Hexagon, Octave

Hexagon: Octave notiert seit 28. Mai an Nasdaq

30.05.2026 - 21:32:21 | boerse-global.de

Hexagon schließt Abspaltung der Softwaretochter Octave ab. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief, während der Fokus auf Messtechnik rückt.

Hexagon: Octave notiert seit 28. Mai an Nasdaq - Foto: über boerse-global.de
Hexagon: Octave notiert seit 28. Mai an Nasdaq - Foto: über boerse-global.de

Hexagon hat die Trennung seiner Software- und KI-Sparte Octave abgeschlossen. Seit dem 28. Mai notiert die Tochter an der Nasdaq in New York – ein Neuanfang für beide Unternehmen. Der Schritt war die größte Umstrukturierung der schwedischen Industriegruppe seit Jahren.

Radikaler Schnitt nach sechs Monaten

Der Spin-off wurde am 22. Mai 2026 vollzogen. Octave Intelligence bündelt die Divisionen ALI und SIG mit Marken wie Bricsys, ETQ und Projectmates – ein reiner SaaS-Konzern.

Hexagon-Aktionäre erhielten für jeweils zehn gehaltene Aktien ein Octave-Papier. Anleger, die über die schwedische Börse handeln, können seit dem 25. Mai auf Hinterlegungsscheine (SDRs) zugreifen. Die Umwandlung in Stammaktien bleibt laut SEB in den ersten sechs Monaten gebührenfrei.

Damit verschlankt sich Hexagon radikal: Rund 7.200 Mitarbeiter in 45 Ländern wechseln zu Octave. Zurück bleibt der Fokus auf Messtechnik und Sensorik.

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Zwei Unternehmen, zwei Margen

Die finanzielle Logik des Split wird an den Margen sichtbar. Octave erwirtschaftete per Dezember 2024 eine EBIT-Marge von 31 Prozent. Das verbleibende Hexagon-Kerngeschäft kommt auf rund 29 Prozent.

Hohe Marge, aber andere Bewertungsmaßstäbe. Der Spin-off soll beiden Firmen ermöglichen, eigenständig zu wachsen und sich in ihren jeweiligen Peergroups – Industrie-Technologie versus Pure-Play-Software – angemessen zu bewerten.

Unterstützt wurde die Transaktion von Morgan Stanley, Rothschild & Co und SEB.

Kurs nahe am Jahrestief

Die Hexagon-Aktie schloss am Freitag bei 7,94 Euro – ein Tagesplus von 1,3 Prozent. Der Schein vom Hoch ist gewaltig: Vor sieben Monaten notierte das Papier noch bei 11,00 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 7,83 Euro beträgt dagegen nur gut 1,5 Prozent.

Auch der 14-Tage-RSI von 93,8 signalisiert eine technische Überkauftheit. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 20 Prozent verloren. Der Spin-off konnte den Abwärtstrend bislang nicht stoppen.

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Was jetzt zählt

Mit der Notierung von Octave in New York und Stockholm richtet sich der Blick auf das Kerngeschäft. Die Milliarden-Frage wird sein, ob der Fokus auf reine Messtechnik tatsächlich höhere Margen und Wachstum bringt – oder ob das kapitalintensive Geschäft die niedrigere Bewertung verdient.

Die erste Bewährungsprobe: die nächsten konsolidierten Quartalszahlen in der zweiten Jahreshälfte. Bis dahin läuft die Frist zur gebührenfreien SDR-Umwandlung. Ein neuer CEO oder eine angepasste Dividende sind vorerst nicht in Sicht.

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