Hitachi, Japans

Hitachi lanciert Japans ersten quantensicheren Remote-Zugang

15.01.2026 - 10:25:12

Hitachi Solutions Create startet DoMobile Version 5 als erste japanische Remote-Access-Lösung mit NIST-zertifizierter, quantensicherer Verschlüsselung zum Schutz vor zukünftigen Angriffen.

Hitachi Solutions Create startet mit DoMobile Ver.5 eine Pionierlösung gegen die Bedrohung durch Quantencomputer. Das System nutzt erstmals in Japan NIST-zertifizierte Post-Quantum-Kryptographie für den Fernzugriff.

Die neue Softwareversion integriert Post-Quantum Cryptography (PQC) nach dem US-Standard FIPS 203. Sie schützt Daten damit nicht nur vor heutigen Cyberangriffen, sondern auch vor der Rechenpower künftiger Quantencomputer. Das ist eine direkte Antwort auf die akute Gefahr sogenannter „Harvest Now, Decrypt Later“-Attacken. Dabei sammeln Angreifer heute verschlüsselte Daten, um sie in Zukunft mit Quantenrechnern zu knacken.

Proaktiver Schutz für sensible Branchen

Für die rund 7.000 Unternehmen und 36.000 Nutzer der DoMobile-Plattform ist das Update ein entscheidender Schritt. Die Software ist seit 2002 im Einsatz und besonders im Finanzsektor verbreitet. „Die Integration von Post-Quantum-Kryptographie ist eine notwendige Evolution, um unsere Kunden vor neuen Risiken zu schützen“, erklärt Yusaku Kurata, Executive Officer bei Hitachi Solutions Create. Das Ziel: Organisationen noch vor dem theoretischen „Q-Day“ zu wappnen – dem Zeitpunkt, an dem Quantencomputer heutige Verschlüsselung brechen könnten.

Die technologische Basis lieferte eine Partnerschaft mit dem kanadischen Cybersicherheitsspezialisten 01 Quantum. Dessen CEO, Andrew Cheung, betont die Dringlichkeit: „Der Umstieg auf quantensichere Sicherheit ist keine theoretische Übung mehr, sondern eine kritische geschäftliche Notwendigkeit.“

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FIPS 203 als Standard, nicht als Luxus

Ein Kernmerkmal der Lösung ist ihre Praxistauglichkeit für bestehende Kunden.

  • ML-KEM-Algorithmus: Das System setzt auf den NIST-standardisierten Module-Lattice-Based Key-Encapsulation Mechanism (ML-KEM), früher als CRYSTALS-Kyber bekannt.
  • Nahtlose Integration: Die PQC-Funktionen sind in die bestehende Public-Key-Infrastruktur eingebettet. Für bestehende Nutzer erfolgt der Umstieg per Software-Update, ohne komplexe Hardware-Upgrades.
  • Standard-Lizenz: Die Quantensicherheit ist keine Premium-Option, sondern Teil der Standardlizenz. Hitachi setzt damit ein Zeichen, dass Quantenresistenz zur Grundanforderung für Unternehmenssoftware werden muss.

Erster Schritt in einem globalen Trend

Mit DoMobile Ver.5 positioniert sich Hitachi als Pionier auf dem japanischen Markt. Bietet doch bislang keine andere Remote-Access-Lösung im Land vergleichbare PQC-Funktionen. Dieser First-Mover-Vorteil ist besonders für Finanzinstitute und Behörden relevant, die unter wachsendem regulatorischem Druck stehen, ihre Kryptographiestandards zu modernisieren.

Der Launch spiegelt einen globalen Trend wider. Seit der Finalisierung der NIST-Standards FIPS 203, 204 und 205 Mitte 2024 hat das Wettrennen um PQC-Implementierungen Fahrt aufgenommen. Japans Finanzaufsicht (FSA) drängt die Branche bereits zum Umstieg auf quantensichere Algorithmen.

Was bedeutet das für die IT-Branche?

Der Start von DoMobile Ver.5 wird wahrscheinlich eine Welle ähnlicher Upgrades in der Softwarebranche auslösen. Remote-Access-Tools sind ein primärer Einfallvektor für Unternehmen – Konkurrenten werden unter Druck geraten, das von Hitachi gesetzte Sicherheitsniveau zu erreichen.

Beobachter erwarten für 2026 entsprechende Ankündigungen weiterer japanischer und internationaler Anbieter. Regierungen könnten PQC-Compliance bald für Software in kritischen Infrastrukturen vorschreiben. Für IT-Administratoren und CISOs ist die Botschaft klar: Das post-quantum-Zeitalter hat in der praktischen Software-Entwicklung begonnen. Abzuwarten, bis Quantencomputer existieren, ist eine riskante Strategie – die Werkzeuge, um die heutige Verwundbarkeit zu schließen, sind jetzt verfügbar.

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