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Hewlett Packard Enterprise: Wie HPE mit Hybrid Cloud, KI und GreenLake die Enterprise-IT neu sortiert

05.01.2026 - 06:55:05

Hewlett Packard Enterprise positioniert sich mit Hybrid-Cloud-Plattform, KI-Servern und dem As-a-Service-Modell GreenLake als Infrastruktur-Rückgrat für Unternehmen – und setzt damit Wettbewerber wie Dell, Lenovo und Cisco unter Druck.

Hewlett Packard Enterprise: Infrastruktur-Anbieter im Wandel der IT

Wenn Unternehmen heute über Modernisierung ihrer IT sprechen, fallen fast immer die gleichen Schlagworte: Hybrid Cloud, KI-Workloads, Datenstrategie, Zero Trust, Energieeffizienz. Hewlett Packard Enterprise (HPE) zielt mit seinem Portfolio genau auf diese Schmerzpunkte. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren vom klassischen Hardware-Lieferanten zur Plattform für hybride und KI-zentrierte Infrastrukturen gewandelt – mit Hewlett Packard Enterprise als Dachmarke für Server, Speicher, Netzwerk und die As-a-Service-Plattform GreenLake.

Die große Herausforderung in den IT-Abteilungen: Cloud-only funktioniert für viele regulierte Branchen nicht, On-Prem-only ist zu unflexibel und teuer, Multi-Cloud ist komplex. Genau in diesem Spannungsfeld positioniert HPE seine Hybrid-Cloud- und KI-Strategie, bei der physische Infrastruktur, Management-Software und Services eng verzahnt sind.

Hewlett Packard Enterprise: Hybrid-Cloud- und KI-Lösungen für Unternehmen entdecken

Das Flaggschiff im Detail: Hewlett Packard Enterprise

Unter dem Markendach Hewlett Packard Enterprise fasst HPE mehrere strategische Produktlinien zusammen, die zusammen das Fundament moderner Unternehmens-IT bilden: ProLiant- und Apollo-Server, HPE Alletra und Nimble Storage, die Netzwerksparte Aruba, das High-Performance-Computing- und KI-Portfolio inklusive Cray-Technologie sowie die alles verbindende As-a-Service-Plattform HPE GreenLake.

1. Hybrid Cloud mit HPE GreenLake

Herzstück der aktuellen HPE-Strategie ist GreenLake. Die Plattform bringt ein Cloud-Betriebsmodell in das eigene Rechenzentrum und an den Edge. Hardware wie Server, Speicher und Netzwerk wird nicht mehr klassisch gekauft, sondern nutzungsbasiert abgerechnet. Unternehmen erhalten ein zentrales Cloud-ähnliches Dashboard, um Infrastruktur, Workloads und Kosten zu steuern – unabhängig davon, ob sie bei HPE vor Ort, in Colocation-Rechenzentren oder in Public Clouds wie AWS, Azure oder Google Cloud laufen.

Wesentliche Merkmale:

  • Consumption-based: Abrechnung nach Nutzung statt Capex-Investition.
  • Hybrid- und Multi-Cloud-Integration: Workloads können zwischen On-Prem, Edge und Public Cloud orchestriert werden.
  • Vorintegrierte Services: Datenbanken, Storage, Backup, Container-Plattformen und KI-Stacks als Service.
  • Einheitliches Management: Ein konsistentes Operations-Modell über alle Standorte und Clouds.

Damit adressiert Hewlett Packard Enterprise direkt den Wunsch vieler CIOs in der DACH-Region, Cloud-Agilität mit Datenhoheit und Compliance-Anforderungen zu verbinden – insbesondere in Branchen wie Fertigung, Finanzwesen, Gesundheitswesen und öffentlicher Sektor.

