Hikone, E-Busse

Hikone testet selbstfahrende E-Busse für den ländlichen Raum

31.01.2026 - 01:21:11

Autonome Shuttle-Busse sollen Japans Fahrermangel bekämpfen und historische Städte beleben. Im Schatten der berühmten Burg Hikone startete heute ein wegweisendes Pilotprojekt: Zum ersten Mal verkehrt in der traditionsreichen Stadt ein selbstfahrender Elektrobus im öffentlichen Raum. Die 17-tägige Testphase soll Lösungen für den akuten Fahrermangel im Land und für ausgedünnte Regionalnetze aufzeigen.

Hinter der Initiative steht die Präfektur Shiga mit ihrem „Smart Access Autonomous Driving Challenge Project“. Ein Konsortium aus NTT West, NTT Business Solutions und dem Technologiepartner Macnica führt den Test durch. Der Demografie-Druck ist enorm: Eine schrumpfende und alternde Bevölkerung sowie fehlende Busfahrer gefährden die Mobilität in ländlichen Regionen. Dieses Pilotprojekt soll beweisen, ob autonome Fahrzeuge die Lücke schließen können.

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„Unser Ziel ist ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Verkehrssystem“, erklärt ein Projektsprecher. „Es geht nicht nur um Technologie, sondern darum, die Innenstädte zu beleben und die lokale Wirtschaft zu stärken.“ Die gesammelten Daten und das Feedback der Fahrgäste sind entscheidend für die weitere Planung.

Level-2-Autonomie mit Sicherheitsfahrer

Das Herzstück des Tests ist der „EVO3“, ein autonomer Elektro-Kleinbus des französischen Herstellers Navya. Er fährt während der Demonstration auf SAE Level 2. Das bedeutet: Der Bus lenkt, beschleunigt und bremst selbstständig, doch ein menschlicher Operator überwacht den Verkehr und kann jederzeit eingreifen. Das langfristige Ziel ist die vollautonome Stufe 4.

Auf der etwa 1,5 Kilometer langen „Burg Hikone-Route“ fährt das Shuttle mit weniger als 18 km/h. Es bietet neun Passagieren Platz und ist dank seines Elektroantriebs leise und emissionsfrei. Macnica liefert das autonome Fahrsystem, während die NTT-Unternehmen für Integration und Datenanalyse verantwortlich sind.

Öffentlichkeit kann kostenlos mitfahren

Nach zwei Tagen exklusiv für geladene Gäste öffnet der Bus ab dem 2. Februar für die Allgemeinheit. Bis zum 16. Februar können Einwohner und Touristen das Zukunftsgefährt kostenlos testen. An Werktagen sind neun, an Wochenenden und Feiertagen elf Fahrten zwischen 9 und 16 Uhr geplant. Die Plätze werden über die App „Basu Kite“ vergeben, es gibt aber auch eine begrenzte Anzahl an Tickets vor Ort.

Das Projekt in Hikone ist Teil einer nationalen Bewegung. In Japan laufen derzeit zahlreiche Tests mit autonomen Bussen, darunter auch Level-4-Versuche im Großraum Tokio sowie in Yokohama und Kobe. Die Technologie soll helfen, komplexe gesellschaftliche Probleme zu lösen.

Blaupause für andere Regionen?

Sollte der Test erfolgreich verlaufen, könnte er als Modell für andere Regionalstädte in Japan und darüber hinaus dienen. Die Auswertung von Betriebsdaten und Fahrgastbefragungen wird zeigen, ob ein dauerhafter Betrieb möglich ist. Die Erkenntnisse sollen den Weg zu höheren Autonomiestufen und einer Ausweitung der Strecken ebnen.

Die Fahrt des kleinen E-Busses um die historische Burg Hikone könnte so zu einem symbolträchtigen Moment werden – einem Schritt hin zu einer Zukunft, in der smarte und nachhaltige Mobilität auch abseits der Metropolen funktioniert.

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