HomePod 2, Apple HomePod

HomePod 2 im ausführlichen Klangtest: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich?

26.04.2026 - 06:33:02 | ad-hoc-news.de

Der HomePod 2 will mehr sein als ein smarter Lautsprecher: Apple verspricht raumfüllenden 3D-Sound, tiefen Bass und nahtlose Smart-Home-Steuerung. Im Test klären wir, ob der Apple HomePod 2 das Upgrade wert ist.

HomePod 2 im ausführlichen Klangtest: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de
HomePod 2 im ausführlichen Klangtest: Wie gut ist Apples Smartspeaker wirklich? - Foto: über ad-hoc-news.de

Der erste Eindruck vom Apple HomePod 2 ist weniger ein Blick als ein Moment des Hörens: Ein Akkord, der sich im Raum entfaltet, Stimmen, die sich klar von einem warmen, kontrollierten Bass lösen. Der HomePod 2 klingt nicht spektakulär im "Mehr ist mehr"-Sinne, sondern so, als hätte jemand den EQ deines Wohnzimmers feinjustiert. Und genau hier beginnt die eigentliche Frage: Ist der HomePod 2 das Upgrade, auf das Apple-Fans und Klangliebhaber gewartet haben – oder nur ein schön designtes Apple-Gadget mit Siri?

Apple positioniert den HomePod 2 als audiophilen Smartspeaker für Menschen, die schon tief im Apple-Ökosystem stecken – mit iPhone, Apple TV, Apple Music und vielleicht schon ein paar HomeKit-Geräten an Bord. Dabei verspricht der Hersteller nicht weniger als raumfüllenden 3D-Sound, intelligente Raumkalibrierung und eine Smart-Home-Zentrale mit Matter-Support. Im folgenden Test gehen wir genau diesen Versprechen auf den Grund.

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Bevor wir in die Details einsteigen, lohnt ein Blick auf die Philosophie hinter dem Apple HomePod 2. Apple verfolgt hier nicht den klassischen HiFi-Ansatz mit austauschbaren Komponenten, dicken Kabeln und externen DACs. Stattdessen verschmilzt der Hersteller DSP, Raumvermessung und Cloud-Intelligenz in einem kompakten, wohnzimmertauglichen Zylinder. Für Puristen mag das nach Kontrollverlust klingen, für pragmatische Musikfans eher nach: "Mach du, solange es gut klingt."

Im Zentrum steht beim HomePod 2 eine Kombination aus hoch-exkursionfähigem Tieftöner, fünf Hochtönern in Ringanordnung und dem S7-Chip, den Apple aus der Apple Watch kennt. Während der ursprüngliche HomePod noch mit sieben Hochtönern arbeitete, geht Apple in der zweiten Generation einen Schritt zurück – zumindest auf dem Papier. In der Praxis soll die verfeinerte Signalverarbeitung das wieder wettmachen, wenn nicht sogar übertreffen. Denn hier greift der eigentliche Zauber: Echtzeit-Raumkalibrierung über integrierte Mikrofone, die nicht nur deine Stimme, sondern auch den Reflektionscharakter deines Zimmers analysieren.

Wer den HomePod 2 zum ersten Mal startet, bemerkt davon zunächst wenig – außer, dass der Klang nach den ersten Sekunden minimal "nachzieht" und sich stabilisiert. Das ist der Moment, in dem der HomePod den Raum lernt. Steht er nahe an einer Wand oder in einer Ecke, zieht die Software den Bass zurück, zähmt Resonanzen und verteilt die Höhen so, dass sie nicht einfach scharf nach vorne feuern, sondern diffus und breit in den Raum gestreut werden. Dieses Verhalten unterscheidet den Apple HomePod deutlich von klassischen Bluetooth-Speakern, die meist nur laut können, aber nicht räumlich denken.

Gerade in mittelgroßen Räumen zeigt sich, wie konsequent Apple den HomePod 2 als Allround-Speaker positioniert. Für eine Two-Channel-HiFi-Anlage mit separatem Verstärker ist er kein Ersatz, aber für das tägliche Hören – vom leisen Jazz am Morgen bis zur elektronischen Playlist beim Kochen – reicht seine Klangkompetenz erstaunlich weit. Wer aus der ersten HomePod-Generation kommt, fragt sich zwangsläufig: Spürt man das Upgrade? Die kurze Antwort: Ja, insbesondere im Bassverhalten, in der Stimmabbildung und in der Konsistenz des 3D-Audios, wenn Dolby-Atmos-Material zugespielt wird.

