HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im Klang-Check: Wie gut ist Apples smarter Smartspeaker wirklich?

06.02.2026 - 16:48:00

Der HomePod 2 bringt 3D-Audio, starken Bass und tiefere HomeKit-Integration ins Wohnzimmer. Wie smart, wie audiophil und wie alltagstauglich ist Apples Smartspeaker wirklich?

Wenn der HomePod 2 den ersten Akkord eines Atmos-Tracks ausspielt, wirkt das Wohnzimmer plötzlich größer, als es eigentlich ist. Stimmen schweben mittig im Raum, der Bass rollt warm und kontrolliert – typischer Apple-Moment, nur diesmal konsequent audiophil. Doch ist der neue Apple HomePod wirklich das ersehnte Upgrade für Klangfans und Smart-Home-Nerds?

Aktuellen Preis des Apple HomePod 2 jetzt checken

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Optisch bleibt Apple beim vertrauten Zylinder: Der Apple HomePod der zweiten Generation ist minimal kompakter als der erste, trägt aber das gleiche textilbespannte Gitter und die hinterleuchtete Touch-Oberfläche, die jetzt vollflächig illuminiert ist. Wer die Ästhetik des Apple Smartspeaker mochte, bekommt hier eine feinjustierte Neuauflage – unaufdringlich, aber klar Premium.

Spannender als das Design ist die Klangarchitektur im Inneren. Apple setzt im HomePod 2 auf einen High-Excursion-Woofer, der nach oben abstrahlt, flankiert von einem Ring aus fünf Horn-Hochtönern. Der ursprüngliche HomePod hatte noch sieben Tweeter – auf dem Papier klingt das wie ein Downgrade, in der Praxis nutzt Apple aber deutlich aggressiveres Computational Audio, um den Raum zu lesen und den Sound anzupassen. Der S7-Chip, bekannt von der Apple Watch, übernimmt hier die Echtzeit-Signalverarbeitung.

Im Hörtest wirkt der Bass des neuen Apple HomePod satter, aber besser kontrolliert als beim Vorgänger. Kickdrums kommen mit trockenem Punch, Synth-Bässe füllen den Raum, ohne zu dröhnen – solange der Smartspeaker nicht direkt in die Ecke gepresst wird. Das Raum-Scanning per integrierten Mikrofonen analysiert Reflektionen und justiert den Frequenzgang permanent nach. Besonders bei komplexen Produktionen mit viel Tiefbass wie moderner Electronica zeigt der HomePod 2, wie sauber er Struktur im Low-End halten kann.

Die Höhen wirken glänzend, aber selten scharf. Bei akustischen Stücken mit viel Beckenarbeit bleiben Details gut nachvollziehbar, ohne zu zischeln. Stimmen positioniert der Apple Smartspeaker charakteristisch weit vorne, was Podcasts und Gesang sehr angenehm macht. Im Vergleich zum ersten HomePod klingt der neue etwas offener, mit präziserer Räumlichkeit – weniger "Wolke", mehr definierte Bühne.

Seine eigentliche Bühne findet der HomePod 2 aber bei 3D-Audio. Mit Dolby Atmos-Inhalten aus Apple Music oder Filmen entsteht ein erstaunlich breites, manchmal fast schon überbreites Klangbild. Natürlich ersetzt ein einzelner Smartspeaker kein dediziertes Mehrkanal-Setup, doch bei gut gemasterten Tracks entsteht ein immersiver Raum, in dem Instrumente sehr klar seitlich und in der Tiefe staffeln. Im Stereopaar wächst das Ganze deutlich über typische Soundbars der Mittelklasse hinaus – besonders, wenn der Fernseher per eARC über ein Apple TV 4K angebunden wird.

Technisch spannend: Ein Stereopaar zweier Apple HomePod 2 kann als Standard-Audio-Output für das Apple TV dienen. Dialoge kleben dann fast schon irritierend präzise mittig, während Atmos-Effekte über die seitliche Abstrahlung der Tweeter aus dem Raum zu kommen scheinen. Für Filmfans im Apple-Ökosystem ist dieses Setup einer der stärksten Argumente für den HomePod 2, zumal die Sync-Probleme, die frühen HomePod-Nutzern manchmal Kopfzerbrechen bereiteten, merklich entschärft wurden.

Bei all dem Klang-Fokus bleibt der HomePod 2 natürlich ein Smartspeaker. Siri ist die Stimme des Systems – und ja, sie ist immer noch nicht so flexibel wie der Google Assistant oder Alexa. Allerdings hat Apple an wichtigen Stellschrauben gedreht: Bessere Spracherkennung bei Musikbefehlen, feinere Steuerung von Szenen und Automationen und vor allem die tiefe Integration ins Apple-Ökosystem. Wer iPhone, Apple Watch oder Mac nutzt, erlebt den HomePod 2 als natürliche Verlängerung dieser Geräte.

