zu begeistern?

Wenn der HomePod 2 zum ersten Mal im Wohnzimmer aufblüht, wirkt der Raum größer, als er eigentlich ist. Stimmen schweben frei im Raum, Bässe drücken satt, ohne zu wummern – genau dieses Gefühl versucht Apple mit dem neuen Apple HomePod im kompakten Format zu konservieren. Doch ist der Schritt zur zweiten Generation wirklich ein Upgrade, das sich lohnt, oder eher ein Feinschliff für Hardcore-Apple-Nutzer?

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Optisch bleibt Apple beim vertrauten, zylindrischen Design: Stoffmesh rundum, Touch-Oberseite mit animierter Siri-Welle, wahlweise in Weiß oder Mitternacht. Unter der minimalistischen Hülle steckt aber ein ziemlich ambitioniertes Klangsystem. Im Inneren arbeitet ein High-Excursion-Woofer, der für tiefe, kontrollierte Bässe zuständig ist, unterstützt von einem Ring aus fünf Hochtönern, die nach außen abstrahlen. Im ersten HomePod waren es noch sieben Tweeter – Apple hat also reduziert, verspricht aber dank besserer Signalverarbeitung einen präziseren Sweet Spot.

Der Woofer im HomePod 2 wird weit ausgelenkt, um auch bei niedrigen Lautstärken Fülle zu liefern. Fein abgestimmte Verstärker geben ihm genug Kontrolle, damit der Bass nicht zum dröhnenden Monolithen verkommt. Gerade bei akustischer Musik oder Jazz fällt auf, wie sauber Bassläufe gezeichnet werden. Der Apple Smartspeaker bleibt dabei erstaunlich souverän, selbst wenn man ihn deutlich lauter dreht, als der Raum eigentlich verträgt.

Die fünf Hochtöner sitzen kreisförmig und feuern den Sound in alle Richtungen. Das Ziel: ein möglichst gleichmäßiges, raumfüllendes Klangfeld. Unterstützt wird das durch die Raumakustik-Erkennung. Eingebaute Mikrofone analysieren Reflexionen von Wänden, Decken und Möbeln, der HomePod 2 passt daraufhin sein Abstrahlverhalten an. In der Praxis bedeutet das: Stell ihn ins Regal, auf ein Sideboard oder in eine Ecke – nach ein paar Sekunden klingen Höhen und Mitten deutlich ausgewogener, als man es von einem klassischen Smartspeaker gewohnt ist.

Spannend wird es bei 3D Audio mit Dolby Atmos. Mit Apple Music und entsprechend gemasterten Titeln öffnet der HomePod 2 die Bühne hörbar nach oben und zur Seite. Stimmen rücken greifbar in die Mitte, Flächen und Effekte legen sich wie ein Klanghalo um den Hörplatz. Besonders eindrucksvoll wird es im Stereo-Paar: Zwei HomePod 2 links und rechts vom Fernseher gekoppelt, dazu ein Apple TV 4K – plötzlich mutiert der Apple Smartspeaker zum ernstzunehmenden TV-Soundsystem, inklusive Unterstützung für eARC bei kompatiblen Fernsehern.

Im Vergleich zur ersten Generation sind die Unterschiede nicht brachial, aber spürbar: Der neue Apple HomePod spielt etwas wärmer, Stimmen treten klarer hervor, die Bühne wirkt geordneter. Wer den ersten HomePod noch im Ohr hat, wird keine völlig neue Welt erleben, aber eine hörbar modernisierte Abstimmung, die besser mit aktuellen Produktionen und 3D Audio harmoniert.

Herzstück des Systems ist der S7-Chip, bekannt aus der Apple Watch. Er übernimmt das Audio-Processing in Echtzeit: Dynamik, Entzerrung, Beamforming der Tweeter und das besagte Raum-Tuning werden permanent nachgeregelt. Der Vorteil: Der HomePod 2 klingt selbst bei leisen Pegeln erstaunlich voll und verliert auch bei höheren Lautstärken nicht die Kontrolle. Für audiophile Ohren ist das kein Ersatz für eine hochwertige Stereo-Anlage, aber als Smartspeaker-Klasse spielt er an der Obergrenze dessen, was in dieser Bauform aktuell möglich ist.

Natürlich bleibt der Apple HomePod mehr als nur ein Klangwürfel. Siri ist fest integriert und reagiert auf das bekannte "Hey Siri" (oder nur "Siri", je nach Einstellung). Sprachbefehle werden über ein Mikrofon-Array aufgefangen, das auch bei lauter Musik überraschend zuverlässig funktioniert. Endlich versteht Siri Timer, Musikwünsche oder das Dimmen des Lichts deutlich besser, als es viele von den frühen HomeKit-Tagen kennen.

Für Smart-Home-Fans ist besonders spannend: Der HomePod 2 fungiert als Thread Border Router und als vollwertige Matter-Steuerzentrale. Damit wird er zum Dreh- und Angelpunkt für kompatible Geräte verschiedenster Hersteller. Lampen, Steckdosen, Thermostate oder Sensoren, die Matter unterstützen, lassen sich so über die Home-App und Siri steuern – unabhängig davon, ob sie ursprünglich aus dem Apple-Kosmos stammen oder nicht.

