Holcim, CH0012214059

Holcim Ltd-Aktie (CH0012214059): Zukauf in Peru und US-Börsenpläne rücken den Baustoffkonzern in den Fokus

28.05.2026 - 08:09:26 | ad-hoc-news.de

Holcim aus der Schweiz treibt seine Portfolio- und Kapitalmarktstrategie weiter voran: Nach dem Mehrheitskauf beim peruanischen Zementhersteller Cementos Pacasmayo und der Vorbereitung einer US-Listung der Nordamerika-Sparte bleibt die Holcim-Aktie an der SIX Swiss Exchange im Blickfeld aktiver Anleger.

Holcim, CH0012214059
Holcim, CH0012214059

Holcim aus der Schweiz bleibt für Anleger an der SIX Swiss Exchange eine der zentralen Adressen im globalen Baustoffsektor: Der Konzern hat über eine Tochtergesellschaft Ende März 2026 den indirekten Erwerb von 50,01 Prozent der Stimmrechte am peruanischen Zementhersteller Cementos Pacasmayo abgeschlossen und damit seine Präsenz in Lateinamerika ausgebaut, wie aus regulatorischen Unterlagen von Cementos Pacasmayo hervorgeht, die sich auf Holcims Transaktion vom Dezember 2025 beziehen, laut StockTitan/SEC-Filing, Stand 25.03.2026. Parallel bereitet Holcim die Abspaltung und eigenständige US-Listung seiner Nordamerika-Aktivitäten unter dem Namen Amrize vor, wodurch der heimische Schweizer Baustoffkonzern eine stärkere Kapitalmarktpräsenz in den USA anstrebt, wie Holcim-Investor-Relations-Materialien und begleitende Marktberichte zusammenfassen, unter anderem laut ad-hoc-news.de, Stand 26.05.2026.

Die Aktie von Holcim notierte am 27.05.2026 im Handel an der SIX Swiss Exchange in Zürich bei 76,64 CHF und lag damit rund 1,6 Prozent über dem Vortagesschluss, womit der Titel zeitweise zu den Gewinnern im SMI-Umfeld zählte, laut Kursübersicht von finanzen.ch, Stand 27.05.2026. Für deutsche Privatanleger ist die Holcim-Aktie zudem über verschiedene Handelsplätze wie Tradegate, Frankfurt oder gettex in Euro handelbar, wobei die Kursstellung üblicherweise vom Primärlisting in Schweizer Franken an der SIX abgeleitet wird.

Stand: 28.05.2026

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Auf einen Blick

  • Name: Holcim
  • Sektor/Branche: Baustoffe und Bausysteme
  • Hauptsitz/Land: Zug, Schweiz
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Lateinamerika, Asien-Pazifik, Nahost/Afrika
  • Wesentliche Umsatztreiber: Zement, Transportbeton, Zuschlagstoffe, Dach- und Bausystemlösungen
  • Heimatbörse/Listing: SIX Swiss Exchange (HOLN)
  • Handelswährung: CHF

Holcim Ltd: Geschäftsmodell

Holcim zählt zu den weltweit größten Baustoffherstellern und bietet ein breites Portfolio an Materialien und Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauens an, von der Zementproduktion über Transportbeton und Zuschlagstoffe bis hin zu integrierten Gebäudehüllen- und Dächerlösungen, wie der Konzern in seinen Unternehmensunterlagen ausführt, laut Holcim-Geschäftsbeschreibung in einem Überblicksartikel von ad-hoc-news.de, Stand 27.05.2026. Der Schwerpunkt liegt auf Produkten und Systemen, die sowohl im Infrastrukturbau als auch im Wohnungs- und Gewerbebau eingesetzt werden und zunehmend nachhaltige und CO2-reduzierte Lösungen adressieren.

Das Geschäftsmodell von Holcim basiert auf der Kombination von energieintensiver Grundstoffproduktion und wachstumsstärkeren, margenorientierten Bausystemen. Dabei integriert der Konzern klassische Zementwerke mit Transportbetonstandorten und Steinbrüchen sowie mit Herstellern von Dachsystemen, Dämmungen und weiteren Baustoffen, um Kunden aus einer Hand zu bedienen. Zudem investiert Holcim verstärkt in Kreislauflösungen, etwa Recyclingbaustoffe, den Einsatz alternativer Brennstoffe und CO2-arme Zementrezepturen, um regulatorischen Anforderungen und den Dekarbonisierungszielen der Bauindustrie gerecht zu werden, wie aus strategischen Präsentationen und Branchenanalysen hervorgeht, auf die sich der erwähnte Überblicksartikel stützt.