Der HomePod 2 ist mit einem nach oben abstrahlenden High-Excursion-Woofer ausgestattet, der von einem leistungsstarken Neodym-Magneten angetrieben wird. Er arbeitet in einem geschlossenen Gehäuse, was nicht auf maximal tiefen Druck, sondern auf kontrollierte, sauber abklingende Bässe hindeutet. In der Praxis drückt der Bass überraschend präzise, ohne das typische "Wummern", das viele Smartspeaker bei höheren Pegeln zeigen. Kickdrums kommen trocken, Bassläufe sind klar nachverfolgbar, und selbst bei Pop-Produktionen mit stark komprimierten Tiefen hält der HomePod 2 die Kontur stabil.

Über diesem Fundament sitzt der Ring aus fünf Beamforming-Hochtönern, die rund um die Basis des Geräts verteilt sind. Diese Architektur erlaubt es dem HomePod 2, hohe und obere Mittenfrequenzen gezielt in verschiedene Richtungen zu senden – also nicht nur nach vorne, sondern auch seitlich und in Teilen reflektiv über Wände. Das Ergebnis ist eine Bühne, die nicht versucht, ein Stereo-Sweetspot-Erlebnis zu ersetzen, sondern eine Art 360-Grad-Blase kreiert. Stehst du neben dem HomePod 2, klingt er anders als frontal davor, aber die Charakteristik bleibt: Stimmen klar im Zentrum, Instrumente gut sortiert, Effekte umhüllend.

Hier kommt 3D-Audio ins Spiel, vor allem in Kombination mit Apple Music und Dolby-Atmos-Tracks. Der HomePod 2 versucht, aus einem einzigen Gehäuse heraus ein räumliches Bild zu erzeugen, bei dem Hallfahnen, Chor-Arrangements und Effektsounds dezent um dich herumwirbeln. Im Vergleich zum ersten HomePod wirkt dieses Klangbild reifer. Atmos-Spuren klingen weniger nach Demonstrationseffekt und mehr nach organischer Erweiterung der Bühne. Es entsteht nicht das präzise Objekt-Pinning eines dedizierten Atmos-Setups mit Deckenlautsprechern, aber für einen Smartspeaker dieser Größe ist die Immersion verblüffend.

Besonders spannend wird es, wenn du zwei HomePod 2 zu einem Stereo-Paar koppelst. Apple erlaubt dies derzeit nur mit zwei Geräten der gleichen Generation, also HomePod 2 mit HomePod 2, nicht mit dem ersten Modell gemischt. In diesem Setup zeigt sich, wie viel Audiopotenzial im Smartspeaker-Ansatz steckt. Der virtuelle Center verlagert sich exakt zwischen die beiden Lautsprecher, Stimmen schweben stabil im Raum, und das Bassfundament gewinnt an Souveränität, weil beide Woofer nun gemeinsam arbeiten. Atmos-Inhalte über Apple TV 4K und ein HomePod-2-Stereopaar liefern eine TV-Erfahrung, die viele Soundbars in Bedrängnis bringt, vor allem bei Dialogverständlichkeit und Musikscores.

Gleichzeitig gibt es klare physikalische Limits. Ein 2.1- oder 5.1-Setup mit separatem Subwoofer und größeren Membranflächen erzeugt mehr Dynamikreserven und Tiefbassautorität. Wer seinen Blockbuster-Abend bei Referenzpegeln feiert, wird auch mit zwei Apple HomePod Geräten nicht die gleiche Körperlichkeit spüren. Doch im Alltag, bei gehobener Zimmerlautstärke, punktet der HomePod 2 mit feiner Detailzeichnung. Becken schimmern, ohne zu zischeln, Stimmen bleiben auch in komplexen Mixen verständlich, und leise Nuancen in akustischen Aufnahmen gehen nicht unter.