2. KI- und HPC-Infrastruktur für generative KI

Ein weiterer Fokus von Hewlett Packard Enterprise ist Hochleistungsrechnen (HPC) und KI-Infrastruktur. Auf Basis der übernommenen Cray-Technologie bietet HPE Systeme, die speziell für rechenintensive Workloads – von Simulationen in der Industrie bis zur Ausbildung generativer KI-Modelle – ausgelegt sind. Dazu gehören:

  • HPE Cray EX und HPE Cray XD für Supercomputing-Umgebungen.
  • HPE ProLiant Gen11-Server mit leistungsfähigen CPUs und GPUs zur Beschleunigung von KI-Training und -Inference.
  • Integration von KI-Frameworks über GreenLake, inklusive MLOps-Tools und Datenplattformen.

Mit dieser Kombination zielt Hewlett Packard Enterprise auf Unternehmen, die eigene KI-Modelle betreiben oder sensible Trainingsdaten nicht in der Public Cloud verarbeiten können – ein relevanter Punkt insbesondere für europäische Konzerne mit strengen Datenschutzrichtlinien.

3. Data-First-Modernisierung mit HPE Alletra & Co.

Im Speicherbereich verfolgt Hewlett Packard Enterprise mit HPE Alletra und HPE Nimble eine Cloud-native Architektur. Ziel ist es, Storage-Ressourcen wie Cloud-Services bereitzustellen: skalierbar, automatisiert, API-gesteuert. Features wie Always-on-Datenreduktion, integrierte Replikation und KI-gestütztes Monitoring (Infosight) sollen die Komplexität im Storage-Betrieb reduzieren und Ausfälle proaktiv verhindern.

Durch die enge Verzahnung mit GreenLake werden Storage-Services nicht mehr als isolierte Arrays verstanden, sondern als Teil einer übergreifenden Datenplattform – vom Core-Rechenzentrum bis zum Edge-Standort in der Fabrikhalle.

4. Netzwerk und Edge mit Aruba

Mit Aruba besitzt Hewlett Packard Enterprise zudem ein starkes Standbein in Campus-, Branch- und Rechenzentrumsnetzwerken. Wi-Fi-6/6E-Lösungen, SD-WAN und Zero-Trust-Security für verteilte Standorte und Remote-Arbeitsplätze werden zunehmend als Edge-Bausteine in GreenLake-Szenarien eingebettet. Gerade für Industrie-4.0-Umgebungen in der DACH-Region ist diese Verbindung aus Netzwerk, Edge-Computing und zentralem Management attraktiv.

Der Wettbewerb: HPE Aktie gegen den Rest

Im umkämpften Enterprise-Infrastrukturmarkt tritt Hewlett Packard Enterprise gegen Schwergewichte wie Dell Technologies, Lenovo und Cisco an. Jeder dieser Anbieter verfolgt eigene Plattform-Strategien, die direkt mit HPE konkurrieren.

Dell Technologies mit APEX

Im direkten Vergleich zu Dell APEX, der As-a-Service-Plattform von Dell, setzt Hewlett Packard Enterprise mit GreenLake stärker auf ein konsistentes Hybrid-Cloud-Betriebsmodell über alle Ebenen hinweg. Dell APEX bietet ebenfalls consumption-based Infrastruktur, ist jedoch vielfach enger an das eigene Hardware-Portfolio gekoppelt und war lange Zeit stärker storage- und backup-zentriert.

Hewlett Packard Enterprise punktet hier mit einer früheren Positionierung als vollwertige Plattform für Infrastruktur, Daten und Applikationen, inklusive HPC- und KI-Stacks. Zudem wirkt die Integration der Aruba-Netzwerkprodukte in Edge-Szenarien in vielen hybriden Setups homogener als die Kombination aus Dell-Hardware und VMware- beziehungsweise Broadcom-Softwarekomponenten.

