HÖRMANN, Industries

HÖRMANN Industries: Stabiler Q1-Start

29.05.2026 - 10:34:42 | boerse-global.de

HÖRMANN Industries startet mit nahezu stabilem Umsatz ins Jahr 2026, der operative Gewinn sinkt jedoch. Der Auftragsbestand erreicht einen neuen Rekordwert.

HÖRMANN Industries: Stabiler Q1-Start - Foto: über boerse-global.de
HÖRMANN Industries: Stabiler Q1-Start - Foto: über boerse-global.de

HÖRMANN Industries hat sein erstes Quartal 2026 ohne Überraschungen absolviert — weder nach oben noch nach unten. Die Zahlen zeigen ein Unternehmen, das sich in einem schwierigen Umfeld behauptet, ohne dabei zu glänzen.

Umsatz nahezu stabil, Ergebnis gibt leicht nach

Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 149,6 Millionen Euro, gegenüber 150,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum — ein minimaler Rückgang. Das EBITDA sank von 4,3 auf 4,0 Millionen Euro, das EBIT halbierte sich annähernd von 1,1 auf 0,5 Millionen Euro. Damit bleibt das operative Ergebnis positiv, verliert aber an Substanz.

Der Rückgang erklärt sich vor allem durch eine schwächere Bruttomarge: Das Rohergebnis fiel von 80,3 auf 77,8 Millionen Euro — ein Zeichen, dass der Kostendruck die Erlösseite übertrifft. Hinzu kam ein negativer operativer Cashflow von 10,9 Millionen Euro, nach einem positiven Wert von 3,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Working Capital stieg merklich auf 123,6 Millionen Euro, was Kapital im Umlaufvermögen bindet.

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Auftragsbestand auf Rekordniveau

Trotz dieser Abkühlung auf der Ergebnisseite sendet der Auftragsbestand ein stabilisierendes Signal. Zum 31. März 2026 kletterte er auf 608,4 Millionen Euro — Ende 2025 lag er noch bei 581,0 Millionen Euro. Das entspricht einer soliden Vorwärtssicht für die kommenden Quartale.

Der Auftragseingang gab leicht nach: 180,9 Millionen Euro gegenüber 184,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. CFO Johann Schmid-Davis verwies auf anhaltende Investitionszurückhaltung in der Industrie sowie geopolitische Unsicherheiten — ein Bild, das derzeit viele Industrieunternehmen zeichnen.

Jahresziel bleibt unangetastet

Die Jahresprognose steht unverändert: HÖRMANN Industries erwartet für 2026 einen Gesamtumsatz zwischen 700 und 760 Millionen Euro sowie ein EBIT von rund 30 Millionen Euro — in etwa auf dem Niveau von 2025 mit 30,4 Millionen Euro. Das setzt voraus, dass das schwächere Q1-Ergebnis in den Folgequartalen kompensiert wird. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 36,5 auf 35,2 Prozent, bleibt aber solide.

Am 9. Juni 2026 präsentiert sich das Unternehmen im Rahmen eines Webcasts auf der KMU-Anleihekonferenz. Für Anleiheinvestoren dürfte das eine Gelegenheit sein, die Einschätzung des Managements zur Jahresmitte direkt abzufragen.

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