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Home Depot Aktie: Gewinn unter Druck

19.05.2026 - 13:19:11 | boerse-global.de

Home Depot verzeichnet im ersten Quartal 2026 einen Gewinnrückgang, bleibt aber optimistisch und hält an der Jahresprognose fest.

Home Depot Aktie: Gewinn unter Druck - Foto: über boerse-global.de
Home Depot Aktie: Gewinn unter Druck - Foto: über boerse-global.de

Besser als befürchtet — und trotzdem im Minus. Home Depot hat heute die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Das Ergebnis: ein Gewinnrückgang, der die Anleger aber offenbar weniger erschreckt hat als gedacht.

Umsatzplus, Gewinnminus

Der Gesamtumsatz kletterte in den drei Monaten bis zum 3. Mai um 4,8 Prozent auf knapp 41,8 Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer Basis fiel das Wachstum mit plus 0,6 Prozent deutlich bescheidener aus — und blieb damit hinter den Analystenerwartungen zurück. In den USA lag das Vergleichsflächenwachstum sogar nur bei 0,4 Prozent.

Beim Gewinn sieht es noch nüchterner aus. Unter dem Strich brach der Nettogewinn um 4,2 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Dollar ein. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank um 3,7 Prozent auf 3,43 Dollar. Ein stärkerer Rückgang war von den Analysten allerdings eingepreist worden — das sorgte für die positive Reaktion an der Börse. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um rund 0,7 Prozent auf etwa 302 Dollar zu.

Haupttreiber des Gewinnrückgangs waren die gestiegenen Betriebskosten, die im Jahresvergleich um 5,7 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar anzogen. Die operative Marge schrumpfte spürbar — bereinigt von 13,2 auf 12,3 Prozent.

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Strukturelles Problem bleibt

Die eigentliche Bremse ist seit Monaten bekannt: Der US-Immobilienmarkt steckt in der Klemme. Hohe Hypothekenzinsen halten potenzielle Käufer davon ab, Häuser zu kaufen und anschließend zu renovieren. Das drückt direkt auf die Nachfrage nach größeren Heimwerker- und Umbauprojekten — dem eigentlichen Kerngeschäft mit den höheren Margen.

CEO Ted Decker bestätigte, dass sich die Nachfrageentwicklung im ersten Quartal 2026 kaum von der des gesamten Geschäftsjahres 2025 unterschieden habe. Kein Aufschwung, aber auch kein weiterer Einbruch. Hinzu kommt die allgemeine Kaufzurückhaltung der Verbraucher — eine Mischung aus Inflationsfolgen und Unsicherheit über die wirtschaftliche Lage.

Jahresprognose bleibt stehen

Trotz des schwachen Quartalsauftakts hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose für 2026 fest. Der Gesamtumsatz soll um 2,5 bis 4,5 Prozent wachsen, das Vergleichsflächenwachstum zwischen null und zwei Prozent liegen. Beim bereinigten Gewinn je Aktie peilt das Management eine Bandbreite von null bis vier Prozent Plus gegenüber dem 2025er-Wert von 14,69 Dollar an.

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