Mit Sitz in Zug agiert Holcim als Schweizer Konzern mit globaler Ausrichtung. Die Gruppe ist in zahlreichen Ländern über eigene Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungen vertreten. Das Management verfolgt eine Portfolio-Strategie, in deren Rahmen reife oder nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten veräußert und zugleich in wachstumsstärkere Regionen beziehungsweise Segmente reinvestiert wird. So wurden in den vergangenen Jahren mehrere regionale Zementgeschäfte verkauft, während das Engagement in Nordamerika und im Segment der Dach- und Gebäudehüllenlösungen deutlich ausgebaut wurde, was Holcim in Präsentationen gegenüber Investoren wiederholt hervorgehoben hat.

Die Kapitalallokation orientiert sich an einem Mix aus organischem Wachstum, ausgewählten Übernahmen, einem stabilen Dividendenprofil und aktienkurspflegenden Maßnahmen wie Rückkaufprogrammen, sofern Verschuldungskennzahlen und Bilanzstruktur dies zulassen. Damit versucht der Konzern, die Anforderungen von langfristig orientierten Aktionären nach planbaren Ausschüttungen mit den Investitionserfordernissen eines kapitalintensiven Industriekonzerns zu verbinden.

Wesentliche Umsatz- und Produkttreiber von Holcim Ltd

Auf Produktseite zählen Zement, Transportbeton und Zuschlagstoffe weiterhin zu den wichtigsten Umsatztreibern von Holcim. Diese Grundbaustoffe bilden die Basis für einen Großteil der globalen Infrastruktur- und Hochbauprojekte, von Straßen, Brücken und Tunneln bis hin zu Wohnkomplexen und Gewerbeimmobilien. Die Nachfrage nach diesen Materialien ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Konjunkturzyklen, öffentlichen Infrastrukturprogrammen, privaten Bauinvestitionen und Zinsniveau, wobei regionale Unterschiede in der Bauaktivität maßgeblich sind, wie Branchenanalysen zum globalen Zementmarkt hervorheben, unter anderem in Studien zum Markt für Mischzement, die Holcim als einen der zentralen Anbieter nennen, laut Future Market Insights/OpenPR, Stand 2026.

Daneben gewinnt das Segment der Dach- und Bausystemlösungen an Bedeutung. Hier bietet Holcim unter anderem Dachbahnen, Dämmstoffe, Dichtungs- und Isolationslösungen sowie komplette Gebäudehüllen-Systeme an. Diese Produkte stehen häufig im Zusammenhang mit Energieeffizienzmaßnahmen, Nachhaltigkeitszertifizierungen und Sanierungsprogrammen, die in vielen Ländern durch regulatorische Vorgaben oder Förderprogramme unterstützt werden. Durch diese Positionierung erschließt Holcim zusätzliche Margenpotenziale, da Bausystemlösungen in der Regel weniger commoditisiert sind als klassische Zement- oder Zuschlagstoffprodukte.

Regional betrachtet tragen vor allem die Märkte Europa und Nordamerika wesentlich zum Umsatz bei. In Nordamerika profitiert Holcim insbesondere von Infrastrukturprogrammen und der Nachfrage nach Wohn- und Gewerbebauten, während Europa von Sanierungs- und Modernisierungsprojekten sowie dem Ausbau von Verkehrs- und Energieinfrastruktur geprägt ist. Ergänzend dazu spielen Lateinamerika, Asien-Pazifik und der Raum Nahost/Afrika eine wichtige Rolle, sowohl als Wachstumsregionen als auch als Standorte für Rohstoff- und Zementproduktion. Durch die jüngste Transaktion in Peru erweitert Holcim seinen Fußabdruck in Lateinamerika und stärkt seine Präsenz in einem Markt, der von Infrastrukturbedarf und Urbanisierung geprägt ist.

