Homann Holzwerkstoffe Anleihe: Anlaufkosten belasten
16.03.2026 - 09:46:19 | boerse-global.deDas neue Werk in Litauen kostet Homann Holzwerkstoffe gerade spürbar Geld. Der Halbjahresbericht für das zweite Halbjahr 2025 zeigt: Während das Kerngeschäft stabil läuft, zieht der Werkshochlauf in Pagiriai die Gesamtergebnisse deutlich nach unten.
Umsatz wächst, Marge bricht ein
Der Umsatz stieg im zweiten Halbjahr 2025 auf 188,1 Millionen Euro – ein Plus von rund 2,5 Prozent gegenüber den 183,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Treiber war dabei kein Preisanstieg, sondern schlicht mehr Volumen. Soweit, so ordentlich.
Das bereinigte EBITDA erzählt eine andere Geschichte. Es fiel von 27,9 Millionen Euro auf 16,1 Millionen Euro – die Marge schrumpfte von 15,5 auf 8,2 Prozent. Ohne die Anlaufverluste aus Litauen hätte das EBITDA der Bestandswerke bei 27,2 Millionen Euro gelegen, was einer weiterhin stabilen, wenn auch leicht rückläufigen operativen Leistung entspricht. Den verbleibenden Rückgang erklären gestiegene Materialkosten sowie höhere Betriebsaufwendungen.
Das Konzernergebnis rutschte im zweiten Halbjahr auf minus 10,1 Millionen Euro – nach plus 6,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Pagiriai wären es immerhin 6,7 Millionen Euro gewesen.
Gesamtjahr 2025 im Rahmen der Erwartungen
Für das Gesamtjahr 2025 bestätigt sich die frühere Prognose: Der Jahresumsatz lag bei 383,1 Millionen Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert von 369,9 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 38,2 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 56,3 Millionen Euro aus 2024, aber offenbar so erwartet und eingeplant.
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Zwei weitere Entwicklungen verdienen Beachtung. Die Finanzierung des Litauen-Projekts wurde bis 2030 verlängert, was die Kapitalstruktur für den weiteren Hochlauf absichert. Gleichzeitig hat das Unternehmen das Joint Venture in Ägypten zum 3. November 2025 per Vergleich beendet – die eigenen Anteile wurden an den Partner zurückveräußert, ein laufendes Schiedsverfahren damit abgeschlossen.
Das Eigenkapital sank zum Jahresende 2025 auf 186,3 Millionen Euro, nach 197,1 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die Eigenkapitalquote liegt bei 30,0 Prozent – ein Rückgang, der sich direkt aus dem negativen Halbjahresergebnis und Währungseffekten erklärt.
Der vollständige Geschäftsbericht 2025 soll am 24. April 2026 erscheinen. Dann dürfte auch ein Ausblick auf das laufende Jahr folgen – und die Frage beantwortet werden, wann Pagiriai aufhört zu kosten und beginnt, zu verdienen.
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