Ein Alleinstellungsmerkmal im Apple-Kosmos ist die nahtlose Verzahnung mit Apple TV 4K. Der HomePod 2 kann als Standard-Audioausgabe für den Fernseher dienen. Das wirkt zunächst unspektakulär, ist im Alltag aber Gold wert: Einschalten, und der TV-Ton läuft automatisch über den HomePod. Keine separate Umschaltung, kein Hin und Her. Wer ein HomePod-2-Stereopaar nutzt, erlebt eine erstaunlich kohärente Filmton-Abbildung. Dialoge kleben förmlich an der Bildschirmmitte, Effekte lösen sich seitlich, und Musik legt sich wie ein weicher Teppich unter das Bild.

Im direkten Vergleich zum ursprünglichen HomePod fällt auf, dass Apple die tonale Ausrichtung leicht angepasst hat. Der erste HomePod neigte bei hohen Lautstärken zu einer etwas aggressiven Höhenpräsentation. Der HomePod 2 wirkt hier gezähmter, ohne an Auflösung zu verlieren. Der Bass reicht ähnlich tief, wirkt aber kontrollierter, weniger aufgeblasen. Kurz gesagt: Weniger "Wow, der ist aber bassstark" und mehr "Interessant, wie sauber der das sortiert". Für Langzeithören ist das deutlich angenehmer.

Spannend ist auch der Vergleich zu Alternativen wie dem Sonos Era 300 oder smarten Speakern von Amazon und Google. Der Sonos Era 300 spielt breiter, mit stärkerem Fokus auf räumliche Effekte, besonders im Atmos-Bereich. Dafür integriert sich der HomePod 2 tiefer in die Apple-Welt und punktet mit AirPlay 2 und Multiraum-Optionen, die sich nahtlos anfühlen. Gegenüber Amazon Echo Studio oder Google Nest Audio wirkt der Apple Smartspeaker erwachsener im Klangbild, mit besserer Sprachtrennung und einem souveräneren Bass, verliert aber deutlich an Attraktivität, sobald man kein iPhone oder iPad im Haushalt hat.

AirPlay 2 ist das versteckte Rückgrat des ganzen Konzepts. Der HomePod 2 wird zum Lautsprecher für dein iPhone, dein iPad, deinen Mac – ohne Codec-Gedöns wie bei Bluetooth (AAC, aptX, LDAC) im Vordergrund. Die Übertragung läuft im Apple-Universum stabil und latenzarm genug für Videos. Gleichzeitig kann der HomePod 2 in Gruppen spielen – Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer – alles synchron. Wer bereits mehrere Apple-Geräte besitzt, erlebt das als selbstverständlich. Kommt man von der heterogenen Welt aus Bluetooth-Boxen und unterschiedlichen Streaming-Protokollen, wirkt es fast magisch, wie reibungslos das Zusammenspiel funktioniert.

Ein zentrales Element des Apple HomePod 2 ist natürlich Siri. Lange war Apples Assistent im Vergleich zu Alexa und Google Assistant eher eine Quelle für Augenrollen als für Begeisterung. Mit der zweiten HomePod-Generation holt Siri auf – nicht spektakulär, aber spürbar. Sprachbefehle werden zuverlässiger erkannt, auch wenn im Hintergrund Musik läuft. "Hey Siri, leiser" funktioniert prompt, und auch komplexere Befehle im Smart-Home-Kontext werden inzwischen besser verstanden.

Gerade im Zusammenspiel mit HomeKit und der neuen Matter-Unterstützung wird der HomePod 2 zu einer Art Kommandozentrale für dein vernetztes Zuhause. Matter ist der herstellerübergreifende Smart-Home-Standard, der Geräte verschiedener Marken miteinander sprechen lassen soll. Der HomePod 2 dient hier als Matter-fähiger Steuerhub. Lampen, Thermostate, Steckdosen – sofern sie Matter unterstützen oder über HomeKit integriert sind – lassen sich zentral über den Smartspeaker kontrollieren. Ein "Hey Siri, gute Nacht" kann das Licht dimmen, die Temperatur absenken, Türen verriegeln und noch eine beruhigende Playlist starten.