Ein weiterer struktureller Wachstumsfaktor liegt im Bereich der CO2-armen und zirkulären Produkte. Mischzemente, die Nebenprodukte wie Hüttensand oder Flugasche nutzen, sowie Baustoffrecycling und alternative Bindemittel erlauben es Holcim, die CO2-Intensität pro Tonne Produkt zu senken und sich gegenüber Wettbewerbern über Nachhaltigkeitskennzahlen zu positionieren. Marktprognosen gehen davon aus, dass der Markt für Mischzemente bis 2036 deutlich wachsen dürfte, wobei Holcim als einer der wesentlichen Anbieter gesehen wird. Dies könnte sich langfristig positiv auf das Umsatz- und Margenprofil des Konzerns auswirken.

Aktuelle Unternehmensmaßnahmen

Zu den jüngsten prägenden Unternehmensmaßnahmen von Holcim gehört der bereits vollzogene Erwerb einer indirekten Mehrheitsbeteiligung an Cementos Pacasmayo in Peru. Laut einem bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Bericht von Cementos Pacasmayo vom 25.03.2026 hat Holcim über den Kauf von 99,992136 Prozent der Anteile an Inversiones ASPI S.A. eine indirekte Beteiligung von 50,01 Prozent an den Stammaktien von Cementos Pacasmayo erworben, mit einem vereinbarten Gesamtkaufpreis von 1.640.327.224,69 peruanischen Soles für die ASPI-Aktien, was zuvor in etwa mit einem Transaktionswert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar auf 100-Prozent-Basis beziffert worden ist, laut StockTitan/SEC-Filing, Stand 25.03.2026. Der Bericht stellt klar, dass Holcim in der Folge eine Pflichtübernahmeofferte für die ausstehenden Aktien von Cementos Pacasmayo im Einklang mit den Vorschriften der peruanischen Aufsichtsbehörde SMV plant.

In einem weiteren, auf die Transaktion bezogenen Dokument wird erläutert, dass die SMV eine Überprüfung der Übernahmebedingungen eingeleitet hat und dabei unter anderem prüft, ob es Nebenabreden oder zusätzliche Vorteile für verkaufende Aktionäre gibt. Cementos Pacasmayo hat gegenüber der SMV erklärt, dass keine solchen Zusatzvereinbarungen bestehen und dass alle wesentlichen Parameter des Holcim-Deals offen gelegt wurden, wie aus einer Zusammenfassung der regulatorischen Kommunikation hervorgeht, laut TipRanks/Unternehmensmitteilung, Stand 2026. Für Holcim bedeutet die Transaktion den Zugang zu einem etablierten regionalen Akteur mit Produktionskapazitäten und Marktposition in Peru, der sich in bestehende Aktivitäten in Lateinamerika einfügt.

Parallel zu der Akquisition in Peru verfolgt Holcim die strategische Abspaltung und geplante US-Listung seiner Nordamerika-Aktivitäten. Die Einheit soll unter dem Namen Amrize an einem US-Börsenplatz, voraussichtlich an der NYSE oder Nasdaq, notiert werden und das Geschäft in den USA und Kanada bündeln. Laut einem Überblicksartikel zu Holcim auf ad-hoc-news.de zielt der Konzern damit auf eine eigenständige Bewertung des Nordamerika-Geschäfts durch US-Investoren ab und will zugleich die Sichtbarkeit im bedeutendsten Baustoffmarkt der Welt erhöhen, laut ad-hoc-news.de, Stand 26.05.2026. Aus Sicht der Schweizer Muttergesellschaft soll die Abspaltung den Konzern stärker auf globale Bausysteme und Dekarbonisierung fokussieren, während Amrize als Nordamerika-spezifische Wachstumsplattform fungiert.

Die organisatorische Umsetzung der Abspaltung erfordert unter anderem die Zuordnung von Vermögenswerten, Schulden und Belegschaft zur neuen Einheit sowie die Klärung von Liefer- und Lizenzbeziehungen zwischen Holcim und Amrize. Zudem sind zustimmende Beschlüsse der Holcim-Aktionäre und regulatorische Genehmigungen in den relevanten Jurisdiktionen notwendig. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich das Projekt in der Vorbereitungsphase, in der Holcim die Feinjustierung der Struktur mit Investoren diskutiert. Für Anleger ist entscheidend, welche Bewertungsrelation zwischen der verbleibenden Holcim-Gruppe und der abgespaltenen Amrize-Einheit der Markt letztlich ansetzt.

