HomePod 2 im Audio-Check: Wie gut klingt der neue Apple Smartspeaker wirklich?
08.02.2026 - 18:35:22Wenn der erste Akkord den Raum füllt, wirkt der HomePod 2 fast unsichtbar – bis die Basswelle einsetzt. Der Apple HomePod der zweiten Generation will mehr sein als ein hübscher Smartspeaker: raumfüllender 3D-Sound, tiefere Integration ins Apple-Universum und smartere Home-Steuerung. Doch rechtfertigt der HomePod 2 wirklich ein Upgrade – oder reicht die alte Generation beziehungsweise ein anderer Apple Smartspeaker?
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Äußerlich bleibt Apple beim bekannten Konzept: zylindrisches Design, akustisch transparentes 3D-Mesh, oben das hintergrundbeleuchtete Touchfeld mit der typischen Wellen-Animation von Siri. Der HomePod 2 wirkt wie eine verfeinerte Skulptur des Originals – minimalistischer, aber mit subtilen Details, etwa dem weicheren Übergang zur Oberseite und neuen Farbvarianten wie Mitternacht. In typischer Apple-Manier fügt er sich eher ins Interieur ein, statt auf sich aufmerksam zu machen.
Spannend wird es im Inneren. Der HomePod 2 setzt auf einen kräftigen High-Excursion-Woofer, der vertikal nach oben arbeitet, und fünf Horn-Hochtöner, die im unteren Ring verteilt sitzen. Beim ersten HomePod waren es noch sieben Tweeter – auf dem Papier ein Rückschritt, in der Praxis aber eher eine Neuausrichtung: Der Fokus liegt jetzt stärker auf präziser Bündelung und effizienterem Beamforming. Unterstützt wird das Ganze vom S7?Chip, den man bereits aus der Apple Watch kennt. Er übernimmt die Echtzeit-Analyse von Musik, Reflexionen und Raumakustik und steuert die Treiber entsprechend nach.
Stellst du den HomePod 2 zum ersten Mal auf – egal ob auf dem Sideboard oder im Bücherregal – kalibriert er sich automatisch. Über eingebaute Mikrofone erkennt er Wände und Hindernisse, passt Frequenzgang und Abstrahlverhalten an und sorgt so dafür, dass Stimmen nicht im Bassnebel verschwinden. Hier merkt man, wie weit Apple die Idee des "raumadaptiven Lautsprechers" weitergedacht hat. Der Klang wirkt kontrollierter als beim Original, gerade im Oberbassbereich, wo der erste HomePod manchmal etwas aufgebläht klang.
Bei Musik spielt der Apple HomePod seine Talente besonders mit 3D Audio und Dolby Atmos aus. In Verbindung mit Apple Music werden kompatible Tracks räumlich aufgefächert: Vocals stehen klar im Zentrum, Synth-Flächen und Gitarren wandern breit in den Raum, während Effektspuren quasi um dich herum schweben. Zwei HomePod 2 im Stereo-Verbund verstärken diesen Effekt deutlich – der Sweet Spot wird größer, der virtuelle Raum tiefer. Wer von einer einzelnen Sonos-Box oder einem Echo zum HomePod 2 wechselt, wird vor allem die definiertere Bühne und die präzise Ortung einzelner Instrumente wahrnehmen.
Der Bass des HomePod 2 ist typischer Apple: kontrolliert, überraschend tiefreichend für die Gehäusegröße, aber nie übertrieben. Bei elektronischer Musik drückt der Woofer sauber, ohne zu wummern, während bei akustischen Aufnahmen Kontrabässe und Kickdrums mit feinem Antritt statt dumpfem Grollen kommen. Im direkten Vergleich zum ersten HomePod legt der HomePod 2 etwas an Tiefe zu, wirkt aber gleichzeitig weniger bullig – eher studio-orientiert als partyorientiert. Für audiophile Hörer, die Präzision über reinen Pegel stellen, ist das ein spürbares Upgrade.
Mitten und Höhen sind klar, brillant, aber selten scharf. Podcasts und Stimmen profitieren enorm: Moderatoren klingen, als würden sie unmittelbar vor dir sitzen, S?Laute bleiben zivilisiert. Auch bei höheren Lautstärken hält der HomePod 2 die Zügel fest in der Hand. Kompression setzt erst spät ein, Verzerrungen sind erstaunlich gut im Griff. Im direkten Vergleich mit vielen anderen Smartspeakern in dieser Größe – von Echo Studio bis Sonos One – spielt der Apple HomePod in puncto Feinauflösung und Homogenität schlicht eine Klasse höher, solange du tief im Apple-Kosmos unterwegs bist.
Smarter wird der Smartspeaker vor allem durch das, was du nicht siehst. Der HomePod 2 unterstützt Matter, den neuen herstellerübergreifenden Standard für Smart-Home-Geräte. Bedeutet: Er kann als Steuerzentrale (Home Hub) für eine wachsende Zahl von Lampen, Sensoren und Steckdosen dienen – auch wenn sie nicht von Apple stammen, solange sie Matter-fähig sind. In Kombination mit der Home-App auf iPhone, iPad oder Mac entstehen komplexe Szenen: Licht dimmt bei Sonnenuntergang, Rollläden fahren morgens hoch, der Luftqualitätswert entscheidet, wann gelüftet werden sollte.