Im direkten Vergleich zu Amazon Alexa bleiben aber Unterschiede. Alexa wirkt bei vielen Drittanbieter-Skills flexibler und unterstützt eine breitere Palette an Diensten, insbesondere im deutschsprachigen Raum. Siri punktet dagegen mit Datenschutz und tiefer iOS-Integration. Nachrichten vorlesen, Erinnerungen setzen, Kalender abfragen – alles fühlt sich wie eine Verlängerung des iPhones an. Wer bereits intensiv mit Kurzbefehlen (Shortcuts) arbeitet, kann komplexe Automationen bauen, die der HomePod 2 per Sprachbefehl auslöst.

Für Audio-Fans sind die Mikrofone mindestens so wichtig wie der Klang. Der HomePod 2 nutzt eine Ringanordnung aus vier Mikrofonen für Far-Field-Spracherkennung. Im Alltag bedeutet das: Selbst wenn Musik läuft, versteht dich das System erstaunlich häufig beim ersten Versuch. Der Lautstärkepegel wird kurz abgesenkt, Siri reagiert, führt die Aktion aus und bringt den Pegel wieder zurück. Diese Dynamik wirkt natürlich und weniger rabiat als bei manchen Konkurrenzsystemen, die den Sound abrupt abwürgen.

Ein weiterer Baustein ist die sogenannte computational audio – also die permanente Echtzeitanalyse von Raum und Wiedergabe. Der S7-Chip rechnet kontinuierlich an der Optimierung des Klangbilds. Ob du den HomePod 2 verschiebst, Möbel umstellst oder Vorhänge öffnest: Der Smartspeaker reagiert darauf, ohne dass du manuell nachjustieren musst. Für Purist:innen mag das nach Kontrollverlust klingen, doch der Zugewinn an Alltagstauglichkeit ist enorm. Man muss keine Messmikrofone aufstellen, keine EQ-Kurven zeichnen. Der HomePod 2 denkt mit.

Apple statten den HomePod 2 zudem mit einer Reihe von Sensoren aus, die über das reine Audio hinausgehen. Im Inneren sitzen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren, die sich im Smart Home nutzen lassen. Das klingt zunächst nach Nebensache, ist in der Praxis aber praktisch: Du kannst Automationen definieren, die bei bestimmten Temperaturen Lüfter einschalten, Heizungen steuern oder Benachrichtigungen senden. Im Apple-Ökosystem wird der Smartspeaker damit noch stärker zum Knotenpunkt.

Was das Design angeht, bleibt Apple seinem Stil treu: Minimalistisch, textilummantelt, in Schwarz (Mitternacht) und Weiß. Auf den ersten Blick wirkt der HomePod 2 wie eine Verfeinerung des Originals – etwas niedriger, etwas sanfter in den Proportionen. Die LED-Anzeige an der Oberseite, die Siri-Aktivität visualisiert, ist größer und wirkt lebendiger. Das Kabel ist diesmal abnehmbar, was in der Praxis angenehm ist, wenn du den Standort wechselst oder ein Kabelupgrade planst.

Der Touchbereich auf der Oberseite dient zur manuellen Steuerung: Antippen zum Play/Pause, Doppeltipp zum Songwechsel, Langdruck für Siri. Die Lautstärkeanpassung erfolgt über plus- und minus-Symbole. Alles fühlt sich haptisch konsistent an, auch wenn du hier nur mit leichter Berührung arbeitest. Es ist typisch Apple: Keine physischen Knöpfe, aber eine Bedienlogik, die nach wenigen Minuten im Muskelgedächtnis sitzt.

Der Apple HomePod 2 ist klar für Menschen konzipiert, die sich im Apple-Universum zu Hause fühlen. Wer ein Android-Smartphone nutzt, wird hart ausgebremst: Einrichtung und volle Kontrolle setzen ein iPhone oder iPad voraus. Ja, man kann den HomePod 2 per AirPlay auch von einem Mac oder iOS-Gerät eines Gasts bespielen, aber die Idee des Geräts – tiefe Integration mit Apple Music, Home-App, Siri, Apple TV 4K – entfaltet sich nur mit einem Apple-Setup.

Im Vergleich zu Multiroom-Systemen wie Sonos ist der HomePod 2 zudem weniger offen. Sonos bietet native Apps für Spotify, Tidal, Qobuz und viele weitere Dienste, während Apple beim HomePod 2 natürlich Apple Music in den Vordergrund stellt. Spotify lässt sich zwar per AirPlay streamen, aber nicht mit derselben Tiefe an Sprachsteuerung und nativer Integration. Wer primär Spotify nutzt und kein Interesse an Apple Music hat, muss sich bewusst sein, dass der HomePod 2 mehr Brückenlösung als Heimathafen sein wird.