Darüber hinaus verfolgt Holcim weiterhin Maßnahmen zur Optimierung seines Portfolios in anderen Regionen. In den vergangenen Jahren wurden in verschiedenen Märkten Veräußerungen von Zement- und Baustoffaktivitäten vorgenommen, wenn diese nicht mehr als strategisch kernnah eingeschätzt wurden oder wenn Kapital für höher rentable Investitionsmöglichkeiten freigesetzt werden sollte. Diese Logik zeigt sich auch in der Kombination aus Zukauf in Peru und der Fokussierung auf wachstumsstarke Segmente wie Dach- und Bausystemlösungen, wie es in Strategiepräsentationen des Unternehmens hervorgehoben wurde.

Was Banken und Researchhäuser zu Holcim Ltd sagen

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag keine verifizierte Analystencoverage vor.

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Stimmung und Reaktionen zu Holcim Ltd

Die geplante US-Listung von Amrize und der Zukauf in Peru werden an den Finanzmärkten und in sozialen Medien intensiv diskutiert, wobei Anleger vor allem auf Bewertungsfragen und die Auswirkungen auf das Wachstumsprofil von Holcim achten.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Der globale Markt für Zement und verwandte Baustoffe befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der maßgeblich von Dekarbonisierung, Urbanisierung und Digitalisierung geprägt ist. Laut Marktstudien zum globalen Mischzementmarkt wird das Volumen dieses Segments zwischen 2026 und 2036 deutlich zulegen, mit Holcim als einem der führenden Anbieter neben Wettbewerbern wie UltraTech, wie eine Analyse von Future Market Insights hervorhebt, die über OpenPR verbreitet wurde, laut Future Market Insights/OpenPR, Stand 2026. Mischzemente mit geringerem Klinkeranteil tragen dazu bei, den CO2-Fußabdruck pro Tonne Zement zu verringern und werden von Regulatoren und Bauherren zunehmend nachgefragt.

Holcim positioniert sich in diesem Umfeld als Anbieter eines breiten Spektrums an CO2-reduzierten Zementen und Betonlösungen und ergänzt diese durch kreislauforientierte Produkte wie Recyclingbeton und Baustoffrecycling-Dienstleistungen. In vielen Märkten, insbesondere in Europa, stehen Emissionsgrenzwerte und CO2-Bepreisung im Vordergrund, was die Branche zwingt, alternative Brennstoffe, neue Bindemittel und effizientere Produktionsprozesse einzusetzen. Holcim investiert in Forschung und Entwicklung, um neue Formulierungen, CO2-Abscheidungs- und -Speichertechnologien sowie digitale Planungs- und Baustellenlösungen zu entwickeln, die im Zusammenspiel die Emissionen entlang des Lebenszyklus eines Bauwerks reduzieren sollen.

Im Wettbewerb steht Holcim global unter anderem mit anderen großen Zement- und Baustoffproduzenten, die ebenfalls ihren Fokus auf Dekarbonisierung und Bausysteme legen. Unterschiede in der Wettbewerbsposition ergeben sich aus regionalen Marktanteilen, der Effizienz der Produktionsstandorte, dem Zugang zu Rohstoffen und alternativen Brennstoffen sowie der Fähigkeit, Komplettlösungen anzubieten. Holcims strategische Zukäufe im Bereich Dach- und Gebäudehüllenlösungen sowie in wachstumsstarken Regionen wie Nordamerika und Lateinamerika sollen dem Konzern helfen, sich stärker von rein volumengetriebenen Geschäftsmodellen abzuheben.