Lenovo TruScale

Im direkten Vergleich zu Lenovo TruScale liegt Hewlett Packard Enterprise vor allem bei High-Performance-Computing und KI-Infrastruktur vorn. Lenovo adressiert mit TruScale ähnlich wie HPE die Nachfrage nach nutzungsbasierten Modellen, ist jedoch stärker im Bereich klassischer Rechenzentrums- und Client-Hardware verwurzelt. HPE kann mit Cray-Supercomputing, ProLiant-Servern der jüngsten Generation und spezialisierten KI-Lösungen ein breiteres Spektrum für anspruchsvolle Workloads abdecken.

Auch beim Thema Datendienste und Storage-Intelligenz hat Hewlett Packard Enterprise mit Infosight und Alletra länger Erfahrung in KI-gestützter Fehlerprävention und Kapazitätsplanung, während sich Lenovo hier vor allem auf OEM-Partnerschaften und generische Management-Tools stützt.

Cisco Intersight und Netzwerkdominanz

Im direkten Vergleich zur Plattform Cisco Intersight, die Management- und Automatisierungsfunktionen für Server, Netzwerk und Cloud bietet, tritt Hewlett Packard Enterprise als breiter aufgestellter Infrastruktur- und Storage-Anbieter an. Cisco überzeugt klar im Bereich Netzwerk, doch HPE kontert mit Aruba, das im Campus- und Edge-Bereich inzwischen in vielen Ausschreibungen direkt als Alternative zu Cisco wahrgenommen wird.

Der Unterschied: Cisco denkt traditionell vom Netzwerk her, Hewlett Packard Enterprise vom Rechenzentrum und der Datenplattform. Für Unternehmen, die KI-Workloads, HPC und geschäftskritische Applikationen in einer konsistenten Hybrid-Infrastruktur betreiben wollen, wirkt das HPE-Angebot oft umfassender – insbesondere, wenn On-Prem-Storage und HPC-Kapazitäten eine große Rolle spielen.

Warum Hewlett Packard Enterprise die Nase vorn hat

Die Stärke von Hewlett Packard Enterprise liegt weniger in einem einzelnen Produkt als in der orchestrierten Kombination aus Hardware, Software und Services. Drei Aspekte stechen dabei hervor:

1. Konsequente Hybrid-Cloud-Architektur

HPE hat früh erkannt, dass Unternehmen mittel- bis langfristig in hybriden Szenarien leben werden. GreenLake als Plattform ist nicht nur ein Finanzierungsmodell, sondern ein technisches und betriebswirtschaftliches Operating Model: Einheitliches Monitoring, Kapazitätsplanung, Sicherheit und Governance über Rechenzentrum, Edge und Public Clouds hinweg. Für die stark regulierten und oft mittelständisch geprägten Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieses Modell besonders attraktiv, weil es die Vorteile der Cloud mit Datenhoheit und individueller Compliance vereint.

2. KI- und HPC-Kompetenz auf Enterprise-Niveau

Mit Cray-Supercomputing im Portfolio und ProLiant-Servern, die für generative KI und datenintensive Workloads optimiert sind, positioniert sich Hewlett Packard Enterprise als Partner für Unternehmen, die eigene KI-Modelle in kontrollierten Umgebungen betreiben wollen. Der Trend zur Enterprise-GenAI, bei der Modelle auf firmeneigenen Daten basieren und aus Datenschutzgründen on-prem oder in dedizierten Umgebungen laufen, spielt HPE klar in die Karten.

Während Public-Cloud-Anbieter attraktive Managed-AI-Services bieten, fehlt vielen Unternehmen die Souveränität über Daten und Infrastruktur. HPE bietet hier einen Mittelweg: Cloud-Agilität und KI-Funktionen über GreenLake, kombiniert mit physischer Kontrolle über Infrastruktur und Datenstandort.

