HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?
07.02.2026 - 04:56:14Wenn Musik wie ein weicher Vorhang aus dem Raum heraus klingt statt aus einer Box, passiert Magie. Genau diese Atmosphäre versucht der Apple HomePod 2 zu erzeugen – mit deutlich verbessertem 3D Audio, kräftigerem Bass und einer Smart-Home-Integration, die vor allem Nutzer im Apple-Ökosystem ansprechen soll. Doch ist der HomePod 2 wirklich das Upgrade, auf das audiophile Apple-Fans gewartet haben?
Jetzt den aktuellen Preis für den HomePod 2 checken
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
- Unabhängige Klangtests und Reviews zum HomePod 2 auf YouTube ansehen
- Stylishe Wohn-Setups mit HomePod 2 als Design-Highlight entdecken
- Kurze TikTok-Hacks & Tricks für den HomePod 2 im Alltag erleben
Apple positioniert den HomePod 2 als kompakten, aber durchaus ernstzunehmenden Smartspeaker für Musikliebhaber. Im Inneren arbeitet der hauseigene S7-Chip, der sonst in der Apple Watch steckt, als Gehirn für die gesamte Klangarchitektur. Im Vergleich zur ersten Generation hat Apple die Treiber-Anordnung überarbeitet: Ein großer High-Excursion-Woofer für den Tieftonbereich sitzt zentral, darunter ein Ring aus fünf Hochtönern – weniger als beim ursprünglichen HomePod, aber cleverer angesteuert.
Der Woofer im Apple HomePod liefert erstaunlich tiefen Bass für das Volumen des Gehäuses. Er bewegt viel Luft, bleibt aber in der Regel kontrolliert, ohne ins Dröhnen zu kippen, solange der Raum nicht akustisch völlig katastrophal ist. Der Ring aus seitlich abstrahlenden Hochtönern kümmert sich um die Höhen und die räumliche Abbildung. Gesteuert wird das Bündelungsverhalten durch den S7-Chip: Der Smartspeaker analysiert permanent den Raum mithilfe integrierter Mikrofone und passt Frequenzgang und Abstrahlung in Echtzeit an.
Genau hier entsteht das, was Apple unter "Computational Audio" versteht: Der HomePod 2 tastet Wände akustisch ab, erkennt Reflexionen und versucht, Stimmen und Instrumente so im Raum zu platzieren, dass sie sich klar von den Raummoden lösen. Bei einem einzelnen HomePod 2 wirkt das Ergebnis bereits erstaunlich breit – mit einem Stereopaar bekommt man eine Bühne, die sich deutlich von typischen Soundbars und vielen anderen Smartspeakern absetzt.
Spannend wird es mit 3D Audio und Dolby Atmos. In Verbindung mit Apple Music entfaltet der Apple HomePod seine Stärken: Atmos-Mixe öffnen sich hörbar nach oben und zur Seite, Stimmen schweben leicht vor dem Hörer, Synthflächen legen sich wie ein Teppich in den Raum. Ein HomePod 2 vor dem Schreibtisch klingt schon beeindruckend, ein stereoverkoppeltes Paar unter einem Apple TV 4K am Fernseher kann im Wohnzimmer ernsthaft eine kompakte Surround-Lösung ersetzen – solange die Erwartungen nicht Richtung voll ausgebautes Heimkino abdriften.
Im direkten Vergleich zur ersten Generation fällt auf: Der neue HomePod 2 spielt etwas fokussierter, die Mitten wirken aufgeräumter, Stimmen treten präsenter in den Vordergrund. Durch die veränderte Tweeter-Anzahl hat Apple offenbar die Bühne bewusst straffer abgestimmt. Wer den ersten HomePod mochte, wird den Nachfolger als erwachsener empfinden. Gegenüber vielen klassischen Bluetooth-Lautsprechern mit ähnlicher Größe wirkt der HomePod 2 souveräner, vor allem was Sprachverständlichkeit bei Podcasts und Serien angeht.
Als Smartspeaker lebt der Apple HomePod natürlich auch von Siri. Sprachbefehle werden über ein Mikrofon-Array sauber aufgenommen; der Lautsprecher versteht Befehle auch bei mittlerer Lautstärke überraschend zuverlässig. Die Reaktionszeit hängt wie immer von der Internetverbindung ab, ist im Alltag aber flott genug, um Musiksteuerung oder Smart-Home-Kommandos nicht zur Geduldsprobe zu machen. Endlich reagiert Siri auf dem HomePod 2 deutlich konsequenter auf alltägliche Befehle wie "Licht im Wohnzimmer dimmen" oder "Spiele meine Chill-Playlist".