Zudem spielen in der Baustoffbranche die politischen Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle. Öffentliche Infrastrukturprogramme, beispielsweise zur Modernisierung von Verkehrswegen oder zur Anpassung an den Klimawandel, können die Nachfrage nach Zement und Beton stark beeinflussen. Ebenso wirken sich Zinspolitik und Immobilienmärkte auf die Bauaktivität aus. Holcim ist aufgrund seiner globalen Präsenz von diesen Entwicklungen in verschiedener Weise betroffen: Schwächen in einzelnen Märkten können durch Stärke in anderen Regionen teilweise ausgeglichen werden, was für ein ausbalanciertes Risikoprofil spricht, gleichzeitig aber auch die Komplexität des Konzerns erhöht.

Warum Holcim Ltd für Anleger im Heimatmarkt Schweiz relevant ist

Für Anleger in der Schweiz ist Holcim als an der SIX Swiss Exchange in Zürich gelisteter Großkonzern ein wichtiger Bestandteil des heimischen Aktienmarkts. Die Holcim-Aktie ist Bestandteil bedeutender Schweizer Aktienindizes und spiegelt als Baustoffwert sowohl konjunktursensitive Komponenten als auch langfristige Infrastruktur- und Urbanisierungstrends wider. Durch die internationale Aufstellung liefert Holcim Schweizer Anlegern eine Diversifikation über unterschiedliche Regionen und Entwicklungsstadien von Volkswirtschaften hinweg.

Gleichzeitig ist der Konzern eng mit der Schweizer Kapitalmarktinfrastruktur verknüpft: Berichterstattung, Unternehmensführung, Rechnungslegung und Corporate-Governance-Strukturen folgen den in der Schweiz etablierten Standards, was insbesondere für institutionelle Investoren mit Fokus auf Governance-Qualität relevant sein kann. Für deutsche Privatanleger, die über ausländische Börsen oder über in Euro geführte Zweitnotierungen in Holcim investieren, bietet der Titel zudem Zugang zu einem der globalen Marktführer im Baustoffsektor mit Sitz in einem stabilen und regulierten Heimatmarkt.

Die strategische Ausrichtung von Holcim, inklusive der geplanten US-Listung der Nordamerika-Sparte, dürfte auch die Wahrnehmung der Schweizer Börse als Heimatbörse eines global agierenden Industriekonzerns beeinflussen. Je nachdem, wie der Markt die Bewertung der abgespaltenen Einheit im Verhältnis zur verbleibenden Holcim-Gruppe vornimmt, kann sich dies auf die Attraktivität des Schweizer Listings auswirken.

Risiken und offene Fragen

Die laufenden und geplanten Transformationsschritte von Holcim sind mit einer Reihe von Risiken verbunden. So birgt die Integration von Cementos Pacasmayo in die bestehende Lateinamerika-Struktur Integrations- und Synergierisiken: Unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen, Marktstrukturen und Währungen können die Umsetzung von Effizienzprogrammen und Strategien zur Produktpositionierung erschweren. Zudem unterliegt Peru politischen und wirtschaftlichen Schwankungen, die sich auf Infrastrukturinvestitionen und Bauaktivität auswirken können.

Die geplante Abspaltung und US-Listung der Nordamerika-Sparte als Amrize wirft ebenfalls Fragen auf. Anleger werden insbesondere beobachten, welche Verschuldungs- und Kapitalstruktur der neuen Einheit zugewiesen wird und inwieweit sich Kosten- und Ertragssynergien zwischen Holcim und Amrize nach der Trennung verändern. Darüber hinaus ist unklar, wie der US-Kapitalmarkt die Bewertungsrelationen zwischen einem fokussierten Nordamerika-Baustoffunternehmen und der verbleibenden globalen Holcim-Gruppe einschätzen wird. Unterschiedliche Bewertungsniveaus könnten dazu führen, dass Teile des Aktionariats ihre Portfolioallokation anpassen.

Hinzu kommen allgemeine Branchenrisiken. Aufgrund der Energieintensität der Zementproduktion ist Holcim stark von der Verfügbarkeit und den Preisen von Energie- und Brennstoffträgern abhängig. Volatile Energiepreise, verschärfte Emissionsvorschriften oder neue CO2-Bepreisungsmechanismen können Kostenstrukturen verändern und Investitionen in neue Technologien erforderlich machen. Gleichzeitig steht die Branche im Fokus von Klimapolitik und gesellschaftlichen Debatten rund um Nachhaltigkeit, was zu zusätzlichen regulatorischen Anforderungen führen kann.