Ja, richtig gelesen: Der HomePod 2 bringt integrierte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren mit. Der Apple Smartspeaker wird so zum unauffälligen Wächter deiner Raumluft. Über Automationen lässt sich etwa ein smarter Ventilator aktivieren, sobald eine bestimmte Temperatur überschritten wird. Außerdem greift Apple auf eine interne Architektur zurück, die auch Thread unterstützt – wichtig für stabile, verzögerungsarme Kommunikation mit kompatiblen Geräten.
Siri bleibt der Dreh- und Angelpunkt der Interaktion. Der Sprachassistent ist längst nicht perfekt, aber beim HomePod 2 spürbar reaktionsschneller als in früheren Iterationen. Sprachbefehle für Musik, Lautstärke oder HomeKit-Szenen werden zügig umgesetzt, und durch die „Hey Siri“-Erkennung aus mehreren Richtungen musst du nicht ins Gerät hineinrufen. Im Alltag wirken die Mikrofone ziemlich treffsicher, auch wenn im Hintergrund Musik läuft. Endlich versteht Siri alltägliche Kommandos zur Wiedergabe oder zum Lichtschalten mit deutlich höherer Zuverlässigkeit – vorausgesetzt, du bleibst im Apple-Wortschatz.
Im Vergleich zum ersten HomePod positioniert sich der HomePod 2 als evolutionäres Upgrade mit klarem Fokus auf Integration statt Spektakel. Der Klang ist reifer, die Raumkorrektur besser, der Energieverbrauch optimiert. Gleichzeitig öffnet Matter das Tor zu einem breiteren Smart-Home-Universum. Wer bereits einen alten HomePod besitzt, wird vor allem die verbesserte S7?Signalverarbeitung, die Sensoren und den modernisierten Smart-Home-Fokus zu schätzen wissen. Für Besitzer eines HomePod mini ist der Sprung noch deutlicher: deutlich mehr Volumen, satterer Bass, echter 3D-Sound und eine ganz andere Souveränität bei höheren Lautstärken.
Gegenüber Alternativen wie Sonos One, Sonos Era 100 oder Amazon Echo Studio definiert sich der HomePod 2 nicht nur über seinen Klang, sondern über seine Rolle als Apple-Schaltzentrale. AirPlay 2, nahtlose Integration mit iPhone, iPad, Mac, Apple TV 4K und Apple Music, Multiroom-Funktionen, Handoff vom iPhone zum HomePod – wer vollständig im Apple-Ökosystem lebt, bekommt ein fast reibungsloses Erlebnis. Auf der anderen Seite bleibt der HomePod 2 relativ verschlossen: Spotify-User müssen mit Workarounds via AirPlay leben, Android-Nutzer sind de facto außen vor.
Besonders spannend ist der Einsatz im Wohnzimmer mit Apple TV 4K. Pairst du zwei HomePod 2 als Stereo-Set mit dem Apple TV, verwandeln sie sich in eine Art unsichtbare Soundbar mit Dolby-Atmos-Fähigkeiten. Filme bekommen mehr Tiefe, Dialoge sind kristallklar, Effekte lösen sich überzeugend vom Gerät. Der Subwoofer-Ersatz ist das Duo nicht, aber für viele Räume reicht der Punch der beiden HomePod 2 vollkommen aus. Die Lippensynchronität ist im Apple-Kosmos vorbildlich, was viele klassische Bluetooth- oder AirPlay-Lösungen nicht so sauber hinbekommen.
Ehrlich muss man aber auch die Schattenseiten benennen: Der HomePod 2 ist klar kein Schnäppchen, und seine Stärken entfaltet er fast ausschließlich im Zusammenspiel mit Apple-Geräten und Apple Music. Wer plattformoffen unterwegs ist oder stark auf Spotify, Tidal oder Amazon Music setzt, wird mit einem Sonos-System oft flexibler fahren. Außerdem bleibt Siri im direkten Vergleich mit Alexa oder dem Google Assistant in einigen Wissens- und Konversationsbereichen hinterher, auch wenn die Basis-Kommandos für Musik und Smart Home souverän sitzen.
Lohnt sich der HomePod 2 also? Für Nutzer, die tief in der Apple-Welt stecken, regelmäßig Apple Music nutzen und ein stabiles, hochwertiges Smart Home mit Matter aufbauen wollen, lautet die Antwort klar: Ja. Der HomePod 2 ist weniger ein einzelner Lautsprecher, mehr ein akustisches Interface für dein gesamtes Apple-Ökosystem. Wer hingegen nur einen isolierten Smartspeaker für Spotify und gelegentliche Sprachbefehle sucht, findet im Wettbewerb günstigere und teils flexiblere Alternativen.
Am stärksten glänzt der HomePod 2 in diesen Szenarien:
- Du nutzt iPhone, iPad, Mac und Apple TV 4K und möchtest eine zentrale, hochwertige Audiozentrale.
- Du hörst hauptsächlich über Apple Music und willst 3D Audio/Dolby Atmos voll auskosten.
- Du planst oder betreibst ein Smart Home mit HomeKit und Matter-Geräten.
- Du bevorzugst einen musikalisch ausgewogenen, detailreichen Klang statt reinen Party-Pegels.
In dieser Konstellation liefert der Apple HomePod ein rundes Gesamtpaket, das klanglich über typischen Smartspeakern steht und sich gleichzeitig nahtlos in deinen Alltag integriert. Wer mehr will, stellt sich ein zweites Exemplar dazu und bekommt ein Stereo-Setup, das klassische Kompaktlautsprecher in kleineren Wohnräumen ernsthaft unter Druck setzt.
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