Hexpol, Aktie

Hexpol Aktie: Asien-Anteil auf 15 Prozent bis 2027

02.06.2026 - 12:27:49 | boerse-global.de

Der schwedische Polymerkonzern Hexpol forciert den Ausbau in Asien und setzt auf Medizintechnik sowie Energieinfrastruktur, um die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu verringern.

Hexpol Aktie: Asien-Anteil auf 15 Prozent bis 2027 - Bild: über boerse-global.de
Hexpol Aktie: Asien-Anteil auf 15 Prozent bis 2027 - Bild: über boerse-global.de

Der schwedische Polymer-Spezialist Hexpol steckt in einem harten Jahr. Rund 19 Prozent hat die Aktie seit Januar verloren, notiert mit 6,60 Euro nur knapp über dem 52-Wochen-Tief. Die Abhängigkeit von der zyklischen Automobilindustrie lastet auf dem Kurs. Das Management setzt dagegen auf eine klare Strategie: raus aus der Auto-Nische, rein in neue Märkte und margenstarke Segmente.

Asien und Türkei als Wachstumsmotoren

Ein zentraler Hebel ist der Ausbau in Asien. Mit übernommenen Standorten in Vietnam hat Hexpol ein neues Produktionszentrum für die gesamte ASEAN-Region aufgebaut. Das Ziel: ein kosteneffizienter Hub, der den asiatischen Umsatzanteil bis 2027 auf rund 15 Prozent des Konzernumsatzes heben soll. Parallel stärkte das Unternehmen seine Position im Mittelmeerraum – durch den Kauf eines unabhängigen Kabelcompoundeurs in der Türkei. Die Fabrik erschließt den boomenden Markt für Energieinfrastruktur und Hochleistungskabel.

Fokus auf stabile Margen

Die Autoindustrie bleibt ein wichtiger Abnehmer für Hexpols Kunststoffmischungen. Aber das Management will die Zyklik reduzieren. Drei Bereiche stehen im Fokus:

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  • Medizintechnik: Spezialkunststoffe für Medizingeräte versprechen höhere Margen und stabile Nachfragezyklen.
  • Energie und Infrastruktur: Die Modernisierung der globalen Stromnetze treibt die Nachfrage nach Hochleistungskabeln.
  • Elektromobilität: E-Autos brauchen leichtere Materialien. Hochleistungs-Elastomere ersetzen zunehmend Stahlbleche – auch das ein Wachstumsfeld.

Zukäufe als Hebel

Hexpol setzt auf einen konsequenten "Buy-and-Build"-Ansatz. Das Unternehmen kauft Nischenführer mit speziellen Technologien oder geografischer Reichweite, integriert sie in sein Netzwerk aus über 50 Werken und erzielt Cross-Selling-Effekte. Die Bilanz ist robust, die Verschuldung niedrig – die nächsten Übernahmen sind programmiert.

Beobachter dürften genau verfolgen, wie die jüngsten Zukäufe in Nordamerika und Europa integriert werden. Der nächste Test folgt im Juli 2026, wenn Hexpol die Quartalszahlen vorlegt. Dann zeigt sich, ob die neue Regionalstrategie auch am Margenprofil etwas ändert.

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