Schließlich bestehen konjunkturelle Risiken: Ein Rückgang der Bauaktivität infolge höherer Zinsen, Immobilienmarktkorrekturen oder reduzierter staatlicher Infrastrukturprogramme könnte sich negativ auf Absatz und Auslastung der Werke auswirken. Holcims global diversifiziertes Geschäftsmodell kann zwar regionale Schwächen in gewissem Umfang abfedern, schützt aber nicht vollständig vor einem breiten Abschwung der Baukonjunktur.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Kursentwicklung der Holcim-Aktie sind mehrere Katalysatoren relevant. Dazu zählen die Veröffentlichung der nächsten Quartals- und Jahreszahlen, in denen sich Fortschritte bei der Integration von Cementos Pacasmayo und beim Ausbau des Geschäfts mit CO2-armen und kreislauforientierten Produkten niederschlagen können. Investoren werden dabei insbesondere auf Umsatz- und Margenentwicklungen in den Kernregionen sowie auf Aussagen des Managements zu Investitions- und Kostendisziplin achten.

Ein weiterer wesentlicher Termin wird die Abstimmung der Holcim-Aktionäre über die geplante Abspaltung der Nordamerika-Sparte sein, sofern der Konzern diesen Schritt auf die Agenda einer Generalversammlung setzt. Die Details des Spin-offs, inklusive der genauen Strukturausgestaltung, werden voraussichtlich in entsprechenden Transaktionsunterlagen und Investor-Präsentationen erläutert. Darüber hinaus können regulatorische Entscheidungen der peruanischen SMV zur Holcim-Transaktion bei Cementos Pacasmayo sowie mögliche Anpassungen der Übernahmebedingungen als kurzfristige Nachrichtenimpulse wirken.

Daneben sind makroökonomische Meilensteine wie Zinsentscheidungen großer Zentralbanken, die Verabschiedung neuer Infrastrukturprogramme oder Änderungen in der Klimapolitik in wichtigen Regionen von Bedeutung. Diese Faktoren beeinflussen mittelbar die Bautätigkeit und damit die Nachfrage nach Holcim-Produkten und -Lösungen. Für Anleger, die die Holcim-Aktie beobachten, ist es daher sinnvoll, neben unternehmensspezifischen Terminen auch zentrale Konjunktur- und Politikereignisse im Blick zu behalten.

Fazit

Holcim Ltd steht aktuell an mehreren strategischen Weggabelungen: Der vollzogene Einstieg beim peruanischen Zementhersteller Cementos Pacasmayo erweitert den regionalen Fußabdruck in Lateinamerika, während die geplante Abspaltung und US-Listung der Nordamerika-Sparte Amrize die Kapitalmarktpositionierung des Schweizer Konzerns neu ordnen dürfte. Beide Schritte verdeutlichen die Strategie, das Portfolio konsequent auf wachstums- und margenstärkere Regionen und Segmente auszurichten.

Für Anleger mit Blick auf den Heimatmarkt Schweiz bleibt Holcim ein zentraler Baustoffwert mit globaler Ausrichtung, der sowohl konjunkturelle als auch strukturelle Trends im Bau- und Infrastruktursektor abbildet. Die Aktie reagiert erfahrungsgemäß sensibel auf Veränderungen bei Bauaktivität, Energiepreisen und regulatorischen Rahmenbedingungen, bietet im Gegenzug aber Zugang zu langfristigen Investitionsthemen wie Urbanisierung, Infrastrukturmodernisierung und Dekarbonisierung des Bauens.

Die kommenden Quartale werden zeigen, wie erfolgreich Holcim die Integration von Cementos Pacasmayo gestaltet, welche Bewertungsrelationen der Markt der geplanten Amrize-Listung beimisst und in welchem Tempo es dem Konzern gelingt, den Anteil CO2-armer und kreislauforientierter Produkte am Gesamtportfolio weiter zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund dürfte Holcim für investierte und interessierte Anleger ein aufmerksam beobachteter Titel an der SIX Swiss Exchange bleiben.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Der umfassende Inhalt dieses informativen Artikels wurde unter Einsatz von a.i. erstellt. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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