Hims & Hers Aktie: Regulierung belastet
25.02.2026 - 07:51:08 | boerse-global.deDie Telemedizin-Plattform Hims & Hers steht massiv unter Druck. Nach gemischten Quartalszahlen und schwacher Prognose brach die Aktie ein – auf das niedrigste Niveau seit Monaten. Der Grund: Regulierungsbehörden gehen gegen das lukrative Geschäft mit nachgeahmten Abnehmspritzen vor. Für das Unternehmen wird es nun eng.
Umsatz wächst, Margen schrumpfen
Im vierten Quartal 2025 steigerte Hims & Hers den Umsatz um 28 Prozent auf 617,8 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,08 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 0,05 Dollar. Für das Gesamtjahr verbuchte das Unternehmen einen Umsatzsprung von 59 Prozent auf 2,35 Milliarden Dollar. Die Zahl der Abonnenten kletterte um 13 Prozent auf über 2,5 Millionen.
Doch die operative Entwicklung bereitet Sorgen. Die Bruttomarge sank im Jahresvergleich von 76,8 auf 71,9 Prozent. Der operative Gewinn brach um rund 51 Prozent auf nur noch 9,2 Millionen Dollar ein. Grund sind stark gestiegene Ausgaben: Die Technologie- und Entwicklungskosten schossen um 72,5 Prozent nach oben, die Verwaltungskosten um 58,6 Prozent.
Schwache Prognose enttäuscht
Besonders belastend wirkte der Ausblick. Für das laufende erste Quartal 2026 rechnet Hims & Hers mit Erlösen zwischen 600 und 625 Millionen Dollar – deutlich unter der Analystenschätzung von 653 Millionen Dollar. Das Unternehmen begründet die Lücke mit einem Umsatzrückgang von 65 Millionen Dollar, der auf veränderte Lieferzyklen bei personalisierten Abnehmprodukten zurückgeht.
Die Jahresprognose fällt zwar mit 2,7 bis 2,9 Milliarden Dollar leicht über den Erwartungen aus. Doch die Unsicherheit über das regulatorische Umfeld bleibt. Mehrere Analystenhäuser, darunter BTIG, Leerink Partners und BofA Securities, senkten daraufhin ihre Kursziele. BTIG stufte die Aktie sogar herab und verwies auf die schwachen Zahlen sowie die wachsenden rechtlichen Risiken.
Behörden verschärfen den Druck
Der Druck auf das Geschäftsmodell nimmt zu. Anfang Februar stufte die FDA eine 49-Dollar-Abnehmpille auf Basis von nachgeahmtem Semaglutid als „illegale Kopie" ein. Hims & Hers zog das Produkt daraufhin zurück – nur wenige Tage nach der Markteinführung am 5. Februar. Das Gesundheitsministerium verwies den Fall ans Justizministerium, und der Originalhersteller Novo Nordisk reichte am 9. Februar eine Patentverletzungsklage ein.
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Die Situation ist heikel: Das Geschäft mit nachgeahmten GLP-1-Präparaten zur Gewichtsreduktion war ein wichtiger Wachstumstreiber. Nun drohen rechtliche Auseinandersetzungen und strengere Auflagen, die das Geschäft empfindlich treffen könnten.
Internationale Expansion als Ausweg
Um weniger abhängig vom umkämpften US-Markt zu werden, kündigte Hims & Hers am 19. Februar die Übernahme des australischen Telemedizin-Anbieters Eucalyptus für bis zu 1,15 Milliarden Dollar an. Rund 240 Millionen Dollar sollen beim Abschluss in bar fließen, der Rest über erfolgsabhängige Zahlungen bis Anfang 2029.
Der Deal soll den Zugang zu Australien, Japan und weiteren Märkten in Großbritannien, Deutschland und Kanada sichern. Bereits im vierten Quartal schnellten die internationalen Umsätze von 6,9 auf 63,7 Millionen Dollar hoch.
Die Aktie steht bei 13,12 Euro und hat seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Ob die internationale Expansion die regulatorischen Probleme im Heimatmarkt ausgleichen kann, bleibt fraglich. Zunächst muss Hims & Hers beweisen, dass das Geschäftsmodell auch unter verschärften Bedingungen trägt.
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