In der Praxis bedeutet das: Der Apple Smartspeaker kann Lichtstimmungen, Routinen und Automationen zuverlässig schalten – vom Morgen-Shortcut mit gedimmtem Licht und leiser Musik bis zur Abwesenheits-Automation mit Bewegungssensoren und Sicherheitsbeleuchtung. Gerade in Kombination mit anderen Apple Geräten wie iPhone, iPad und Apple Watch ergibt sich ein angenehm nahtloses Bediengefühl. Wer jedoch komplett außerhalb des Apple-Ökosystems lebt, kann zwar Matter nutzen, verzichtet aber auf viele Komfortdetails.

Im Zusammenspiel mit Apple TV 4K zeigt der HomePod 2, dass er auch als Heimkino-Baustein ernstgenommen werden will. Über eARC können Fernsehton und Apps über den HomePod wiedergegeben werden. Filme mit Dolby Atmos profitieren von der 3D-Audio-Architektur, Explosionen und Soundeffekte wirken größer, als der kompakte Zylinder vermuten lässt. Ein dedizierter Subwoofer fehlt zwar, der integrierte Woofer liefert aber mehr Tiefgang, als viele herkömmliche Soundbars in derselben Preisklasse bieten.

Wem das nicht reicht, kann ein Stereo-Paar einrichten. Zwei identische HomePod 2 verschmelzen dann zu einem deutlich breiteren Stereobild. Links/Rechts-Panoramen in Musikstücken werden klarer abgebildet, Instrumente lassen sich besser orten. Wichtig: Ein Stereo-Paar funktioniert nur mit zwei HomePod 2 derselben Generation, ältere und neue Modelle lassen sich nicht mischen.

Die Steuerung ist typisch Apple: Musik startet man per Stimme, direkt aus Apple Music, über AirPlay 2 vom iPhone, iPad oder Mac, oder per Touch auf der Oberseite. Ein kurzes Tippen pausiert, doppeltes Tippen skippt. Wer das iPhone an den HomePod hält, übergibt die Wiedergabe per Handoff fast latenzfrei. Für Nutzer von Spotify oder anderen Streamingdiensten bleibt AirPlay der Weg der Wahl – eine native Spotify-Integration via Siri gibt es weiterhin nicht.

Im Alltag punktet der HomePod 2 mit Komfortdetails: Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren sind integriert und können sowohl für Automationen genutzt als auch direkt abgefragt werden ("Wie warm ist es im Wohnzimmer?"). Mehrere HomePods im Haus lassen sich als Intercom nutzen – ein kurzer Sprachbefehl und die Küchenansage landet auch im Arbeitszimmer.

Im Vergleich zu anderen Smartspeakern wie Amazons Echo-Serie oder Google Nest Audio positioniert sich der Apple Smartspeaker klar im Premiumsegment. Die Konkurrenz bietet oft den aggressiveren Funktionsumfang in Sachen Skills oder Drittanbieter-Services, aber selten diese Mischung aus Design, Materialanmutung und Klangqualität. Wer vor allem Musik hören will und bereits Apple Music nutzt, bekommt hier ein in sich stimmigeres Paket. Wer eher smarte Assistenten-Skills und maximale Plattformfreiheit sucht, wird mit einem Echo oder Nest unter Umständen glücklicher – und günstiger.

Preislich bleibt der HomePod 2 kein Schnäppchen. Er richtet sich klar an Nutzer, die bereits tief im Apple-Kosmos stecken und nicht davor zurückschrecken, für Klangqualität und nahtlose Integration etwas mehr zu bezahlen. Der Verzicht auf einen analogen oder digitalen Audioeingang und die starke Bindung an AirPlay und Apple-Dienste sind bewusst in Kauf genommene Einschränkungen. Für Puristen, die einen frei konfigurierbaren Netzwerklautsprecher suchen, ist das ein Nachteil, für Apple-Fans dagegen Teil des kontrollierten Ökosystems.

Unterm Strich spielt der Apple HomePod dort seine Stärken aus, wo Sound, Design und Smart Home ineinander greifen. Die Klangarchitektur mit Woofer und Ring aus Tweeter-Elementen, das intelligente Raum-Tuning und die solide 3D-Audio-Performance machen ihn zu einem der akustisch spannendsten Smartspeaker seiner Klasse. In Kombination mit Siri, Matter und den Sensoren wächst er zu einem Smart-Home-Hub heran, der mehr ist als nur ein Sprachrohr für Wetterabfragen.

Wer ein Android-Smartphone nutzt, andere Sprachassistenten bevorzugt oder absolute Plattformfreiheit will, sollte nüchtern bleiben und zu Alternativen greifen. Wer jedoch ein iPhone in der Tasche hat, Apple Music oder zumindest AirPlay 2 intensiv nutzt und sein Zuhause Stück für Stück in ein vernetztes, aber ästhetisch zurückhaltendes Smart Home verwandeln will, bekommt mit dem HomePod 2 ein außergewöhnlich gut abgestimmtes Werkzeug.

Für Apple-Ökosystem-Nutzer ist der neue Apple Smartspeaker deutlich mehr als ein hübsches Gadget: Er klingt erwachsen, integriert sich fast unsichtbar in den Alltag und dient gleichzeitig als Schaltzentrale für moderne Matter-Setups. Genau in dieser Schnittmenge aus Klang, Komfort und Kontrolle liegt seine eigentliche Stärke.

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