Hochschulen, Workshops

Hochschulen kämpfen mit Workshops gegen psychische Belastung

21.04.2026 - 01:39:15 | boerse-global.de

Universitäten bieten Workshops gegen Stress an, während Betriebe steigende Fallzahlen psychischer Erkrankungen melden. Die digitale Transformation wird als neuer Risikofaktor identifiziert.

Hochschulen kämpfen mit Workshops gegen psychische Belastung - Foto: über boerse-global.de
Hochschulen kämpfen mit Workshops gegen psychische Belastung - Foto: über boerse-global.de

Universitäten reagieren mit spezialisierten Workshops auf steigenden Stress bei Studierenden und Lehrenden. Aktuelle Initiativen zeigen den wachsenden Bedarf an Unterstützung.

Gezielte Hilfe für Studierende und Lehrkräfte

Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität (RPTU) bietet heute einen Workshop unter dem Titel „Gesund studieren“ an. Geleitet von Sportwissenschaftlerin Anna-Lena Gutsmann, hilft er Teilnehmerinnen, Belastungsfaktoren zu identifizieren und Kraftquellen zu erschließen. Ziel ist ein gesünderer Umgang mit dem Studienalltag.

Parallel adressiert die Universität Heidelberg die Lage des Lehrpersonals. Bei den „HSE-Terrassengesprächen“ morgen diskutieren Experten die Beratungsrolle und psychische Belastung von Lehrkräften. Im Fokus stehen Strategien, Empathie zu zeigen und gleichzeitig professionelle Grenzen zu wahren.

Ergänzend gewinnt digitale Selbstorganisation an Bedeutung. Die Universität Leipzig startet morgen einen Online-Workshop zu Tools wie Notion oder Obsidian. Die Idee: Effizientes Zeitmanagement soll den administrativen Druck auf Studierende senken.

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Betriebe sehen steigende Fallzahlen

Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird durch Wirtschaftsdaten untermauert. Eine Trendstudie zeigt: Für 71 Prozent der Betriebe sind psychische Störungen hochrelevant. Fast die Hälfte berichtet von steigenden Fallzahlen.

Kritisch sind die Ausfallzeiten. Sie betragen bei psychischen Erkrankungen im Schnitt fünf Wochen. Zwar berücksichtigen bereits 73 Prozent der Unternehmen psychische Belastungen in Gefährdungsbeurteilungen. Dennoch wünscht sich etwa ein Drittel der Führungskräfte mehr Unterstützung.

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Ein praktisches Beispiel für vorbildliche Konzepte ist der Hamburger Gesundheitspreis 2026. Am 27. April zeichnet die Handelskammer drei Unternehmen für wirksame Maßnahmen gegen Gewalt und Belastung am Arbeitsplatz aus.

Volkshochschulen bieten breites Kursangebot

Über den Campus hinaus zeigt sich das Thema in der Breite der Gesellschaft. Die Volkshochschule Aschaffenburg listet aktuell 121 Veranstaltungen zu Entspannung und Stressbewältigung auf. Das reicht von NeuroGraphik-Workshops bis zu Yoga am Arbeitsplatz.

Auch die Kinder- und Jugendprävention wird verstärkt. Die Stadt Neuwied bietet im Mai und August Workshops zur Selbstbehauptung für Schüler an. In Neuruppin läuft diese Woche eine Präventionswoche mit Sport, Sucht- und Medienprävention.

Die „Grüne Liste Prävention“ hat heute 26 Programme als nachweislich effektiv eingestuft. Darunter sind Konzepte zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

Digitale Medien als neuer Stressfaktor

Ein wesentlicher Treiber ist die digitale Transformation. Laut der JIM-Jugendstudie 2025 nutzen 70 Prozent der Jugendlichen KI zur Informationssuche. Eine Expertenkommission wies gestern darauf hin, dass digitale Medien erhebliche Risiken wie Suchtverhalten bergen.

Schätzungen zufolge nutzt etwa eine Million Jugendliche digitale Medien problematisch. Rund 300.000 zeigen bereits deutliche Suchtsymptome. Der Kommissionsvorsitzende Olaf Köller betont: Einfache Verbote reichen nicht. Nötig sind breite Ansätze zur Medienkompetenz.

Ausblick: Von punktuellen zu langfristigen Lösungen

Die Entwicklung zeigt einen Trend zu dauerhaften Strukturen. Das Pfalzklinikum eröffnet am 5. Mai in Speyer-West einen „Treffpunkt für Prävention, seelische Gesundheit und Selbstfürsorge“. Das Projekt bietet regelmäßige offene Sprechstunden zur Früherkennung.

Für den weiteren Verlauf des Jahres sind wichtige Schritte geplant. Ende Juni werden neue Handlungsempfehlungen zum Jugendschutz in der digitalen Welt erwartet. Die Volkshochschule Tübingen bietet im Juni einen Kurs zur Burnout-Prävention an, der als Bildungszeit anerkannt wird.

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