Preislich positioniert sich der Smartspeaker im oberen Segment. In vielen Haushalten wird die Frage nicht lauten, ob der Apple HomePod ein guter Lautsprecher ist – sondern ob er den Preis im persönlichen Nutzungsmix rechtfertigt. Wenn du Apple Music abonniert hast, einen Apple TV 4K nutzt und bereits HomeKit-Geräte steuerst, wächst sein Mehrwert mit jedem weiteren Baustein. Für Audiophile, die auf verlustfreie Streams, geringe Latenzen im Apple-Kosmos und elegantes Design Wert legen, stellt der HomePod 2 eine durchaus schlüssige All-in-One-Lösung dar.

Interessant ist auch, wie Apple den HomePod 2 als Teil eines Ökosystems aus kleineren HomePod mini und den größeren Modellen positioniert. Ein Setup könnte so aussehen: HomePod 2 als Hauptlautsprecher im Wohnzimmer, HomePod mini in Küche und Schlafzimmer für Sprachanweisungen und Hintergrundmusik. Über AirPlay 2 lassen sich diese Zonen flexibel koppeln. Dabei übernimmt der HomePod 2 die Rolle des audiophilen Ankers – dort, wo bewusst Musik gehört oder Filme geschaut werden.

Die Frage, ob sich der Umstieg vom ersten HomePod auf den HomePod 2 lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer mit dem Klang des Originals zufrieden ist und primär Musik in Stereo hört, gewinnt mit dem neuen Gerät vor allem bei Atmos-Inhalten, smarterem Bassmanagement und den erweiterten Smart-Home-Funktionen (Matter, Sensoren). Wer allerdings ein defektes oder in die Jahre gekommenes Modell ersetzen möchte, bekommt mit dem HomePod 2 eine hörbar modernisierte Version der ursprünglichen Idee.

Gegenüber klassischen Lautsprechern mit analogem Verstärker bleibt eine philosophische Differenz: Du kaufst beim HomePod 2 nicht nur Treiber und Gehäuse, sondern einen über die Zeit updatefähigen Computer. Apple kann per Software zusätzliche Funktionen, Verbesserungen im DSP und neue Smart-Home-Fähigkeiten nachreichen. Zugleich bist du davon abhängig, dass der Hersteller sein Produkt über viele Jahre unterstützt. Der ursprüngliche HomePod wurde nach vergleichsweise kurzer Zeit eingestellt, aber weiterhin mit Softwareupdates versorgt. Wer empfindlich auf Plattformabhängigkeit reagiert, sollte diesen Aspekt im Hinterkopf behalten.

Im Hörtest mit unterschiedlichen Genres zeigt sich der Apple HomePod 2 flexibel. Bei akustischem Jazz zeichnet er Kontrabass-Linien plastisch nach, Becken schweben fein und luftig im Raum, Saxofon und Stimme stehen präsent, ohne ins Ohr zu schlagen. Bei elektronischer Musik mit tiefen, synthetischen Bässen bleibt der Lautsprecher gelassen – er schiebt nicht absurd viel Luft, hält aber die Struktur im Tieftonbereich sauber. Gitarrenlastige Tracks profitieren von der klaren Mittenabbildung: Crunchige Riffs werden differenziert dargestellt, ohne im Gesamtsound zu matschen.

Klassikliebhaber:innen werden die Limitierungen im Raumvolumen bemerken, besonders bei groß besetzten Orchestern. Ein echtes Stereo-Setup mit Standlautsprechern kann die Staffelung in Tiefe und Breite besser herausmeißeln. Dennoch überrascht, wie organisch der HomePod 2 komplexe Passagen sortiert. Streicher klingen angenehm seidig, ohne in harsche Schärfe zu kippen, wenn die Aufnahme passt. Dynamiksprünge werden angemessen transportiert, auch wenn der letztliche Headroom natürlich von Gehäusegröße und DSP-Limits begrenzt bleibt.