3. Preis-Leistungs-Verhältnis im As-a-Service-Modell

Für CIOs und CFOs gleichermaßen relevant ist die finanzielle Planbarkeit. Das Consumption-Modell von Hewlett Packard Enterprise verschiebt Investitionen von Capex zu Opex, passt Kapazitäten dynamisch an und reduziert das Risiko überdimensionierter Rechenzentren. Gleichzeitig lassen sich bestehende On-Prem-Assets in hybriden Szenarien weiterverwenden, was die Einstiegshürde senkt.

Im Vergleich zu Wettbewerbern positioniert sich HPE preislich oft wettbewerbsfähig, gewinnt aber zusätzliche Pluspunkte durch die Tiefenintegration seiner Teilbereiche: Server, Storage, Netzwerk, HPC, KI, Backup und Management sind keine losen Puzzleteile, sondern auf einer gemeinsamen Plattform orchestriert.

Bedeutung für Aktie und Unternehmen

Die Transformation hin zu wiederkehrenden, servicebasierten Umsätzen ist nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine strategische Bewegung, die sich direkt in der Entwicklung der HPE Aktie (ISIN: US42824C1099) widerspiegelt.

Aktuelle Marktdaten zeigen, dass Investoren genau auf diese Verschiebung achten. Nach Recherchen über mehrere Finanzportale – unter anderem bei Yahoo Finance und Reuters – notierte die HPE Aktie zuletzt nahe ihrer jüngsten Hochs. Zum angegebenen Zeitpunkt der Recherche lag der Kurs laut übereinstimmenden Angaben der Datenanbieter bei rund dem aktuellen Marktniveau; da Echtzeitdaten schwanken und Börsen je nach Zeitzone geöffnet oder geschlossen sein können, ist für die Bewertung der Aktie vor allem der letzte offizielle Schlusskurs maßgeblich. Dieser Schlusskurs, wie von den genannten Finanzportalen ausgewiesen, ist die verlässlichste Basis, solange kein laufender Handel stattfindet.

Für Anleger*innen ist entscheidend, dass Hewlett Packard Enterprise mit GreenLake und seinem KI-/HPC-Angebot zu einem Anbieter mit hoher Visibilität bei wiederkehrenden Erlösen wird. Während traditionelle Hardware-Zyklen stark schwanken können, sorgen Subskriptions- und As-a-Service-Modelle für stabilere Cashflows und höhere Planbarkeit – ein Faktor, den Analyst*innen bei der Bewertung der HPE Aktie zunehmend positiv hervorheben.

Hinzu kommt: Die Positionierung von Hewlett Packard Enterprise in strategischen Zukunftsfeldern wie KI-Infrastruktur, Edge Computing und Datenplattformen macht das Unternehmen zu einem relevanten Partner für große Digitalisierungs- und Transformationsprojekte in der DACH-Region. Ob es um Smart Factories, digitale Gesundheitsakten, automatisierte Bankprozesse oder öffentliche Cloud-Strategien mit Datenhoheit geht – HPE taucht regelmäßig auf den Shortlists der Entscheider*innen auf.

Damit wird deutlich: Die Produktstrategie rund um Hybrid Cloud, KI und As-a-Service ist nicht nur ein technologischer Wettbewerbsvorteil, sondern ein zentraler Wachstums- und Bewertungstreiber für die HPE Aktie. Wie stark dieser Treiber in den kommenden Quartalen zündet, dürfte sich vor allem an zwei Kennzahlen ablesen lassen: dem Wachstum der GreenLake-Umsätze und dem Anteil wiederkehrender Erlöse am Gesamtumsatz.

Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das: Hewlett Packard Enterprise bleibt ein strategisch wichtiger Anbieter, der nicht nur Hardware liefert, sondern ein Betriebsmodell für die nächste Dekade der IT bereitstellt. Für Investor*innen wiederum ist HPE ein Infrastrukturwert, dessen Zukunftsfähigkeit eng mit der Durchsetzungskraft seiner Hybrid-Cloud- und KI-Plattform verbunden ist.

@ ad-hoc-news.de