Beim Thema Smart Home zeigt sich, dass Apple nachgelegt hat. Der HomePod 2 fungiert als Home-Hub für HomeKit und unterstützt Matter, den herstellerübergreifenden Smart-Home-Standard. Praktisch: Dadurch lassen sich auch viele Geräte nutzen, die nicht explizit als HomeKit-Accessoires gestartet sind, solange sie Matter sprechen. Wer bereits ein iPhone, eine Apple Watch oder ein iPad nutzt, erlebt die Steuerung über die Home-App angenehm konsistent. In reinen Apple-Haushalten fügt sich der Apple Smartspeaker dadurch extrem nahtlos ein.
Matter bedeutet in der Praxis: Philips Hue, Nanoleaf, Eve, einige smarte Steckdosen oder Thermostate – vieles davon lässt sich zentral vom HomePod 2 aus orchestrieren. Sprachbefehle verwandeln sich dann in Szenen: "Filmabend" dimmt Licht, schaltet bestimmte Steckdosen aus und startet über Apple TV den bevorzugten Streaming-Dienst. Der HomePod 2 wird vom passiven Lautsprecher zum stillen Dirigenten im Hintergrund. Wer dagegen vor allem auf Alexa-Skills oder tiefgehende Google-Assistant-Funktionen setzt, wird mit dem Apple-Ansatz weniger glücklich.
Optisch bleibt Apple seiner Linie treu: Der HomePod 2 wirkt wie eine sorgfältig gerundete, textilummantelte Säule, die eher an ein skandinavisches Design-Objekt als an einen klassischen Lautsprecher erinnert. Die leuchtende Touch-Oberfläche obendrauf reagiert auf Lautstärke-Änderungen und Touch-Gesten und zeigt bei Siri farbig pulsierende Wellen. In Weiß verschmilzt der Smartspeaker fast mit heller Einrichtung, in Mitternacht setzt er einen dezenten Akzent. Anders als viele bunte Konkurrenzmodelle ruft der Apple HomePod im Wohnzimmer eher "dezente HiFi" als "Gadget".
Im Alltag überzeugt besonders, wie unaufgeregt der HomePod 2 seine Aufgaben erledigt. Ein Fingertipp auf das iPhone genügt, um via Handoff Musik nahtlos vom Smartphone auf den Smartspeaker zu schieben. Mit einem Apple TV 4K verwandelt sich ein Stereopaar HomePod 2 in ein halbwegs ernstzunehmendes TV-Soundsystem mit solidem Bassdruck bei Actionfilmen. Für Gaming mit der Konsole ist die Latenz nicht perfekt, aber für Serien, Filme und Musik liefert das Setup eine sehr angenehme Kombination aus Klarheit und Raum.
Natürlich hat auch dieser Smartspeaker Grenzen. Er spielt nur dann wirklich aus, wenn man tief im Apple-Kosmos steckt: AirPlay 2, Apple Music, Apple TV – wer Spotify als Standard über Sprachbefehl nutzen will oder ein Android-Smartphone besitzt, stößt schnell an Komfortgrenzen. Der HomePod 2 ist zudem nicht der günstigste Vertreter seiner Klasse. Gemessen am klanglichen Ergebnis und der Verarbeitung bewegt er sich eher im gehobenen Mittelklasse-Segment der Multiroom- und Smartspeaker-Welt als im Einsteigerbereich.
Im Vergleich zu Alternativen wie Sonos One/ Era 100 oder Amazon Echo Studio positioniert sich der HomePod 2 sehr klar: weniger protzige Feature-Listen, mehr Fokussierung auf saubere Integration ins Apple-System und auf eine räumliche, vergleichsweise ausgewogene Wiedergabe. Der Bass drückt überraschend präzise, ohne übermäßig zu färben; Stimmen stehen stabil im Raum, Hi-Hats und feine Details bleiben auch bei leisen Pegeln gut hörbar. Wer kritisches Studiohören erwartet, ist hier falsch – wer einen wohnzimmertauglichen, eleganten Smartspeaker mit starkem Fokus auf Apple sucht, findet im HomePod 2 jedoch eine der aktuell stimmigsten Lösungen.
Unterm Strich ist der HomePod 2 ein Gerät für Menschen, die ihre Musik eher genießen als analysieren wollen. Die Kombination aus stabiler Raumabbildung, kräftigem Bass und Matter-fähigem Smart Home macht den Apple HomePod für Apple-User hochattraktiv. Wer seine Wohnung ohnehin mit HomeKit- oder Matter-Geräten ausstattet, bekommt mit diesem Apple Smartspeaker einen klanglich erwachsenen Mittelpunkt für Musik, Sprache und Automation.
Jetzt HomePod 2 sichern und Sound & Smart Home im Apple-Ökosystem aufrüsten