Im Alltag spielt allerdings nicht nur die maximale Klangqualität eine Rolle, sondern auch die Hemmschwelle, Musik überhaupt einzuschalten. Der HomePod 2 senkt diese Hemmschwelle auf ein Minimum. "Hey Siri, spiel etwas Entspannendes" – und innerhalb von Sekunden füllt sich der Raum mit Musik, die zu Stimmung und Tageszeit passt. Du musst keine Quelle wählen, keinen Eingang umschalten, keine App öffnen. Genau in diesem Komfort liegt der unterschätzte Mehrwert eines gut integrierten Smartspeakers.

Besonders charmant ist die Handoff-Funktion mit dem iPhone. Hörst du unterwegs einen Song, kannst du das iPhone einfach an den HomePod 2 halten, und die Wiedergabe springt auf den Smartspeaker. Keine Sucherei in Menüs, kein Neuaufsetzen der Playlist – der Übergang wirkt fast physisch. Für Menschen, die Musik wie einen konstanten Hintergrundfaden durch ihren Tag laufen lassen, wirkt das selbstverständlich, aber im Vergleich zu vielen anderen Systemen eben doch außergewöhnlich reibungslos.

Natürlich ist der HomePod 2 nicht frei von Kompromissen. Die geschlossene Apple-Welt ist Segen und Fluch zugleich. Segen, weil alles hervorragend ineinandergreift, Fluch, weil du dich aus freien Stücken in dieses Ökosystem einsperrst. Wenn du heute primär mit Android arbeitest, Spotify nutzt und auf offene Standards Wert legst, zeigt dir der HomePod 2 relativ klar die Grenzen. AirPlay bleibt Apple-zentriert, die Einrichtung setzt iOS voraus, und die angenehmste Nutzung ergibt sich nur im Verbund mit weiteren Apple-Geräten.

Andererseits: Wer ohnehin tief in dieser Welt verankert ist, wird die Geschlossenheit kaum als Einschränkung empfinden. Im Gegenteil, vieles davon wirkt dann wie ein unsichtbares Versprechen: Es funktioniert einfach. Keine Treibersuche, keine Formatprobleme, keine kryptischen Fehler. Der HomePod 2 wird zur verlängernden Hand deines iPhones – nur eben mit deutlich mehr Membranfläche und akustischer Präsenz.

Unterm Strich formt der Apple HomePod 2 ein klares Profil: Er ist kein Studiomonitor, kein Lautsprecher für Messfetischisten, kein Allround-Bluetooth-Brüllwürfel. Er ist ein audiophil angehauchter Smartspeaker, der im Alltag mühelos mitläuft, bei Bedarf beeindruckend aufdreht und sich dabei nie in den Vordergrund drängt. Sein Klangbild ist ehrlich, leicht warm, langzeittauglich und räumlich so großzügig, wie es seine physikalischen Maße erlauben. Seine Smart-Home-Integration ist tief, wenn du Apple vertraust, und begrenzt, wenn du es nicht tust.

Für wen lohnt sich der Kauf also? Für Nutzerinnen und Nutzer, die bereits ein iPhone besitzen, idealerweise Apple Music und einen Apple TV 4K verwenden und ihr Zuhause zunehmend mit HomeKit- oder Matter-Geräten ausstatten. In diesem Setup ist der HomePod 2 mehr als ein Lautsprecher: Er ist Fernbedienung, Sprachassistent, Klangmöbel und Schaltzentrale. Wer hingegen einen universellen, plattformagnostischen Speaker für Spotify, Tidal und Co. sucht, findet bei Herstellern wie Sonos flexiblere Lösungen.

Wenn du genau in das Raster fällst, das Apple im Kopf hatte, als der HomePod 2 entworfen wurde, ist er ein beeindruckend stimmiges Produkt. Der Smartspeaker vereint wohnzimmertaugliches Design, ernstzunehmende Klangqualität, zukunftsorientierte Smart-Home-Funktionen mit Matter und eine Usability, die den technischen Unterbau fast vergessen lässt. Die größte Kunst des Apple HomePod ist vielleicht, dass er dich nach ein paar Tagen nicht mehr mit seiner Technik beschäftigt, sondern einfach Musik, Licht, Temperatur und Szenen wie selbstverständlich in deinen Alltag integriert.

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