Für das Smart Home wird der Apple HomePod zur zentralen Schaltstelle. Er dient als Home-Hub für HomeKit und unterstützt Matter, den herstellerübergreifenden Smart-Home-Standard. Das bedeutet: Viele neue Geräte – auch jenseits der Apple-Welt – lassen sich ohne proprietäre Bridges einbinden. Licht, Heizung, Rollläden, Schlösser – alles kann per Sprache, Szenen oder Automationen über die Home-App verwaltet werden. In der Praxis funktioniert das angenehm unspektakulär: Einmal eingerichtet, läuft es einfach.

Ein nettes Detail: Der integrierte Temperatursensor und Luftfeuchtigkeitssensor im HomePod 2 öffnet spannende Automationsmöglichkeiten. Das System kann etwa die Heizung regeln, wenn eine bestimmte Raumtemperatur unterschritten wird, oder einen Luftreiniger anschalten, sobald die Luftfeuchtigkeit kippt. Das ist kein Feature, über das man beim Kauf nachdenkt, aber eines, das im Alltag leise überzeugt.

Im Vergleich zu typischen Smartspeaker-Alternativen wie Amazons Echo Studio oder Google Nest Audio positioniert sich der Apple HomePod klar im Premium-Segment. Klanglich spielt er mit seiner sauberen Basskontrolle, der breiten Bühne und dem sehr gut umgesetzten 3D-Audio mindestens auf Augenhöhe mit dem Echo Studio – gerade bei Musik wirkt er oft präziser und weniger effekthascherisch abgestimmt. Gegenüber günstigeren Multiroom-Lösungen zahlt man hier für die Kombination aus Sound, Design und Ökosystem-Tiefe.

Der Haken: Der HomePod 2 entfaltet seine volle Stärke nur im Apple-Universum. AirPlay 2, nahtloser Handoff vom iPhone, Steuerung über die Apple Watch, Privatsphäre-Features wie die On-Device-Verarbeitung vieler Siri-Anfragen – all das ist fantastisch, wenn du bereits Apple nutzt. Wer in einer gemischten Umgebung aus Android, Windows und verschiedenen Streaming-Ökosystemen unterwegs ist, stößt schneller an Grenzen. Ja, AirPlay von einem Mac oder kompatiblen Apps ist möglich, aber der Alltag wirkt dann weniger mühelos.

Auch in Sachen Musikdienste zeigt Apple seine typische Linie: Apple Music wird am tiefsten integriert. Sprachsteuerung von Spotify ist nur eingeschränkt möglich und fühlt sich gegenüber Apple Music weniger "natürlich" an. Wer ohnehin bei Apple Music zu Hause ist, profitiert von kuratierten 3D-Audio-Playlists, sauberer Siri-Steuerung und sehr schneller Wiedergabe. Alle anderen müssen abwägen, wie wichtig ihnen die nahtlose Sprachsteuerung ist.

Aus audiophiler Perspektive gilt: Ein einzelner HomePod 2 ersetzt keine gut positionierte Stereoanlage mit hochwertigen Regalboxen und Verstärker. Aber er schließt die Lücke zwischen klassischer HiFi-Anlage und typischem Smartspeaker beeindruckend gut. Besonders als Stereo-Paar setzt er eine erstaunlich dichte, dynamische Klangwand in mittelgroßen Räumen und bleibt dabei wohnzimmertauglich kompakt – kein Kabelsalat, kein Gerätepark.

Preislich bewegt sich der Apple HomePod nicht im Schnäppchen-Segment. Wer aber bereits ein iPhone besitzt, vielleicht ein Apple TV im Wohnzimmer nutzt und Wert auf starken, aber kontrollierten Sound legt, bekommt mit dem HomePod 2 ein sehr rundes Paket. Er ist kein Gadget, das mit einem Effekt beeindruckt und dann verstaubt, sondern eher ein stiller Dauerbegleiter: Musik, Nachrichten, Timer, Smart-Home-Schaltzentrale – und zwischendurch immer wieder dieser Moment, in dem ein Track besser klingt, als man es einem kompakten Smartspeaker zugetraut hätte.

Für wen lohnt sich der HomePod 2 also? Für Apple-User, die:

  • Apple Music oder zumindest intensiv AirPlay 2 nutzen,
  • ein Apple TV 4K besitzen und Filme mit besserem Klang erleben wollen,
  • ihr Smart Home mit HomeKit und Matter konsistent und datenschutzfreundlich steuern möchten,
  • Wert auf designstarke, wohnzimmertaugliche Hardware legen.

Wer hingegen primär Spotify per Sprache steuern, Android-Geräte integrieren oder den günstigsten Einstieg in die Smartspeaker-Welt sucht, wird mit Alternativen glücklicher – auch wenn diese klanglich selten so ausbalanciert auftreten wie der Apple HomePod der zweiten Generation.

Unterm Strich liefert der HomePod 2 genau das, was man sich vom ersten Modell gewünscht hatte: mehr Reife im Smart-Home-Bereich, mehr Integrations-Tiefe und ein Sound, der sich vom Hintergrundgedudel klar absetzt. Er ist nicht perfekt, aber in seiner Nische aus Design, Klangqualität und Apple-Integration derzeit einer der überzeugendsten Smartspeaker.

Jetzt HomePod 2 sichern, bevor der Preis wieder klettert

@ ad-hoc-news.de