Hexagon: 1,45-Milliarden-Deal wartet auf Kartellfreigabe
07.06.2026 - 11:45:02 | boerse-global.de
Hexagon startet nach dem Spin-off von Octave Intelligence mit schwachem Kursbild in die neue Woche. Der Konzern muss nun zeigen, ob das verbleibende Kerngeschäft den Verlust der abgespaltenen Sparten auffangen kann.
Der Aktienkurs geriet am Freitag erneut unter Druck und fiel auf 7,78 Euro. Damit liegt das Papier nur noch wenig über dem 52-Wochen-Tief von 7,49 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von 15,32 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 22,04 Prozent.
Der Markt schaut jetzt auf das Kerngeschäft
Die Abspaltung von Octave Intelligence hat Hexagon schlanker gemacht. Die früheren Bereiche Asset Lifecycle Intelligence sowie Safety, Infrastructure & Geospatial gingen Ende Mai an die Aktionäre. Für jeweils zehn Hexagon-Aktien gab es eine Octave-Aktie.
Genau darin liegt der Knackpunkt. Der Markt muss den „New Hexagon“-Kern nun neu bewerten, ohne die wiederkehrenden Erlöse aus den abgegebenen Bereichen. Das erhöht den Druck auf Wachstum und Profitabilität des verbleibenden Geschäfts.
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Waygate bringt Chancen, aber auch Hürden
Parallel dazu arbeitet Hexagon an der Übernahme von Waygate Technologies von Baker Hughes. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,45 Milliarden Dollar. Mit dem Zukauf will sich Hexagon stärker im Bereich zerstörungsfreie Prüfungen positionieren, vor allem für Luftfahrt und Autoindustrie.
Die Transaktion läuft aber noch durch die Kartellprüfung. Das Bundeskartellamt hat den Deal Ende Mai zur Prüfung registriert. Erst wenn die Freigaben kommen, kann Hexagon den Abschluss im zweiten Halbjahr anpeilen.
Chartbild bleibt angeschlagen
Auch technisch sieht es nicht gut aus. Die Aktie notiert klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 9,60 Euro und bleibt damit im längerfristigen Abwärtstrend. Der RSI liegt bei 39,9 und nähert sich dem überverkauften Bereich.
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Die hohe Volatilität von 70,3 Prozent zeigt, wie nervös der Markt reagiert. Kurzfristig rückt jetzt vor allem die Marke von 7,49 Euro in den Fokus. Hält sie nicht, dürfte der Druck auf die Aktie weiter zunehmen.
Im Juli folgt dann der nächste wichtige Test mit dem Zwischenbericht für das zweite Quartal. Es wird die erste vollständige Ergebnisvorlage nach der Abspaltung von Octave sein.
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